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Greifswald So soll Wolgast zur Romantikstadt werden
Vorpommern Greifswald So soll Wolgast zur Romantikstadt werden
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09:58 10.11.2019
Romantik pur: Das Wolgaster Panorama mit der Altstadt und der St. Petri-Kirche. Quelle: Thomas Rein
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Wolgast

Mausert sich Wolgast zu Deutschlands erster Romantikstadt? Innenstadt-Manager Daniel Trebing jedenfalls, der vor einem Jahr angetreten ist, Mittel und Wege für eine vitalere Altstadt zu erschließen, unterstützt diese Marke „voll und ganz“. „Allein mit der Werbung vor Ort, ein Geschäft im Stadtkern zu eröffnen, ist es nicht getan“, meint er. „Um der Leerstandsproblematik entgegen zu wirken, brauchen wir eine auf lange Sicht angelegte Vermarktungsstrategie. Und zunächst müssen wir uns klar werden, wofür wir in dieser Stadt stehen wollen.“

Der in Wolgast geborene Maler Philipp Otto Runge (1777-1810), Begründer der Romantik in der Kunst, biete enormes Potenzial, um Wolgast für Neugierige modern und erlebbar werden zu lassen. Trebings These deckt sich mit den Ergebnissen, die 18 Studenten der Universität Kassel im Sommer dieses Jahres nach einer einwöchigen Forschungsarbeit in Wolgast vorgelegt hatten. Auch die angehenden Stadt- und Landschaftsplaner und ihr Professor, die erstmals in der Stadt weilten, hatten empfohlen, Wolgast möge den Romantikpfad beschreiten.

Wolgast als wichtige Station der Romantikroute

Die kreativen Köpfe entwickelten für Wolgast als eine wichtige Station auf der Romantikroute in Vorpommern interessante Ideen. Die Palette reichte von einem Hafen-Bahnhof auf dem Wasser und einem Museum zum Dreißigjährigen Krieg bis hin zu einer Flaniermeile auf dem Oberwall, einer Badstubenstraße als Hotelgasse und einem Park auf dem nördlichen Teil der Schlossinsel.

Seit Herbst 2018 arbeitet Daniel Trebing als Innenstadtmanager in Wolgast. Sein Anstellungsvertrag wurde jetzt um ein zweites Jahr verlängert. Quelle: Tom Schröter

Wolgast als Romantikstadt ist ein spannendes und realistisches Thema, das“, und da ist sich Daniel Trebing sicher, „überregional weithin ausstrahlt.“ Voraussetzung sei, dass die Wolgaster ein solches Konzept mittragen und mit Leben erfüllen, indem sie private Geschäftsideen mit der Marke verbinden. Trebing, dessen Anstellungsvertrag mit der Stadt jetzt um ein weiteres Jahr verlängert wurde, will die Einheimischen auf diesem Weg gerne begleiten. Für ihn ist das entschleunigende Flair einer maritimen Kleinstadt als Gegensatz zur hektischen Metropole eine zeitgemäße Interpretation von Romantik.

Podiumsdiskussion in der Kaffeemühle

Ein wichtiger Meilenstein für die strategische Ausrichtung könnte das nächste Altstadtforum am 14. November ab 19 Uhr im Museum Kaffeemühle sein. Anders als in den bisherigen Treffen, soll das bereits geschnürte Ideenpaket nunmehr öffentlich diskutiert und über einen daraus resultierenden Leitbild-Prozess informiert werden.

Am gleichen Abend wird im Museum eine Ausstellung „Romantikstadt Wolgast? – Geschichten für morgen“ eröffnet. „Die Ausstellung präsentiert die mit reger Bürgerbeteiligung entstandenen Ergebnisse der Altstadtforen und des Workshops der Kasseler Studenten zum Thema Stadtentwicklung“, teilt Museumsleiter Stefan Rahde mit. Folgende Fragen stünden im Raum: Wird Wolgast Romantikstadt? Welche kulturtouristischen Chancen bietet das Thema? Wie wird das Leitbild der Stadt weiterentwickelt?

Insgesamt 18 Studenten aus Kassel hatten Ende Juli 2019 eine Woche in Wolgast zugebracht, um Ideen für die Entwicklung der Stadt zu „fischen“: Herauskamen seinerzeit einige sehr interessante Vorschläge. Quelle: Cornelia Meerkatz

In der Einladung für das Forum wird schon einmal kräftig Werbung gemacht für die romantische Stadt am Peenestrom. Dort heißt es zum Beispiel: „Wir stehen für eine abwechslungsreiche Stadtgeschichte. Ob Herzogtum & Geschichte der Schlossinsel, Schwedenzeit, Romantikepoche oder Bauhausstil: Keine Kleinstadt in der Region weist eine solche Vielfalt an Geschichte und Identität auf.“

Von Tom Schröter

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