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Grimmen Diese Jugendlichen retteten 85-Jährigem in Grimmen das Leben
Vorpommern Grimmen Diese Jugendlichen retteten 85-Jährigem in Grimmen das Leben
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18:13 06.11.2019
Ein 85-Jährige rutschte in Grimmen auf dieser Brücke aus und stürzte in die Trebel. Zwei Jugendliche schauten nicht weg. Quelle: Elke Rüster und privat
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Grimmen

Eigentlich wollten Danny Poburski und Jannik Anders nur Mittag essen gehen. Die beiden 16-jährigen Schüler der Regionalen Schule „Robert Koch“ in Grimmen (Vorpommern-Rügen) überlegen gerade, ob sie Lust auf einen Döner haben, als Jannik plötzlich sieht, wie ein alter Herr auf einer Treppe ausrutscht und anschließend kopfüber von einer Fußgängerbrücke in die Trebel stürzt.

Ohne zu zögern, rennen die beiden Freunde los. Obwohl das Wasser an dieser Stelle nur knietief ist, ist der 85-jährige Mann hilflos. Sein Kopf ist unter Wasser und er blutet stark aus einer Platzwunde am Kopf. Während Jannik Anders in den Fluss springt und den Kopf des Mannes über Wasser hält, packen Danny Poburski und zwei weitere Männer ihn an den Armen und ziehen ihn aus der Trebel. Sie rufen Notarzt und Feuerwehr und kümmern sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um den Herren.

„Ich glaub’, der Mann stand etwas unter Schock“

„Als Erstes hat er uns gefragt, wo seine Tasche ist“, sagt Danny Poburski einen Tag nach der Rettungsaktion. Die habe sein Kumpel Jannik tatsächlich einige Meter weiter aus der Trebel gefischt, da sie sich im Gestrüpp verfing. Die beiden Schüler sind seit dem Kindergarten miteinander befreundet, spielen Handball im HSV Grimmen ’92 und haben zusammen einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Der kommt ihnen am Mittwochnachmittag zugute.

Danny Poburski Quelle: privat

„Wir wollten, dass der Mann sich lieber hinsetzt. Aber er sagte, dass seine Hose dann schmutzig werden würde und er schließlich noch mit dem Auto nach Hause fahren müsste.“ Danny lächelt ein bisschen, während er die Worte wiederholt: „Ich glaub’, der Mann stand etwas unter Schock.“ Nach Hause ging es für den Rentner jedenfalls nicht, sondern zunächst ins Krankenhaus.

Ein heißer Kakao auf den Schrecken

An ihr Mittagessen denken die beiden Kumpels nach diesen Ereignissen nicht mehr. Sie holen sich einen heißen Kakao beim Bäcker und fahren nach Hause, um sich die nassen Sachen auszuziehen. Beide gehen sehr still mit dem Erlebten um. Danny erzählt seiner Mutter Dana Poburski aus Grellenberg erst einmal gar nichts von der Rettungsaktion. „Ich habe davon erst erfahren, als am Mittwochmorgen mein Telefon klingelte. Der Anrufer fragte mich, ob ich wisse, was mein Sohn angestellt habe und ich fragte ganz perplex zurück, ob er von der Polizei sei.“ Nein, der Anrufer war ein Journalist vom Radio. Der erklärte der verdutzten Mutter dann, dass ihr Sohn ein Lebensretter sei.

Von Carolin Riemer

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