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Grimmen Eisenhütten glühten am Pommerndreieck
Vorpommern Grimmen Eisenhütten glühten am Pommerndreieck
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06:50 08.01.2015
Ein Foto von einer Ausgrabung.
Ein Foto von einer Ausgrabung. Quelle: Wolfgang Bähr
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Grimmen

Weil sich Vorfahren der Süderholzer vor 2000 Jahren auf dem heutigen Acker des Pommerndreiecks der Eisenschmelzerei befleißigten, ruhen jetzt auf der Baustelle der Kaufhaus Martin Stolz GmbH die Arbeiten. Jetzt ist ein Teil des Areals, rund 7000 Quadratmeter, in den Händen der Archäologen.

„Was wir hier gefunden haben, zählt zu den ältesten Nachweisen von Eisenverhüttung in Mecklenburg-Vorpommern“, berichtet Archäologe Dirk Röttinger.

Die Grabungsexperten hätten allerdings lieber schon eher gehandelt. Denn bereits Ende November waren auf dem  Gelände vor den Toren Grimmens die Baumaschinen für das künftige Stolz-Domizil zugange.

Schon bei der Aufstellung des Bebauungsplanes hätten die Auswirkungen auf eventuelle Kulturdenkmäler besser geprüft werden müssen, sagt Dr. C. Michael Schirren, Dezernent für urgeschichtliche Gräber, Horte, Befestigungen und Werkplätze beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege.

Keine billige Angelegenheit für den Bauherren, der jetzt für Bergung und Dokumentation der Funde zahlen muss und der im Nachhinein für die bereits begonnenen Arbeiten keine Fördermittel mehr beantragen kann.



Peter Franke