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Greifswald Besondere Atmosphäre in Denkmalhaus
Vorpommern Greifswald Besondere Atmosphäre in Denkmalhaus
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10:15 29.08.2019
Sabine Jepp lebt gern in dem Giebelhaus in der Steinbeckerstraße 31. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

In einem denkmalgeschützten Giebelhaus wohnen, ist einfach schön, stellt Sabine Jepp fest. Seit 2007 wohnt sie in einem Haus aus dem 16. Jahrhundert. Es hat sogar noch den alten Hausbaum von etwa 1560, der sich durch das Gebäude zieht, und einen mittelalterlichen Keller, in dem es sich trefflich feiern lässt. Ein Greifswalder Ehepaar hat es vor dem absehbaren Verfall gerettet. An zwei Stellen können Besucher sogar Malereien der Erbauungszeit mit geometrischen Mustern bewundern. Klassizistische Malereien zieren die Wand hinter der historischen Treppe, die im Innern ins erste Obergeschoss führt.

„Dieses Haus in der Steinbeckerstraße verbindet mich mit Greifswald“, sagt die Lehrerin. „Theater, Kino, Läden, Bahnhof, Ryck, alles ist ganz nah.“ Vielleicht sei die Nähe zu den Geschäften auch nicht ganz so gut, weil sie zum Kaufen animiere, fügt Sabine Jepp mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die Gymnasiallehrerin für Mathematik und Physik kam 1983 an die Greifswalder Universität und wohnte zunächst in Schönwalde. „Meine Eltern haben mich besucht und gefragt, wie man dort wohnen kann. Sabine Jepp stammt aus dem beschaulichen Buckow nicht weit von Berlin. Damals war die Greifswalder Innenstadt verfallen. „Sie ist wieder so schön geworden, jeder, der kommt, findet unser Zentrum herrlich“, schwärmt Sabine Jepp.

Sie sei durch einen glücklichen Zufall an die Wohnung in der Steinbeckerstraße gekommen. Seit nunmehr zwölf Jahren wohnt sie dort. „Ich fand den Grundriss der Wohnungen, das Offene, gleich sehr interessant.“ Natürlich bringe so ein Denkmal mit großen Räumen und flachen Decken Einschränkungen für Bewohner mit sich. Diese Einschränkungen sind sozusagen erhaltene Erinnerungen an ein Kaufmannshaus mit Lagerflächen im oberen Bereich. „Mich stört es nicht mehr und ich brauche keine Leiter. Es passt einfach.“

Ein Wegziehen aus der Greifswalder Altstadt kann sich Sabine Jepp nicht vorstellen. „Wenn man am Fischerbrunnen auf einer Bank sitzt und den Menschen zuschauen kann, das ist einfach toll.“ Und sie treffe hier ganz viele Leute, Lehrerinnen lernen immer wieder neue Eltern und Schüler kennen.

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