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Greifswald Gute Aussichten für regionales Handwerk
Vorpommern Greifswald Gute Aussichten für regionales Handwerk
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00:00 05.06.2014
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Greifswald

Gute Nachricht aus der regionalen Wirtschaft: Die Mehrheit der Unternehmen (87 Prozent) ist mit ihrer derzeitigen Situation zufrieden. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern hervor. An der Studie beteiligten sich 606 Firmen, 137 davon aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Hauptgrund für die positive Entwicklung ist der milde Winter, der es gerade dem Bauhandwerk ermöglichte, auch in den kalten Monaten Aufträge anzunehmen. „Die Lage ist insgesamt sehr gut, auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist“, kommentiert Anne-Kathrin Klötzer, Sprecherin der Handwerkskammer, die Studie. Der Geschäftsklimaindex, der die momentane und die künftig erwartete Geschäftslage abbildet, liegt derzeit bei 90 von 100 Punkten. Das bedeutet eine Steigerung um rund drei Prozentpunkte gegenüber dem Herbst 2013 und acht Prozentpunkte im Vergleich zum Frühjahr vergangenen Jahres.

Die optimistische Einschätzung liegt am aktuellen Auftragsbestand, der für 74 Prozent der befragten Unternehmen gleichbleibend ist oder steigt. Gegenüber dem Frühjahr 2013 sind das 14 Prozentpunkte mehr. Sorgte der zu warme Winter einerseits für Mehrarbeit bei den Baubetrieben, ist er andererseits verantwortlich dafür, dass die Firmen nun mehr Löcher in ihren Auftragsbüchern haben. Denn Aufträge wurden vorgezogen.

Die Zukunft sieht nicht in allen Gewerken vielversprechend aus. Gesundheitshandwerke wie Augenoptiker, Zahntechniker oder Hörgeräteakustiker und das Kfz-Handwerk bewerten die Lage als weniger gut.

Letzteres erlebte laut Klötzer in den vergangenen Jahren starke Einbrüche bei den Neuwagenverkäufen. Auf diesem Gebiet würde sich erst langsam wieder Besserung einstellen. Durch den milden Winter habe es zudem weniger Unfallreparaturen gegeben. Bei den Zahntechnikern stagnierten die Umsätze 2013, aktuell verbesserten sich laut Kammer die Zahlen aber leicht. Doch im Vergleich zum letzten Quartal 2013 liegen die Zahlen saisonal bedingt um zehn Prozentpunkte niedriger. Bei Bäckern, Konditoren und Fleischern ist die Lage „befriedigend“. Doch die Firmen kämpfen immer mehr mit dem Wettbewerbsdruck der Discounter.

Der Landesinnungsverband für das Bäcker- und Konditorenhandwerk kritisiert zudem den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, der ab 2015 in Deutschland gilt. „Die Handwerksbetriebe wollen ihre Mitarbeiter so gut wie möglich bezahlen“, sagte kürzlich Landesinnungsmeister Thomas Müller bei einer Tagung in Rostock. Doch die Marktsituation gebe derzeit nicht mehr her. Nach Ansicht Müllers verstoße der Mindestlohn gegen die Tarifautonomie und werde eine „Preisexplosion“ auslösen, ist in einem Bericht der Handwerkskammer über die Tagung zu lesen. Die Branche rechne mit bis zu zehn Prozent höheren Kosten für die Backwaren.

Klar wird in der aktuellen Umfrage auch: Nur wenige Betriebe (neun Prozent) stellten im ersten Quartal 2014 neue Mitarbeiter ein. Dagegen entließen 15 Prozent der befragten Unternehmen einige Angestellte. Immerhin wollen mehr als ein Viertel der Maurer-, Zimmerer- oder Dachdeckerbetriebe in der nächsten Zeit Personal einstellen. Der Großteil der Firmen (81 Prozent) will am Bestand festhalten.

Handwerk in Zahlen
12 552Betriebe sind aktuell bei der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock eingetragen. 89 Prozent der für die Konjunkturstudie befragten Unternehmen erwarten für die kommenden Monate gleichbleibende oder steigende Umsatzzahlen.
Der Mindestlohn wird eine Preisexplo- sion auslösen.“Thomas Müller, Landesinnungsmeister des Bäcker- und Konditorenhandwerks



Reik Anton

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