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Grimmen 45 Kandidaten wollen in die Gemeindevertretung Sundhagen
Vorpommern Grimmen 45 Kandidaten wollen in die Gemeindevertretung Sundhagen
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14:19 27.03.2019
Sundhagen, die Gemeinde am Strelasund, mit ihrem Hafen in Stahlbrode. Quelle: Anke Hanusik
Sundhagen

45 Kandidaten für die Gemeindevertretung und einer für das Bürgermeister-Ehrenamt treten in der Großgemeinde Sundhagen am 26. Mai bei der Kommunalwahl an. Alle wurden vom Gemeindewahlausschuss bestätigt. Vor fünf Jahren, bei der letzten Kommunalwahl, waren es 40 Kandidaten für die kommunale Vertretung, aber noch zwei Bürgermeisterkandidaten. Diesmal ist es mit Helmut Krüger von der CDU der jetzt auch amtierende. Insgesamt werden 16 Sitze in der Gemeindevertretung und das Bürgermeisteramt vergeben.

Insgesamt acht Listen lagen dem Gemeindewahlausschuss zur Prüfung und Bestätigung vor. Dazu gehören Wahlvorschläge der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU), der Partei Die Linke, der Freien Demokratischen Partei, der Wählergemeinschaft Bürger für Sundhagen sowie von vier Einzelbewerbern. „Ich freue mich, dass Sundhagen so eine große Auswahl hat“, sagte der Gemeindewahlleiter und Leitende Verwaltungsbeamte Andreas Heite. „Fünf Wahllokale und das Briefwahllokal wird es geben. 4400 Einwohner sind aufgerufen, mit ihrer Stimme die Geschicke der Gemeinde Sundhagen mitzubestimmen“, sagte Heite. Er hofft, dass viele von ihnen dieses Recht wahrnehmen, den vor vier Jahren waren es lediglich 51 Prozent. Alle Wahlvorstände bis auf einen seien besetzt. In Reinkenhagen würden noch zwei Personen fehlen.

CDU will wieder Bürgermeister stellen

Die ersten Plätze auf der 20-Personen starken Liste der CDU sind bekannten Gesichtern vorbehalten: Gabriele Dörner, als Vorsitzender im Gemeindeverband Miltzow gehört ebenso dazu wie der jetzige und Bürgermeisterkandidat Helmut Krüger. Auf Platz sechs steht die stellvertretende Landesvorsitzende Martina Liedtke und auf Platz drei mit Gerhard Tober ebenfalls jemand, der auch vor vier Jahren gewählt worden war. Insgesamt treten 20 Sundhagener für die Christdemokraten an. Zwölf von ihnen arbeiteten nicht in der jetzigen Gemeindevertretung.

Bürgermeister-Kandidat

Helmut Krüger (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Sundhagen und erneut Kandidat für dieses Amt. Er wird bei der Wahl 64 Jahre alt sein.

Seit 20 Jahren betreibt der Diplomingenieur für Kraftfahrzeugtechnik eine Tankstelle in Miltzow.

Helmut Krüger arbeitet im Kreisvorstand Vorpommern-Rügen der CDU und ist langjähriges Kreistagsmitglied sowie stellvertretender Vorsitzender des Gemeindeverbandes Miltzow, zu dem neben Sundhagen auch die Gemeinden Elmenhorst und Wittenhagen gehören.

„Wir haben viele Dinge angefangen, die in den nächsten Jahren weitergeführt erden müssen“, plant Bürgermeister Krüger. Nummer 1 sei der Schulneubau in Miltzow, wo eine Bildungseinrichtung für Schüler bis zur zehnten Klasse entstehen wird. Auch der Feuerwehrneubau in Brandshagen werde realisiert – trotz gestiegener Kosten auf 1,5 Millionen Euro „und notfalls mit zusätzlichem Geld aus unserem Haushalt, wenn Fördermittel fehlen“, sagt Krüger. Sundhagen wächst, und es gebe deshalb auch mehr Bauwillige. Drei Baugebiete –zwei in Stahlbrode und eines in Brandshagen – sind deshalb auf den Weg gebracht. Noch engeren Kontakt wünscht sich Helmut Krüger zur Wirtschaft, denn „ die Unternehmen halten unseren Haushalt stabil“. 150 Kilometer Gemeindestraßen müssen intakt gehalten und der Ostsee-Küstenradweg vorangetrieben werden. Wichtig sei auch der geplante Lückenschluss im Radwegenetz von Bartmannshagen nach Reinkenhagen. „Auch nach zehn Jahren ist das Zusammenwachsen zur Großgemeinde noch nicht abgeschlossen, sagt Krüger. Die CDU wolle auf die Vereine in den Dörfern zugehen, die dort das Leben ausmachen. Eine der wichtigsten Aufgaben sei jedoch, den Haushalt ausgeglichen zu gestalten“, denn nichts ist schlimmer, als wenn wir nicht selbst entscheiden können.“

Linke sehen sich als kritische Kraft

Die Linke geht in den Kommunalwahlkampf in Sundhagen mit drei Kandidaten aus Bremerhagen. Neben Christiane Latendorf sind das die parteilosen Ottfried Anklam, der auch vor vier Jahren bereits gewählt wurde, und Dieter Woytke. 2014 waren es sechs Kandidaten für die Linken.

