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Grimmen 2016 kommt die Bio-Tonne für alle Haushalte
Vorpommern Grimmen 2016 kommt die Bio-Tonne für alle Haushalte
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16:02 17.02.2015
Auch Gartenabfälle können in der Bio-Tonne, die zum 1. Januar 2016 in Stralsund und im ehemaligen Landkreis Nordvorpommern eingeführt wird, entsorgt werden.
Auch Gartenabfälle können in der Bio-Tonne, die zum 1. Januar 2016 in Stralsund und im ehemaligen Landkreis Nordvorpommern eingeführt wird, entsorgt werden. Quelle: Markus W. Lambrecht C/o Taula Co
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Stralsund

Die Bio-Tonne wird zum 1. Januar 2016 in Stralsund und im ehemaligen Landkreis Nordvorpommern eingeführt. Damit reagiert der Eigenbetrieb für Abfallwirtschaft des Landkreises Vorpommern-Rügen auf ein Bundesgesetz, wonach vom kommenden Jahr an kompostierbarer Abfall grundsätzlich vom Restmüll getrennt erfasst werden muss.

Bereits seit 2005 gibt es die Bio-Tonne auf der Insel Rügen. Torsten Ewert, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebes: „Wir haben dort in den vergangenen Jahren viele gute Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt.“ Von denen könnten die Bürger der Hansestadt Stralsund und im ehemaligen Landkreis Nordvorpommern nun profitieren.

In den kommenden Tagen werden Briefe an 65 000 Eigentümer und Vermieter zwischen Dierhagen, Süderholz und Kap Arkona verschickt. Sie enthalten alle Informationen über Veränderungen im Zusammenhang mit der Einführung eines einheitlichen Abfallentsorgungssystems in dem Territorium.

Denn neben der Bio-Tonne auf dem Festland werden im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen zum Beispiel auch Mülltonnengrößen und Abfuhr-Rhythmen vereinheitlicht. Zum Jahreswechsel werden alle Behälter ausgetauscht. Künftig haben sie einen Chip anstelle der Gebührenmarke.

Die Bio-Tonnen erhalten zudem ein elektronisches System, das erkennen soll, wenn sie nicht kompostierbaren Müll enthalten. Dann werden sie künftig von den Entsorgern nicht mehr mitgenommen. 

Bereits im Sommer plant der Eigenbetrieb deshalb Gesprächsrunden mit den Grundstücksbesitzern, um das System mit so wenig Konflikten wie möglich umzustellen. Ein Problem könnte zum Beispiel in Stralsunds Innenstadt der fehlende Platz für eine Bio-Tonne auf dem Grundstück sein.

Torsten Ewert weist auch darauf hin, dass die Anwohner ihren biologisch abbaubaren Abfall im eigenen Garten kompostieren können. „Wenn sie das nachweisen, brauchen sie keine zusätzliche Tonne,“ erklärte er.



Jens-Peter Woldt

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