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Grimmen „Das Waldhorn ist mein ständiger Begleiter“
Vorpommern Grimmen „Das Waldhorn ist mein ständiger Begleiter“
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07:00 22.02.2019
Hornistin Annika Möller freut sich auf die Premiere des neuen Programmes. Besonders gespannt ist die Trebelstädterin, wie die Hits aus den 80er-Jahren ankommen. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

 Seit sieben Jahren spielt die Blasmusik im Leben der 17-jährigen Grimmenerin Annika Möller eine sehr wichtige Rolle. Dreimal in der Woche geht die Gymnasiastin zum Unterricht in die Musikschule der Stadt. Am Wochenende wird zuhause weitergeprobt. Was nach jeder Menge Arbeit klingt, ist für die Trebelstäderin eine große Freude.

„Für mich ist es Entspannung pur. Wenn ich nach einem stressigen Schultag abschalten will, greife ich zu meinem Waldhorn und schon sind alle anderen Gedanken ausgeblendet“, beschreibt die passionierte Musikerin und schwärmt von ihrem Instrument. „Das Waldhorn ist einfach ein tolles Instrument mit einem wunderschönen Klang.“ Dabei wollte Annika Möller eigentlich gar nicht Waldhorn spielen. „So lange ich denken kann, hat die Musik in meinem Leben eine wichtige Rolle gespielt. Als ich dann auf die RegionalschuleRobert Koch“ gewechselt bin und es das Angebot des Klassenmusizierens gab, wollte ich die Chance nutzen“, beschreibt sie. Im Rahmen des Klassenmusizierens können Schüler der Regionalschule in den Unterricht eingegliedert ein Instrument erlernen. Doch wie der Zufall es will ist die heute 17-Jährige zu Beginn des Schuljahres krank. „Als ich wieder in der Schule war, waren die Instrumente bereits verteilt. Eigentlich wollte ich Saxophone spielen, aber dieses war bereits belegt. Aus heutiger Sicht ein Glücksfall“, findet Annika Möller.

Denn die Waldhornistin liebt ihr Instrument und die Leute, mit denen sie gemeinsam die Zeit im Probenraum verbringt. „Unsere Waldhorn-Gruppe passt super zusammen. Wir haben viel Spaß bei den Satzproben“, freut sich die Trebelstädterin.

Das Orchesterfest 2019

Morgen Abend steigt im Grimmener Stadtkulturhaus „Treffpunkt Europas“ das traditionelle Orchesterfest.

Das Konzert beginnt im großen Saal um 19 Uhr.

Karten gibt es heute noch im Service-Center der Grimmener OSTSEE-ZEITUNG und direkt an der Abendkasse.

Das Ticket kostet für Kinder und Jugendlich bis 14 Jahre zehn Euro. Erwachsene zahlen 15 Euro. Inbegriffen ist der Besuch der anschließenden Party.

Das Jugendblasorchester wird mit 50 Musikern auf der Bühne sein. Zuvor präsentiert das Musikschulorchester „Präludio“ sein neues Programm.

Und nicht nur die 17-Jährige fiebert dem Highlight des Jahres entgegen. Morgen steigt nämlich im Grimmener Stadtkulturhaus „Treffpunkt Europas“ das traditionelle Orchesterfest. „Für mich persönlich der schönste und aufregendste Abend des Jahres. Vor mehr als 400 Menschen präsentieren die Nachwuchsmusiker der Stadt dann ihr neues Programm. „Wenn die Scheinwerfer auf der Bühne angehen, ist dies ein sehr intensives Gefühl. Die Aufregung, die dann ihren Höhepunkt erreicht hat, fällt plötzlich ab und die Konzentration und Freude auf das Konzert ist omnipräsent“, beschreibt sie den Moment. Für Annika Möller ist es unglaublich spannend, wie das Publikum auf das neue Programm reagiert.

„Wir haben sehr hart daran gearbeitet. Nicht zuletzt beim einwöchigen Winter-Proben-Lager in Burg Stargard. Bis zu neun Stunden wurde dort täglich musiziert, um das neue Programm final einzustudieren“, erklärt die Gymnasiastin und sagt: „Danach weiß man, dass man in den Lippen Muskelkater haben kann.“ Doch die Vorbereitungen für das neue Programm haben bereits im Herbst des vergangenen Jahres begonnen. „Bis zum Orchesterfest durchläuft jeder Musiker einen Prozess“, sagt Annika Möller und beschreibt: „Zuerst übt jeder mit seinem Lehrer seinen Part des Stückes. Hierbei fällt es häufig noch schwer, sich vorzustellen, wie das jeweilige Stück später klingen wird. Wenn es dann in die Satzproben mit den anderen Musikern des gleichen Instrumentes geht, wird es schon klarer. Aber das Schönste ist der Moment, indem der ganze Klangkörper den Titel das erste Mal gemeinsam spielt. Am Wochenende freut sich die 17-Jährige vor allem auf die „80er Kult(Tour). „Dann spielen wir viele Ohrwürmer“, sagt sie.

Und auch eine Ende der Schulzeit ist langsam in Sicht. Der Musik möchte Annika Möller weiter treu bleiben. Ob es auch ein musikalischer Beruf wird, weiß die Grimmenerin aber noch nicht. „Ich möchte gerne Lehrerin werden. Vielleicht wird Musik ja ein mögliches Unterrichtsfach“, meint sie.

Raik Mielke

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