Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Blumen und Harken verschwinden spurlos
Vorpommern Grimmen Blumen und Harken verschwinden spurlos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:06 15.05.2019
Kerstin Wollin in einem Blumenmeer auf einem der anonymen Urnen-Gemeinschaftsgräber. Hier verschwinden immer wieder Sträuße und wandern auf andere Gräber. Quelle: Carolin Riemer
Grimmen

Auf dem Alten Friedhof in Grimmen gedenken Angehörige mit einem wahren Blumenmeer den Verstorbenen. Doch so friedlich wie es aussieht, geht es dort nicht immer zu. Immer wieder berichten Menschen, dass Blumensträuße und Pflanz-Schalen von ihren Gedenkstellen verschwinden und wie von Zauberhand auf anderen Gräbern wieder auftauchen.

Blumen „wandern“ auf andere Gräber

Gerade die anonymen Urnen-Gemeinschaftsgräber, auf denen sich dicht an dicht die Sträuße drängen, laden unverschämte Sparfüchse immer wieder dazu ein, Blumen an dieser Stelle zu entwenden und damit die eigenen verstorbenen Angehörigen zu ehren.

Nicht nur der OSTSEE-ZEITUNG ist dieses Problem bekannt, auch in Kerstin Wollins Büro saßen schon oft betroffene Angehörige. „Ich rate ihnen dringend, die Fälle zu dokumentieren und Beweise zu sammeln. Dann sollten sie die Vorfälle unbedingt bei der Polizei anzeigen“, sagt die Verwaltungsangestellte in deren Bereich auch die Friedhofsangelegenheiten fallen. Doch so konsequent sei bislang leider noch niemand gegen den Diebstahl auf den beiden Friedhöfen vorgegangen. Und darum wird sich wohl auch in Zukunft nicht viel ändern.

Auch Harken und Laubbesen werden gestohlen

Nicht nur Blumen verschwinden, auch Harken, Hacken und Laubbesen bekommen auf dem Alten Friedhof und dem Zentralfriedhof oft Beine. Die Friedhofsverwaltung stellt den Angehörigen von Verstorbenen das Material zur Verfügung und möchte ihnen damit das Leben erleichtern. Doch mittlerweile überlegen die Verantwortlichen genau, ob sie immer wieder neue Geräte anschaffen, wenn diese sowieso innerhalb kürzester Zeit gestohlen werden. Sogar Wasser werde auf dem Zentralfriedhof in Kanister gefüllt, mit dem Auto abtransportiert und anscheinend für private Zwecke genutzt, wurde Kerstin Wollin berichtet.

Diese Regeln gelten auf dem Friedhof

Kerstin Wollin möchte auf gewisse Verhaltensregeln, die auf dem Friedhof gelten, hinweisen. Sie bittet beispielsweise um gegenseitige Rücksichtnahme auf den anonymen Urnen-Gemeinschaftsanlagen. Dort, wo sich vor allem auf den jüngeren Anlagen die Blumensträuße dicht an dicht drängen, beanspruchen auch Dekorationen wie Engel-Figuren, Spruchtäfelchen und herzförmige Steine viel Platz. So viel, dass für andere Trauernde kaum noch Platz für eine Blumenvase bleibt. „Es sollte nicht mehr als eine Vase oder eine Pflanz-Schale pro Urne dort abgestellt werden, um allen einen Platz zum dekorieren zu gewährleisten“, wünscht sie sich.

Außerdem weist sie ausdrücklich darauf hin, dass eine Umbettung auf einer Urnen-Gemeinschaftsanlage nicht zulässig ist, weil sie gegen die Totenruhe verstoßen würde. „Haben die Hinterbliebenen eine Bio-Urne aus ökologisch abbaubaren Materialien für den Verstorbenen gewählt, ist das Umbetten auch auf den Wahlgrabstätten nicht möglich.“ Kerstin Wollin weist nicht umsonst daraufhin, es habe in den vergangenen Jahren oft diese Nachfragen gegeben. „Auf den Urnengemeinschaftsanlagen mit Namenstafel ist es übrigens noch immer untersagt, Blumen zu pflanzen. Hier sind nur Sträuße und Pflanz-Schalen erlaubt.“

Informationen zu Liegezeiten, Bestimmungen und die Friedhofsregeln können jederzeit auf einer Informationstafel am Eingang neben dem russischen Ehrenmal eingesehen werden.

Ein eindeutiger Trend

Im vergangenen Jahr fanden auf dem Alten Friedhof 166 Menschen ihre letzte Ruhe in einem Urnengrab – 99 von ihnen auf einer anonymen Urnengemeinschaftsanlage. 35 Verstorbene beziehungsweise die Hinterbliebenen entschieden sich für ein Urnengrab mit Namenstafel, 32 für einer Urnenwahl-Grabstelle, auf der bis zu vier Urnen ruhen dürfen. Auf dem Zentralfriedhof gab es fünf Erdbestattungen und 18 Urnenbeisetzungen (davon 13 anonym). Anonyme Urnengräber sind nach wie vor am beliebtesten.

Carolin Riemer

Grimmen Baum und Leitpfosten gestreift - Unfall auf B 194: Zwei 18-Jährige verletzt

In der Ortschaft Barkow (Gemeinde Süderholz) sind am Dienstagabend ein junger Mann und eine junge Frau verunglückt. Auf der B 194 kamen sie in ihrem VW von der Straße ab, stießen gegen einen Baum und einen Leitpfosten und landeten im Straßengraben. Beide wurden verletzt.

15.05.2019

Viele Vereine präsentieren das Programm beim großen Markttag am Freitag. Mit dabei sind das Hörbiko mit kostenlosen Hörtests und das DRK. Für Stimmung sorgen Kita-Kinder und Otto von Ossen mit Liedern.

15.05.2019
Grimmen Bike-Rock-Car-Weekend in Grimmen - Grimmener möchte einmal die Route 66 fahren

Lothar Möllerke ist mit 67-Jahren das älteste Mitglied des Grimmener Vereins „Engine“. Am Herrentag steigt im Hexenkessel der Trebelstadt die dritte Auflage des „Bike-Rock-Car-Weekends“.

15.05.2019