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Greifswald Wieder mehr Verkehrstote im Landkreis
Vorpommern Greifswald Wieder mehr Verkehrstote im Landkreis
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00:00 17.04.2014
Bei diesem Verkehrsunfall zwischen Rubenow und Wusterhusen wurde Ende Februar ein 21-Jähriger schwer verletzt. Quelle: OZ
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Anklam

Weniger Unfälle, aber mehr Verletzte und Tote — das ist die Bilanz der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2013. Insgesamt 8313 Unfälle mussten aufgenommen werden — 130 weniger als im Jahr davor, erklärt Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam. „Grund zu großer Freude gibt es aber nicht, da bei Unfällen wieder mehr Menschen ihr Leben verloren haben“, sagt er. 13 Verkehrstote gab es im Jahr 2013 auf den Straßen des Landkreises, zwei mehr als noch im Jahr 2012. Drei dieser tödlichen Unfälle wurden von jungen Fahrern zwischen 18 und 25 Jahren verursacht.

In die Höhe geschnellt ist auch wieder die Zahl der sogenannten Baumunfälle (158). Dabei wurden zwei Fahrer getötet. Immer noch viel zu hoch ist auch die Zahl der Zusammenstöße mit Wild. „Sie machen ein Viertel aller Unfälle aus“, sagt Axel Falkenberg.

Bei Unfällen gab es 2013 auch mehr Verletzte als im Vorjahr (1000). DieSchwerpunkte befinden sich nach Falkenbergs Worten im Gebiet des Polizeihauptreviers Greifswald (351 Unfälle, ein Toter) und in denen der Polizeireviere Heringsdorf (169 Unfälle, drei Tote) und Wolgast (127 Unfälle, zwei Tote).

Nach wie vor sind an Zusammenstößen häufig junge Fahrer beteiligt. „Jeder zehnte Unfall mit einem Pkw geht auf das Konto eines Fahrers unter 25 Jahre“, erklärt Falkenberg. Das Polizeihauptrevier Greifswald führt mit 265 Unfällen dieser Art die Statistik an, gefolgt von den Revieren Wolgast, Heringsdorf und Pasewalk. Lange, gerade Strecken ohne Kurven oder sehr gut ausgebaute Fahrbahnen würden junge Fahrer dazu verleiten, aufs Gaspedal zu treten. Usedom habe mehrere solcher Straßen, auch die Bundesstraßen würden oft mit Rennstrecken verwechselt.

Hauptunfallursachen sind nach Aussage Falkenbergs überhöhte Geschwindigkeit (403 Unfälle), Fahren unter Alkoholeinfluss (120), Fehler beim Überholen (206), Missachtung der Vorfahrt (475) und ein zu geringer Sicherheitsabstand (797). Falkenberg kritisiert, dass immer mehr Fahrer nach einem Zusammenstoß unerkannt die Unfallstelle verlassen. 1370 solcher Fälle musste die Polizei 2013 aufnehmen.

Nur gut ein Drittel wird später aufgeklärt.

Um die Unfallzahlen einzudämmen, setzt die Polizeiinspektion verstärkt auf Verkehrskontrollen. Bei 4225 dieser Kontrollen und fast 136 000 überprüften Fahrzeugen wurden im vergangenen Jahr knapp 23 400 Verstöße festgestellt. Spitzenreiter waren Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, gefolgt von jenen, die nicht angeschnallt fuhren, die während der Fahrt telefonierten, die bei Rot über die Ampel fuhren und jenen, die sich alkoholisiert ans Lenkrad setzten.

Spitzenreiter Greifswald

8313 Unfälle musste die Polizei aufnehmen, die meisten im Bereich des Polizeihauptreviers Greifswald (2361) und der Reviere Wolgast und Heringsdorf (jeweils 1361).
13 Verkehrsteilnehmer wurden getötet. In drei Fällen waren junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren für einen Unfall mit tödlichem Ausgang verantwortlich.
4225 Verkehrskontrollen wurden durchgeführt. An 136 000 kontrollierten Fahrzeugen wurden 23 400 Verstöße festgestellt.



Cornelia Meerkatz

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