„Ich wünsche mir für die neue Gemeindevertretung, dass weiterhin so überparteilich, verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden und die Bürger weiterhin so interessiert, aktiv und fordernd für ihre Gemeinde, nicht nur für ihren Ortsteile, auftreten“, sagt Christiane Latendorf. Bei der Umsetzung des Schulneubaus stünden alle jetzigen Gemeindevertreter und die Landesregierung in der Pflicht. Bürgernähe in der Verwaltung, Digitalisierung und Radwege sind weitere Schwerpunkte für ihre Partei. Besonderes Augenmerk wollen die Linken auf das Finanzausgleichsgesetz haben, durch das die Kommunen finanziell besser gestellt werden sollen. Die Linken sehen sich selbst als kritische Kraft in der Gemeindevertretung Sundhagen, die auch die kleinen Ortsteile im Blick behalten will. Latendorf: „Und wir trauen uns, auch bei der Kreis-, Landes- und Bundesregierung, laut auf Missstände hinzuweisen und gegen Versuche, die kommunalen Selbstverwaltung zu unterlaufen, zu protestieren.“

Wählergemeinschaft: Amtsvorsteher tritt nicht mehr an

Mit 17 Kandidaten tritt die Wählergemeinschaft „Bürger für Sundhagen“ an. Größte Veränderung: Amtsvorsteher Hajo Hahn ist nicht dabei. An der Spitze der Liste stehen somit drei Landwirte: Elke Lück aus Neuhof, Lorenz Rindler aus Oberhinrichshagen und Peter Kröher aus Segebadenhau.

Die Attraktivität der Dörfer in der Gemeinde zu steigern ist Ziel der Wählergemeinschaft. Das soll gelingen, indem unter anderem die medizinische Versorgung gesichert wird, Angebote für Familien und das kulturelle Leben gefördert, Kitas erhalten und modernisiert und Projekte zur Schaffung altersgerechtem Wohnraums unterstützt werden. Umweltschutz, öffentlicher Nahverkehr, Breitbandausbau und moderne Feuerwehrtechnik an allen Standorten sind weitere Stichpunkte. „Möglich ist das mit einer guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung und vor allem einer engen Vernetzung und Zusammenarbeit der ortsansässigen Unternehmen, um so die Wirtschaft zu fördern“, sagt Elke Lück für die Wählergemeinschaft.

FDP und Einzelbewerber

Erstmals gibt es für die Gemeindevertretung in Sundhagen eine Liste der Freien Demokraten. Mit Sebastian Korth aus Wilmshagen ist jedoch nur ein Kandidat vertreten.

Vier Einzelbewerber ringen außerdem um ein Mandat der Wähler: Das sind. Heiko Klar aus Engelswacht, Heiko Mittag aus Brandshagen, Bodo Strahl aus Brandshagen und Peter Voß, ebenfalls aus Brandshagen. Peter Voß arbeitet auch in der jetzigen Gemeindevertretung mit - allerdings für die CDU. Als einziger von ihnen war Bodo Strahl bei der Sitzung des Gemeindewahlausschusses anwesend und er betonte, dass er sich vor allem für den Naturschutz einsetzen will.

Alle Kandidaten

Für die CDU treten 20 Sundhagener an: Gabriele Dörner, Helmut Krüger, Gerhard Tober, Hans-Jürgen Wellnitz, Jörg Henkelmann, Martina Liedtke, Thomas Lewing, André Pannowitsch, Annika Maike Berster, Roswitha Pendzinsky, Peter Trimborn, Yvonne Rückert, Robert Bilow, Wilhelm Middendorf, Marcel Wittig, Torsten Käning, Sebastian Schütz, Anke Koch, Ines Aßmann, Frank Rubbert

Für die Linke gehen drei Kandidaten ins Rennen: Christiane Latendorf, Ottfried Anklam, Dieter Woytke

Für die FDP tritt Sebastian Koch an.

17 bewerben sich über die Liste der Bürger für Sundhagen: Elke Lück, Lorenz Rindler, Peter Kröher, Torsten Jahns, Mandy Groß, Henry Nahlik, Katharina Wolff, Alexander Schulz, Alexander Smrekar, Matthias Reitmann, Matthias von Jackowski, Jörg Herlemann, Bernd Schütze, Henri Burmeister, Manja Kieschnik, Beatrix Westendorf, Jens Schlewitt

Vier Einzelbewerber: Heiko Klar, Heiko Mittag, Bodo Strahl, Peter Voß

Almut Jaekel

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