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Grimmen Awo-Gebäude wird für 800000 Euro saniert
Vorpommern Grimmen Awo-Gebäude wird für 800000 Euro saniert
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09:56 23.02.2019
Mitarbeiter und Gäste des Awo-Ortsvereins freuen sich über die bevorstehende Sanierung des Gebäudes. Quelle: Almut Jaekel
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Grimmen

Für 800000 Euro soll das Käthe-Kollwitz-Haus, die Grimmener Arbeiterwohlfahrt, saniert werden. „Wir freuen uns sehr und hoffen, dass es bald losgeht“, sagt Marina Schauland, Leiterin des Sozialbereichs im Awo-Ortsverein Grimmen und stellvertretende Geschäftsführerin.

„Das gesamte Gebäude und auch die Außenanlage werden vollständig saniert“, sagt Stadträtin Heike Hübner. Die Immobilie ist Eigentum der Stadt, und die Awo nutzt sie auf Basis eines Erbbaupachtvertrages. „Vom Dach bis zum Fundament wird jede Menge erneuert, teilweise auch die Dachkonstruktion“, informiert Heike Hübner. „Das wird ein Überraschungspaket, weil niemand weiß, wo genau die einzelnen Leitungen im Haus verlaufen und wie tief die Wurzeln der nebenstehenden großen Bäume sich unter das Gebäude gegraben haben“, vermutet Marina Schauland.

Am Grundriss werde wenig verändert, aber die Fassaden werden gestaltet sowie Leitungen und Heizung, die Sanitärbereiche und Fußböden erneuert. Dafür sind insgesamt drei Bauabschnitte vorgesehen. Jetzt, ab März, je nachdem wie sich das Wetter entwickele, wird am sogenannten Anbau begonnen. Eigentlich sollte es dort schon im Herbst losgehen. „Aber um sicher zu gehen, dass das Wetter mitspielt, haben wir gemeinsam mit der Awo entschieden, den Baustart auf das Frühjahr zu verschieben. Auch, weil das Dach geöffnet werden muss“, begründet Heike Hübner.

Vor allem um das Haupthaus geht es im zweiten Bauabschnitt. „Dafür sind die Ausschreibungen vor 14 Tagen raus“, informiert Heike Hübner. Im März sollen die Aufträge vergeben werden. „Wir haben wieder viele kleine Lose ausgeschrieben – auch wenn das aufwendiger ist - damit sich die kleineren Grimmener Firmen daran beteiligen können“, erklärt sie. Im dritten Bauabschnitt ist 2020 zum Abschluss die Sanierung der Außenanlage geplant. Nicht nur für die Hoffeste gebe es dann bessere Bedingungen, sondern auch neue Parkmöglichkeiten –beispielsweise für die Fahrzeuge fürs Essen auf Rädern – werden angelegt.

„588000 Euro der Investsumme sind reine EU-Mittel“, sagt Heike Hübner. 120000 Euro kommen zusätzlich als Kofinanzierung vom Land, mit 80000 Euro ist die Stadt mit Eigenmitteln dabei.

Arbeiterwohlfahrt in Grimmen

Das heutige Haupthaus der Arbeiterwohlfahrt war bis 1947 ein Ärztehaus des Dr. Kasten.

Im Frühjahr 1947 eröffnete dort der Kindergarten „Käthe Kollwitz“.

 1960 wurde ein Erweiterungsbau auf dem Gelände vorgenommen.

Insgesamt 180 Kinder wurden dort betreut.

Seit den 90er-Jahren ist der Awo-Ortsverein in der Immobilie zu Hause, die nach wie vor der Stadt Grimmen gehört.

Am Standort wird täglich frisch Mittagessen gekocht. Etwa 100 Portionen werden außer Haus geliefert, 20 bis 40 Grimmener kommen zum Essen in die Awo.

Mitgliedervon Hobby-, Bastel- und Handarbeitsgruppen treffen sich regelmäßig im Haus.

Ab Aprilbeginnen wieder die beliebten Awo-Hoffeste. Los geht es mit einem Sportfest, dann folgen das Osterfeuer und das traditionelle Maifest am 1. Mai.

In den Räumen der Awo sind beispielsweise mit der Dekra und dem Sozialverband Deutschland, Ortsgruppe Grimmen, weitere Vereine zu Hause.

Auf dem Gelände werden in der Glückklee-Kleiderkammer gebrauchte Kleidungsstücke angeboten.

Auch private Feiern können Interessierte bei der Awo organisieren.

„Wir hatten den Anbau schon einmal im Oktober ausgeräumt“, erzählt Marina Schauland. Es sei gar nicht so einfach, alle Veranstaltungen und die Unterbringung der Gäste zu koordinieren. Zwei Säle stehen im Awo-Gebäude zur Verfügung, einer im Anbau, eine kleinerer im Haupthaus. In der nächsten Zeit könne davon immer nur einer genutzt werden. „Denn wir müssen natürlich unseren gesamten Betrieb hier aufrecht erhalten“, sagt Marina Schauland. Täglich kommen allein zwischen 20 und 40 Grimmener, um in der Awo Mittag zu essen. Weitere 100 Portionen werden im Haus gekocht und meist zu Senioren gebracht. Hobby-, Handarbeits- und Bastelgruppen treffen sich regelmäßig im Haus, in der Glücksklee-Kleiderkammer gibt es gebrauchte Kleidung und verschiedenen andere Verein sind im Gebäude zu Hause.

Vor Jahren hatte der Awo -Ortsverein schon einmal einen Antrag auf Unterstützung in Höhe von 100000 Euro an die Stadt gestellt, um damit die Fassade des Gebäudes zu sanieren. Der Antrag war damals von der Stadtvertretung abgelehnt worden, weil man hoffte, gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt für das gesamte Objekt Fördermittel einwerben zu können.

Almut Jaekel

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