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Grimmen Daniel Grawe siegt beim Flutlichtspringen
Vorpommern Grimmen Daniel Grawe siegt beim Flutlichtspringen
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09:52 10.06.2019
Julia Dethloff vom RV Miltzow auf Catokia 9 am Hindernis beim Pfingstspringen in Elmenhorst. Die Besucher sahen mehr als 150 Pferde. Quelle: Raik Mielke
Elmenhorst

Samstagabend 22.30 Uhr in Elmenhorst. Das Flutlicht auf dem Reitplatz geht an. Hunderte Besucher stehen dicht gedrängt entlang des Spring-Parcours und warten gespannt auf das Highlight des 56. Spring- und Reitturniers. 14 Reiter haben sich angemeldet, um sich den Sieg beim Flutlichtspringen 2019 zu sichern. „Dieser Wettkampf ist jedes Jahr aufs Neue der Höhepunkt unseres Turniers. Solch ein Event in der Dunkelheit gibt es in der Region nur noch bei uns“, sagt Sylvia Becker. Wie die Turnierleiterin und Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Elmenhorst erklärt, können nur die sichersten Reiterinnen und Reiter bei diesen erschwerten Bedingungen starten. „Das Flutlichtspringen ist nicht für alle Pferde möglich. Das kann man nicht trainieren, sondern es liegt am Charakter des Tieres. Was ein Pferd nicht kennt, kann es erschrecken. Es ist gar nicht so einfach, das sollten die Zuschauer wissen“, beschreibt sie.

So werden die Hindernisse des Parcours absichtlich mit hellen Stangen versehen, damit die Pferde sie in der Dunkelheit besser erkennen können. Am besten und vor allem schnellsten gelingt dies an diesem Abend Daniel Grawe. Mit seinem Pferd „Lister 3“ ging er für die RSG Wöpkendorf an den Start und schaffte es fehlerfrei ins Stechen. In diesem war er dann nicht mehr zu schlagen. Nervenstark meistert er mit seinem Pferd den Parcours fehlerfrei und in Bestzeit. Gefeiert von den gut gelaunten Besuchern entlang des Parcours kann er anschließend den Pokal des Bürgermeisters Rudi Wendorf (CDU) entgegennehmen.

Daniel Grawe von der RSG Wöpkendorf auf Lister 3 gewann das Flutlichtspringen in Elmenhorst. Er setzte sich im Stechen fehlerfrei und mit der besten Zeit durch. Quelle: Raik Mielke

Zwei Tage lang konnte das reitsportbegeisterte Publikum in Elmenhorst mehr als 150 Pferde bei den verschiedensten Prüfungen erleben. „Wir haben mehr als 400 Nennungen an diesem Wochenende. Dies sind deutlich weniger als noch vor einigen Jahren“, erklärt Sylvia Becker, die seit 35 Jahren im Verein aktiv ist. Wie die 54-Jährige erklärt, ist das Pfingstspringen in Elmenhorst eines der traditionsreichsten in der ganzen Region. Dementsprechend viele Besucher verbringen zwei spannende Tage auf dem Reitplatz. „Wir sind jedes Jahr hier. Es ist einfach ein schönes, familiäres Turnier. Man fiebert mit allen Reitern mit“, sagt Besucherin Kerstin Bruchhagen.

Bis zu 1,20 Meter hoch sind die Hindernisse, die die Pferde überwinden müssen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene stellen sich den Prüfungen. Die jüngsten Reiter zeigen beim Führzügel-Wettbewerb, wie sicher sie schon auf dem Pferderücken unterwegs sind. Bewertet werden hierbei die Haltung und der perfekte Sitz des Reiters. Auffällig, vor allem in den jüngeren Altersklassen gibt es deutlich mehr Mädchen als Jungen, die dem Reitsport verfallen sind. „In den höheren Altersklassen gibt es jedoch häufig mehr Männer“, erklärt Sylvia Becker.

Hunderte Besucher verfolgten das Flutlichtspringen in Elmenhorst. Quelle: Raik Mielke

An beiden Tagen herrscht auf dem gesamten Gelände Volksfeststimmung. „Man kann mit der gesamten Familie nach Elmenhorst kommen. Mich begeistern die schönen Pferde, mein Mann schaut mehr auf die Leistungen der Starter und unsere Kinder genießen einfach das Spektakel“, ist Besucherin Jana Lübcke begeistert.

Raik Mielke

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