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Greifswald Forum für Jugendliche in Greifswald stößt auf geringes Interesse
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17:06 28.01.2020
Fünf Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates diskutieren im Freizeitzentrum Labyrinth in Greifswald. Am schwarzen Tisch sitzen (v.r.n.l.): Pirmin ten Venne, Frithjof Mesing, Kai Wielert, Julian Döhler und Léon Thyrian. Quelle: Christopher Gottschalk
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Greifswald

Auf den Straßen ist die Greifswalder Jugend regelmäßig gegen den Klimawandel aktiv, doch die Arbeit in politischen Gremien fällt noch schwer. Trotz Werbung im Vorfeld kamen kaum Gäste zum ersten offenen Kinder- und Jugendforum des städtischen Kinder- und Jugendbeirates (Kijubei) in das Freizeitzentrum „Labyrinth“. Der Kijubei wurde im Mai vergangenen Jahres als Vertretung der jungen Generation in Greifswald gewählt.

Als Gäste nahmen insgesamt fünf Kinder und Jugendliche an der Sitzung am Montagabend teil – zwei Jungs, die ihre Mutter, eine Vertreterin des Kreiselternrates Vorpommern-Greifswald, begleiteten und drei Jugendliche, die spontan an der Sitzung teilnahmen, weil sie bereits im „Labyrinth“ waren; außerdem Mitarbeiter der Jugendhilfe und ein Umweltaktivist.

Dubnaring sieht „schlimm“ aus

„Mein Problem ist, dass der Platz am Dubnaring schon jetzt wieder schlimm aussieht. Es ist nervig, dass uns die Polizei dort ständig kontrolliert“, sagte die 17-jährige Pia. Die Polizei zeigt dort erhöhte Präsenz, seit über die Feiertage zum Jahreswechsel Unbekannte Teile der Anlagen zerstört hatten.

Kai Wielert (18) vom Kijubei sicherte zu, dass der Rat das Thema im Blick habe. Gleiches gelte für bessere Radwege in der Stadt, eine Verkehrsberuhigung durch eine Ampel in der Gützkower Straße/Ecke Neunmorgenstraße und das Handeln der Stadt im Zuge des Klimanotstands, den die Bürgerschaft im Juni 2019 ausgerufen hatte. „Der Notstand ist ein Anfang. Aber viel ist das noch nicht. Es muss mehr passieren“, sagte Wielert. Das erste offene Kinder- und Jugendforum stand unter dem Motto Klimawandel und Klimaschutz – die jugendlichen Gäste ließ das Thema jedoch größtenteils kalt.

13 Mitglieder im Kinder- und Jugendbeirat

„Wir helfen den Kindern und Jugendlichen dabei, solche Veranstaltungen zu organisieren. Leicht ist das natürlich nicht, aber es geht voran“, schätzt Tino Höfert vom Stadtjugendring die bisherige Arbeit ein. Er glaubt weiter an den Kijubei, den die Bürgerschaft im Februar 2017 ins Leben gerufen hatte. Lange Zeit passierte danach erst einmal wenig. Nach zweieinhalb Jahren bewarben sich auf 13 mögliche Plätze zunächst nur neun Kandidaten, schließlich wurden es 24 Bewerber.

10 000 Euro im Jugendfonds

In den Ausschüssen der Bürgerschaft hat der Kijubei Rederecht und kann über die Verwaltung Anträge einreichen und Stellungnahmen abgeben. Er entscheidet zudem über die Verwendung von 10 000 Euro aus dem Jugendfonds, die Jugendliche für verschiedene Projekte beantragen können. Das nächste offene Kinder- und Jugendforum ist am 6. Februar von 17 bis 18 Uhr mit Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) im Jugendzentrum Klex.

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Von Christopher Gottschalk

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