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Grimmen 11 000 Tonnen Kompost pro Jahr im Landkreis Vorpommern-Rügen
Vorpommern Grimmen 11 000 Tonnen Kompost pro Jahr im Landkreis Vorpommern-Rügen
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14:46 11.06.2019
Madita Demmin (9,r.) und Mia-Marie Erber (8) aus der Grundschule Abtshagen pflegen ihre Sonnenblumen. Sie sollen die größten werden und für Preise sorgen. Quelle: Carolin Riemer
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Abtshagen

Mit so viel Ansturm hatte der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Vorpommern-Rügen nicht gerechnet: Voraussichtlich ab August verkauft das Unternehmen erstmals Kompost auf seinen Wertstoffhöfen, denn seit der Einführung der Bio-Tonne vor drei Jahren sammelten sich pro Jahr etwa 20 000 Tonnen wiederverwertbarer Abfall auf den sieben Kompostieranlagen des Landkreises.

11 000 Tonnen Kompost pro Jahr

11 000 Tonnen Bio-Gut, also nährstoffreicher Kompost, entstehen jährlich daraus. „Wir hätten nicht gedacht, dass auch im ländlichen Bereich so eine große Nachfrage nach unseren Bio-Tonnen herrschen würde“, sagt Abfallberaterin Sandra Jahn. Doch der Trend, einen Kompost-Haufen auf dem eigenen Hof anzulegen, sei anscheinend nicht mehr zeitgemäß. Die Braune Tonne ist beliebt. Und so entschloss sich das Abfallunternehmen nicht nur dazu, den Kompost für kleines Geld zu verkaufen, sondern auch mit einem Wettbewerb darauf aufmerksam zu machen.

Kindergärten und Grundschulen konnten sich beim Eigenbetrieb bewerben und bekamen vor wenigen Wochen Post. Der Inhalt: Frischer Kompost und Tütchen mit Sonnenblumensamen der Sorte „King Kong“. Eine Sorte, die besonders große Sonnenblumen hervorbringen soll. Und genau darum geht es. Das Unternehmen verspricht den Einrichtungen, die am Ende des Sommers die größten Blumen herangezogen haben, Ausflüge und Preise. „Die Teilnehmerzahl ging durch die Decke“, sagt Martin Knull, Mitarbeiter der Abfallwirtschaft. Vor allem Kitas und Schulen aus dem ehemaligen Kreis Nordvorpommern meldeten sich an. 36 Grundschulen sind es in Nordvorpommern, zwölf auf der Insel Rügen und 17 im Bereich Stralsund. Enorm ist auch die Zahl der teilnehmenden Kindergärten. In Nordvorpommern pflanzten 120 Kitas Sonnenblumen, auf Rügen 65 und im Bereich Stralsund 60.

Preise für die größten Sonnenblumen

Mit dabei ist auch die Grundschule in Abtshagen. „Wir haben sie mit dem Mond gepflanzt und pflegen sie mit Liebe“, sagt Lehrerin Claudia Richardt. Die Abfallwirtschaft bindet bewusst Kinder in die Aktion ein, denn Sandra Jahn weiß: „Wenn Kinder auf Mülltrennung achten und den Umweltaspekt verstanden haben, motivieren sie ihre Eltern zum Mitmachen.“ Doch nicht nur die Mülltrennung steht bei den Grundschülern auf dem Lehrplan. Die Lehrer experimentierten vor der Aussaat mit den Samen, um den Kindern viel Wissen zu vermitteln. Eine kleine Sonnenblumenpflanze bekam kein Wasser, eine andere wurde in den Kühlschrank verbannt und eine dritte im Dunkeln gehalten. „So lernen die Kinder, was eine Pflanze zum Wachsen benötigt und dass sie Kälte, Trocken- und Dunkelheit nicht verträgt“, erklärt Lehrerin Sandra Liesener.

Nun wurden die Pflanzen in die Erde des Schulgartens gesetzt. „Es ist ein wunderbarer Wettbewerb“, findet Claudia Richardt. Es sei schön, mit den Kindern außerhalb des Klassenzimmers zu lernen und ihnen die Natur nahe zu bringen. Die Kinder erfuhren, dass aus Biogut vier Wochen später Kompost entsteht. Die natürlichen Abfälle werden dazu in Reinberg per Radlader zu lang gestreckten Bergen aufgeschüttet und permanent belüftet. Wie teuer der Kompost für den Verbraucher sein wird, sei noch nicht endgültig berechnet, sagt Sandra Jahn. Doch teuer wird er nicht sein. Immerhin ist es Bio-Abfall aus dem Landkreis, der auch wieder im Landkreis eingesetzt wird.  

Carolin Riemer

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