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Grimmen Diese Tiere im Grimmener Tierpark ziehen bald um
Vorpommern Grimmen Diese Tiere im Grimmener Tierpark ziehen bald um
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15:16 13.05.2019
Der Jagdfasan bewohnt gegenwärtig eine der 40 Jahre alten Volieren im Grimmener Tierpark, die erneuert werden müssen.  Quelle: Almut Jaekel
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Grimmen

Die Goldfasane werden ein neues Zuhause bekommen, auch für Hühner, Waschbären, einige Nager und für die Kükenaufzucht sind moderne Volieren geplant. 40 Jahre und älter sind die jetzigen Käfiganlagen im südlichen Teil des Grimmener Heimattierparks. Und die sollen ab 2020 ersetzt werden. Möglich wird das mit Hilfe von Fördergeldern aus Schwerin und und mit Eigenkapital, das der Tierparkförderverein einwerben will. 1000 Euro gab es dafür jetzt vom Geschäftsführer der Grimmener M&S-Gruppe, Martin Scheitor, 1250 Euro aus dem PS-Lotterie-Sparen der Sparkasse Vorpommern.

Seidenhuhn, Waschbär, Zwergmaus & Co. –im südlichen Bereich des Heimattierparks in Grimmen bewohnen etliche Tiere Volieren, die älter als 40 Jahre sind. Für sie sollen neue Gehege gebaut werden. Hier sind alle betroffenen Tiere zu sehen.

Bereits Ende 2018 war unter anderem der Tierparkfördervereinschef Klaus Wohlfahrt beim Schweriner Landesförderinstitut, um auszuloten, was in Sachen Volierenneubau möglich wird. Herausgekommen ist, dass die Volieren auf der südlichen Seite mit Fördergeld ersetzt werden können. „60 bis 90 Prozent Förderung wurden uns in Aussicht gestellt“, berichtet Wohlfahrt. Voraussetzung: Die Stadt Grimmen stellt den Antrag. „Wir als Förderverein wollen einen Teil der Eigenmittel aufbringen.

Tierparkchefin Christian Trapp mit ersten Zeichnungen zu den Veränderungen im südlichen Bereich des Heimattierparks. Quelle: Almut Jaekel

Daraufhin hat sich Tierparkleiterin Christin Trapp hingesetzt und gezeichnet, geplant und verglichen – gemeinsam mit den Bauamtsmitarbeitern ist so eine erste Kostenschätzung herausgekommen: Etwa 166000 Euro kostet die dringend notwendige Modernisierung. „Die Eigenmittel bei einer lediglich 60-prozentigen Förderung Euro werden wir wohl nicht schaffen“, sagt Wohlfahrt. Ein realistisches Ziel seien jedoch 20- bis 25000 Euro, die der Verein zusammenbekommen will. Bei einer Förderung von unter 90 Prozent müsse dann geschaut werden, ob die Stadt weitere Eigenmittel aufbringen kann oder in zwei Jahresscheiben investiert werden muss. Oder, ob es weitere Möglichkeiten gibt, Eigenmittel einzuwerben.

„Die vorhandenen Volieren in diesem Teil des Tierparks – beispielsweise bei den Fasanen und Hühnern – sind älter als 40 Jahre und teilweise sehr marode“, informiert Christin Trapp. Es müsse dringend etwas getan werden. Alle neuen Ställe werden nach dem gleichen Muster gebaut – jeweils mit einem großen Fenster, durch das die Besucher die Tiere auch im Inneren beobachten können. Bei den Neubauten sollen gleichzeitig Strukturen im Tierpark verändert werden: Eine kleine Mauer ist geplant, über die man die Tiere ganz nah sehen kann, eine überdachte Terrasse, besserer Kontakt zu den Tieren – solche Dinge hat Christin Trapp in ihren Skizzen festgehalten. „Die Waschbären bekommen vielleicht einen kleinen Bachlauf, in dem sie ihr Futter waschen können, plant sie. Wichtig sei, die europäischen Standards bei den Investitionen zu beachten, die gegenwärtig nicht überall eingehalten werden, ergänzt Wohlfahrt.

200 Tiere im Heimattierpark Grimmen

Auf 2,6 Hektar leben im Grimmener Heimattierpark knapp 200 Tiere von 54 verschiedenen Arten.

 Der Grimmener Heimattierpark, der 1957 auf dem ehemaligen Gelände einer Gärtnerei seine Pforten öffnete, hat täglich von neun bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Kinder ab drei Jahren und für Azubi zwei Euro, für Erwachsene vier Euro. Eine Jahreskarte kostet für Kinder ab drei Jahren zehn Euro. Erwachsene zahlen für das Jahresticket 20 Euro.

100 verschiedene und teils geschützte Gehölzarten bestimmen die parkähnliche Anlage des Tierparks.

„Das Geld, das vor Ort im Tierpark sowohl Martin Scheitor als auch der Grimmener Sparkassen-Filialleiter Holger Kelm zusagten, hilft uns sehr“, sagt Klaus Wohlfahrt. Rund 10000 Euro wurden außerdem beim Bau des Schweinegeheges eingespart und können jetzt in diese Projekte investiert werden, verrät er. „Aber wir brauchen mehr, und deshalb mache ich mich jetzt auf die Socken auf der Suche nach Unterstützung“, sagt Wohlfahrt. Denn allerspätestens im Frühjahr 2020 müsse die Gesamtfinanzierung stehen.

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Almut Jaekel

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