Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald „Wir sind der Speckgürtel von Greifswald“
Vorpommern Greifswald „Wir sind der Speckgürtel von Greifswald“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:48 28.07.2019
Bürgermeister Detlef Sadewasser und Bauleiter Roland Dallmann der Tiefbaufirma TVS testen den Schieberegler für die Trinkwasserleitungen zu den Grundstücken. Quelle: Martina Rathke
Anzeige
Loissin

Loissin profitiert vom Mangel an Bauplätzen in Greifswald. In der Gemeinde am Greifswalder Bodden mit den Ortsteilen Loissin, Gahlkow und Ludwigsburg ist ein neues Bebauungsgebiet erschlossen worden. Von den 11 Parzellen für Eigenheime seien bereits zehn reserviert, freut sich Bürgermeister Detlef Sadewasser über den Run auf den Ort. Vorbei sind die Zeiten, als Häuser leer standen und sich keine Interessenten für die Immobilien fanden.

Im Ortsteil Loissin – hinter dem Neubaublock mit Blick auf die Felder – ließ die Gemeinde nun durch die Tief- und Verkehrsbau Stralsund GmbH (TVS) ein zwei Hektar großes Areal erschließen. „Wir sind hier der Speckgürtel von Greifswald“ erläutert Bauausschussvorsitzender Bernd Koschella. Die Nähe zur Stadt mache Loissin als Wohnort attraktiv. „Bis nach Eldena sind es nur sieben Minuten mit dem Auto – ein Klacks.“ Die Nachfrage nach Bauplätzen sei entsprechend groß.

Neben den Einfamilienhäusern soll auf dem früheren Schrebergärtenareal ein neues Gemeindezentrum sowie ein neuer Kindergarten mit 40 Plätzen entstehen – als Alternative für den Kindergarten im alten Gutshaus, der dann geschlossen wird. „Wenn junge Familien in den Ort ziehen, dann ist es wichtig, wenn die Kinder auch in der Gemeinde betreut werden können“, so Sadewasser.

Die Gemeinde sieht sich im Aufwind, vor allem, weil im nahen Greifswald junge Familien keine bezahlbaren Bauplätze mehr finden. Wie teuer die Grundstücke in Loissin sein werden, kann Sadewasser noch nicht genau sagen. „Wir müssen zunächst die Endabrechnung für die Erschließung abwarten“, so der Gemeindechef. Rund 400 000 Euro hatte die Gemeinde für die Tiefbauarbeiten kalkuliert. Die Kosten sollen dann auf die neuen Käufer umgelegt werden. Sadewasser rechnet damit, dass die Quadratmeterpreise für die Grundstücke zwischen 75 und 85 Euro liegen werden.

Für das neue Wohngebiet baute die Baufirma TVS eine etwa 250 Meter lange Anliegerstraße und verlegte Versorgungsleitungen für Wasser, Abwasser, Strom und Telefon. Um die Wärmeversorgung müssen sich die Neu-Loissiner allerdings selbst kümmern – durch autarke Systeme wie beispielsweise Wärmepumpen. In das neue Gemeindezentrum mit einem Saal und einem Vereinszimmer soll die Bücherstube einziehen. Die vier Vereine der Gemeinde (Feuerwehr, Dorfverein, Angelverein und Surfverein) erhalten ein Vereinszimmer. Auch für die Nutzung des Saals gibt es bereits Pläne: Kinoveranstaltungen im Winter oder auch Abendsport für die Loissiner könnten künftig hier regelmäßig stattfinden, wie Gemeindevertreterin Editha Butzin sagt.

Die Bevölkerungszahlen in der Gemeinde wachsen. Wohnten Ende 1999 genau 792 Einwohner in Gahlkow, Loissin und Ludwigsburg, sind es zwanzig Jahre später mit 969 knapp 200 Einwohner mehr. Mit der inzwischen von Land und Bund beschlossenen Sanierung des Schlosses im Ortsteil Ludwigsburg rechnet die Gemeinde mit einer weiteren Aufwertung. „Wichtig ist uns, dass der Dampferanleger erneuert wird“, sagt Bürgermeister Sadewasser. Die Gemeinde will das Vorhaben zu 90 Prozent mit Geldern aus dem Wirtschaftsministerium fördern lassen. Die Anträge seien derzeit in Prüfung. 2020 oder 2021 –so die Vorstellung der Gemeinde –sollte mit dem Bau begonnen werden.

Die Boddengemeinde Loissin auf der Seite der dänischen Wiek, die Greifswald gegenüber liegt, ist durchaus mit Altefähr vergleichbar: Zwischen der Rügen-Gemeinde und Stralsund pendeln regelmäßig Schiffe über den Sund. Editha Butzin, die die Ausflugsgaststätte „Beim Boddenblick“ am Ludwigsburger Strand betreibt, sieht für die Schiffsverbindung zwischen Greifswald und Loissin noch viel Potenzial, vor allem für Urlauber und Ausflügler. „Die „Stubnitz“ fährt leider sehr unregelmäßig“, klagt die Gastwirtin. Wiederholt passiere es, dass das Schiff nicht anlegt. Besucher, die auf der Ludwigsburger Seite warten, seien dann natürlich sehr verärgert. „Da muss eine Lösung her.“

Martina Rathke

Beim Sommerfest im Seebad fliegen ihr die Herzen zu: Anke Rühmer alias „Lilli Wünschebaum“ hält mit ihrem Kinderprogramm das ganze Publikum auf Trab. Eine Schiffsreise führt die Gäste bis ans Ende der Welt – und zurück.

28.07.2019

Der Juni 2019 war der bisher beste Monat für den Campingplatz an der Dänischen Wiek. 3750 Übernachtungen zählten die Betreiber Carsten Becker und Anne Breitsprecher. Und der Camping-Trend hält an.

28.07.2019
Usedom Besondere Kulturnacht in Wolgast - Runges Geburtsstadt ist so romantisch

Runges Geburtsstadt hat viel Geschichtliches zu bieten. Während der Kulturnacht der Romantik wandelten am Sonnabend hunderte Besucher auf diesen Spuren und waren vom Engagement der Macher total begeistert.

28.07.2019