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Grimmen Bewohner retten sich aus brennendem Haus
Vorpommern Grimmen Bewohner retten sich aus brennendem Haus
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12:16 14.06.2019
Der Dachstuhl des Doppelhauses stand komplett in Flammen. Quelle: Raik Mielke
Glewitz

Zwei Familien verloren in der Nacht zum Freitag in Glewitz nach einem Blitzeinschlag ihr Zuhause. Das Doppelhaus brannte weitestgehend ab und ist unbewohnbar.

Bei einem heftigen Gewitter mit Blitzschlägen im Minutentakt richtete in der Nacht zum Freitag in Glewitz (Vorpommern-Rügen) einen erheblichen Schaden an und nahm vier Personen ihr geliebtes Heim. Wie Anwohner berichteten, schlug gegen 22.30 Uhr ein Blitz direkt in das Doppelhaus ein und setzte den Dachstuhl in Brand.

Sofort wurden von der Einsatzleitstelle die Feuerwehren aus Grimmen, Glewitz und Leyerhof alarmiert, die mit neun Fahrzeugen in den Ort der gleichnamigen Gemeinde eilten. Eine Anfahrt unter schwersten Bedingungen, standen doch sämtliche Straßen der Region aufgrund von Starkregen unter Wasser. „Das war bereits die dritte Nacht in Folge mit solch einem Unwetter. Einfach nur furchteinflößend“, beschreibt die Glewitzerin Mandy Klein am Freitagvormittag, als das Ausmaß der Zerstörung sichtbar war.

Als die Rettungskräfte eingetroffen waren, brannte der Dachstuhl bereits lichterloh. Nach OZ-Informationen hatten sich die vier Bewohner des Doppelhauses selbstständig aus dem brennenden Gebäude retten können und blieben unverletzt. Die Bewohner selber alarmierten auch die Rettungsleitstelle. Wenig später bestätigte auch die Polizei, dass keine Menschen verletzt wurden.

Für die Einsatzkräfte begann ein fünfstündiger Kampf gegen die Flammen. „Wir haben über die Drehleiter den Löschangriff von oben aufgenommen. Zwei Trupps waren zudem im Inneren des Hauses und weitere Kameraden haben mit einem Strahlrohr von Außen gelöscht“, beschreibt Olaf Clasen. Wie der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Grimmen erklärt, waren 40 Feuerwehrleute der drei Wehren im Einsatz.

Mit 40 Kameraden und neun Fahrzeugen waren Feuerwehrleute aus grimmen, Leyerhof und Glewitz in der Nacht zum Freitag fünf Stunden lang im Einsatz.

„Der Einschlag war total heftig. Es hat furchtbar gekracht und sofort hat man Flammen gesehen“, beschreibt eine Anwohnerin.

Gleich in der Nacht war die Hilfsbereitschaft und Anteilnahme der Bewohner groß. Sofort haben die vier Glewitzer ein Übergangsheim gefunden. Hilfe hat auch der gerade erst gewählte Bürgermeister der Gemeinde, Sebastian Block, zugesichert.

„Ich erfuhr aus dem Radio von dem Brand in Glewitz, bin kurz vor 7 Uhr zum Brandort gefahren und redete auch mit den Familien“, erzählt Block. Er habe sich mit dem Amt Franzburg-Richtenberg in Verbindung gesetzt, um zumindest für eine der betroffenen Familien eine Wohnung zu organisieren. „Die zweite Familie ist zunächst in einem Nebengebäude auf ihrem Grundstück untergekommen“, berichtet er.

Auch wenn für die vier Einwohner erst einmal ein Dach über dem Kopf gefunden ist, „die Leute haben beinahe ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Es ist erschütternd“, sagt der 40-Jährige, der sich ausdrücklich bei allen Rettern und Helfern bedanken möchte.

Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg am frühen Freitagmorgen mitteilte, entstand ein Sachschaden von mindestens 150 000 Euro. Auch die Polizei bestätigte, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der Blitzeinschlag den Dachstuhlbrand auslöste.

Raik Mielke und Anja Krüger

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