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Grimmen Ein Wellchecker fürs Museum
Vorpommern Grimmen Ein Wellchecker fürs Museum
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08:21 28.02.2019
Klaus Wähner (v.l.), Hermann Meyer, Dieter Landes und Mario Trimborn vor dem neuesten Ausstellungsstück im Erdölmuseum Reinkenhagen. Quelle: Almut Jaekel
Reinkenhagen

Rund 600 Kilometer hatte der Transporter hinter sich gebracht, als er auf das Gelände des Erdölmuseums in Reinkenhagen fuhr. Geladen hatte Hermann Meyer, der pünktlich aus Twist bei Lingen nahe der holländischen Grenze in Vorpommern mit seiner Fracht ankam, einen sogenannten „Wellchecker“ – ein großes Gerät, das bei der Erdölförderung das begehrte Medium, das direkt aus der Sonde kommt, in die Bestandteile zerlegt. „So können die einzelnen Anteile von Wasser, Öl und Gas sofort vor Ort bestimmt werden“, erklärte Dieter Landes, der Leiter des Reinkenhäger Erdölmuseums und Vorsitzender des Vereins Erdöl und Heimat, der dieses Museum betreibt. Der „Wellchecker“ ist damit das neueste Ausstellungsstück im hiesigen Erdölmuseum.

Dieter Landes, Vorsitzender des Vereins Erdöl und Heimat: „Das passt gut hierher. Wir hatten hier in Reinkenhagen Mitte der 60er-Jahre auch ein ähnliches Gerät.“ Quelle: OZBILD

Dieses Gerät ist in diesem Fall fest stationiert und selbstfahrend auf einem Mercedes-Lkw und fand einen Platz in der Ausstellung auf dem Außengelände des Museums. Allerdings erst, nachdem die Helfer – neben Dieter Landes war vom Verein Klaus Wähner dabei, außerdem halfen Landwirt Mario Trimborn und ein weiterer Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes, den Mercedes vom Hänger geholt hatten. Dessen Motor gab nämlich zunächst keinen Mucks von sich. Relativ schnell aber hatten die Männer das Problem in Griff, nachdem der Hauptschalter am Fahrzeug gefunden war..

„Auch im Vorfeld hatten wir Unterstützung“, sagte Landes. Die Neptune Energy Lingen, die auch das neue Ausstellungsstück bereitstellte, sponserte ebenso den Transport bis nach Vorpommern. Der Kies als Untergrund für die Stellfläche kam von der Gemeinde Sundhagen und die Fundamentplatten vom Agrarunternehmen.

Exponate im Außengelände des Erdölmuseums. Quelle: (OZ-Archiv

Das Gerät sei noch lange im Einsatz gewesen und gehe jetzt sozusagen in Rente. Und da das Lingener Unternehmen zwei dieser Exemplare habe, stellte es eines dem hiesigen Erdölmuseum zur Verfügung, informierte Landes. „Das passt gut hierher. Wir hatten hier in Reinkenhagen Mitte der 60er-Jahre auch ein ähnliches Gerät, allerdings nicht selbstfahrend und kaum im Einsatz“, erinnerte sich der Vereinsvorsitzende. Mit diesem neuen Ausstellungsstück sei das Außengelände am Museum fast voll, ein weiteres, eine Rettungskapsel, werde allerdings noch erwartet. In Twist gebe es auch ein Erdölmuseum und einen Förderverein, das alles habe sich Landes im vergangenen November vor Ort angesehen. Und was hier in Reinkenhagen doppelt sei, werde auch schon mal dorthin abgegeben, erklärt er die Vorgehensweise, die Ausstellungen immer wieder zu erweitern.

Erdölmuseum Reinkenhagen

Im Juni 1994wurde das Erdölmuseum Reinkenhagen mit Heimatstube eröffnet.

Besucher können auf dem über 6400 Quadratmeter großen Freigelände der ehemaligen Feldzentrale Reinkenhagen Exponate besichtigen, die die Entwicklungsgeschichte der Erdöl- und Erdgasindustrie im Nordosten der DDR und den Werdegang eines ehemaligen volkseigenen Erdölbetriebes von 1962 bis 2001 widerspiegeln.

Adresse: Alte Dorfstraße 10 in Reinkenhagen; ☎ 03 83 28/705 00

Auch unter dem Dach im Museum gibt es neue Exponate, die interessierte Besucher begutachten können: zum Beispiel einen gebastelten Förderturm. Eine Ölsandprobe aus dem kanadischen Athabasca gehört ebenso zu den Neuheiten. Außerdem brachte eine Studentin eine Bergmannsfigur aus Peru mit und auch ein Bohrkern aus dem Irak gehört zu den neueren einzigartigen Ausstellungstücken. Insgesamt sind in und um das Erdölmuseum mehr als 2000 Exponate und technische Denkmale zu sehen, die an die Erdölgeschichte in der Grimmener Region erinnern.

Almut Jaekel

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