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Grimmen Vorpommern-Rügen: Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken
Vorpommern Grimmen Vorpommern-Rügen: Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken
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13:09 29.05.2019
Die Agentur für Arbeit in Stralsund hat am Mittwoch die aktuellen Arbeitsmarkt-Zahlen veröffentlicht. Quelle: Jens-Peter Woldt
Stralsund

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Vorpommern-Rügen ist weiter gesunken. Nach Angaben von Jürgen Radloff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stralsund, liegt die Quote jetzt bei 7,3 Prozent. Damit ist sie so niedrig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Sie liegt 0,3 Prozentpunkte unter dem bisherigen Tiefstwert von 7,6 Prozent. Den erreichte der Agenturbezirk Stralsund im Oktober des letzten Jahres. Damals waren 8577 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Heute sind es 8268. Radloff erwartet auch in den kommenden Monaten weitere Einstellungen – vor allem in den vom Tourismus geprägten Unternehmen, aber auch im Handel.

Beide Branchen trugen bereits im aktuellen Berichtsmonat zu einer deutlichen Belebung des Arbeitsmarktes bei. So sank die Zahl der Männer und Frauen ohne Job um 626 Personen im Vergleich zum Vormonat.

Den größten Anteil daran hatten die beiden Urlaubshochburgen: die Insel Rügen und die Region um Ribnitz-Damgarten mit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.

Auf Rügen sank die Arbeitslosigkeit um fast 400 Personen im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote auf Deutschlands größter Insel fiel um 1,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.

In Ribnitz-Damgarten sind aktuell fast 1500 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 180 Personen (10,7 Prozent) weniger als noch im April. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,6 Prozent im Vormonat auf aktuell 5,9 Prozent. Damit stellt auch Ribnitz-Damgarten schon sehr frühzeitig einen neuen Rekordwert für die Geschäftsstelle ein: Die bisher niedrigste Arbeitslosenquote erreichte die Region um die Bernsteinstadt mit 6,3 Prozent im September 2018.

Der Tourismusbereich ist aber nicht die einzige Branche, die mit ihrer Personalnachfrage für eine Senkung der Beschäftigungslosigkeit sorgte. Auch Einstellungen im produzierenden Gewerbe, im Logistikbereich und in der Bauwirtschaft führten zu einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

IIn Grimmen sank die Beschäftigungslosigkeit um gerade einmal 3 Personen (0,3 Prozent) auf 1.082 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Prozentpunkte von 8,4 Prozent im Vormonat auf nun 8,3 Prozent.

In der Hansestadt Stralsund ist die Arbeitslosigkeit sogar um 9 Personen (0,3 Prozent) angestiegen. Dass die Arbeitslosenquote trotzdem um 0,1 Prozentpunkte auf 10,3 Prozent gesunken ist, erklärt der Chef der Arbeitsagentur mit der jährlichen Anpassung der Bezugsgröße: „Um die Arbeitslosenquote zu ermitteln, wird – wie bei jeder Prozentrechnung – eine Bezugsgröße, also die Zahl der zivilen Erwerbspersonen, benötigt. Und diese wird einmal im Jahr ermittelt, nämlich immer im Mai. Hier ist die Bezugsgröße stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitslosen – speziell für die Hansestadt Stralsund ein gutes Zeichen.“

Zu einer vollständigen Betrachtung des Arbeitsmarktes gehört auch ein Blick auf die arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Die wichtigsten seien hier beispielhaft erwähnt:

706 Männer und Frauen erwerben aktuell mit Unterstützung der Arbeitsagentur und des Jobcenters eine neue berufliche Qualifikation. Das sind 44 Personen weniger als im Vormonat und 66 mehr als im Vorjahr.

654 Teilnehmer sind derzeit in den sogenannten Arbeitsgelegenheiten beschäftigt – 74 mehr als im April und 23 mehr als im Mai des letzten Jahres.

76 Existenzgründer unterstützt die Arbeitsagentur aktuell beim Aufbau ihres eigenen Unternehmens.

Ohne die Entlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik läge die Arbeitslosenquote vermutlich bei 10,3 Prozent.

Jens-Peter Woldt

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