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Greifswald Waldorf-Kindergarten: 29 neue Kitaplätze für Greifswald
Vorpommern Greifswald Waldorf-Kindergarten: 29 neue Kitaplätze für Greifswald
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00:09 02.06.2018
Kurze Verschnaufpause: Erzieherin Franziska Schwertfeger mit Kitaleiterin Katharina Rosenthal und Lehrer René Walter. Quelle: Foto: Anne Ziebarth
Greifswald

Noch wird fleißig gewerkelt im neuen Waldorf-Kindergarten an der Hans-Beimler-Straße. Regale werden eingeräumt und auf den Außenanlagen klopfen Bauarbeiter ein letztes Mal den gepflasterten Weg zum Haupteingang fest. Am Montag aber soll alles fertig sein, denn dann öffnet der Waldorf-Kindergarten seine Türen für 92 Kinder bis zu sechs Jahren.

Mit der Eröffnung des etwa 900 Quadratmeter großen Neubaus erweitert der Betreiber, der Trägerverein   „Initiative zur Förderung der Waldorfpädagogik“, seine Kapazitäten um 29 Plätze. „Vorher war unser Kindergarten im Waldorf-Schulgebäude eingegliedert“, erzählt René Walter, Mitglied des Vereinsvorstandes. „Die Räume waren aber zu klein, um unserer pädagogisches Konzept zu verwirklichen. Außerdem überstieg die Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen das Angebot bei weitem.“ Durch den Umzug in den großzügigen Neubau konnten drei neue Kindergartengruppen geschaffen werden, zukünftig gibt es hier Platz für 26 unter Dreijährige und 66 Drei- bis Sechsjährige.

„Die Plätze sind alle bereits vergeben, sagt Kita-Leiterin Katharina Rosenthal. „Wir führen aber Wartelisten. Wann ein Platz frei wird, können wir aber nicht sagen. Manchmal ergibt sich aber spontan etwas, zum Beispiel wenn Eltern umziehen.“

Julia Laschewski hat sich früh nach einem Kindergartenplatz für ihren heute dreijährigen Sohn umgesehen. „Ich habe uns hier schon angemeldet, als ich noch mit Gustav schwanger war“ , sagt die 28-jährige Studentin. „Am Waldorf-Kindergarten hat mich vieles überzeugt, zum Beispiel die günstige Lage und dass hier jeden Tag im Haus für die Kinder gekocht wird.“

In dem etwa 1,9 Millionen Euro teuren Bau konnte der Verein viele Elemente der Waldorf-Pädagogik umsetzen. „Jede der insgesamt acht Gruppen hat ihren eigenen Bereich bekommen – mit je einer eigenen Küche, einem Schlafraum und einem Bad“, erklärt René Walter. Die Architektur orientiere sich an den Bedürfnissen der Kinder. „Die Grundrisse der meisten Räume sind sechseckig, wie eine Wabe, das kommt dem kindlichen Empfinden entgegen.“ Auch der Außenbereich ist liebevoll gestaltet. „Wir haben eine Erlebnislandschaft mit Hügeln, Holzhäusern, alten Bäumen und einem Wasserspielplatz geschaffen“, erzählt Walter. „So können die Kinder viele Sinneserfahrungen sammeln, die wichtig für ihre Entwicklung sind. Fertige Spielplatzgeräte aus Plastik sucht man hier vergebens.“

Anne Ziebarth

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