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Grimmen Enger Zweikampf bei Wahl zum Ortsvorsteher
Vorpommern Grimmen Enger Zweikampf bei Wahl zum Ortsvorsteher
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07:25 19.09.2014
Christian Mielke (v.l.) hat die Wahl zum Ortsvorsteher von Siemersdorf gegen Mario Gruse gewonnen. Quelle: Alexander Müller
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Siemersdorf

Neuer Ortsvorsteher in Siemersdorf (Landkreis Vorpommern-Rügen): Herausforderer Christian Mielke (Freie Wählergemeinschaft) hat sich bei einer Einwohnerversammlung am Mittwochabend gegen den bisherigen Amtsinhaber Mario Gruse (CDU) durchgesetzt. Die Wahl war einzigartig in der Region, da die Einwohner von Rekentin, Stremlow und Siemersdorf ihren neuen Ortschef direkt per Handzeichen wählen konnten – das gibt es nirgendwo sonst im Amtsbereich Recknitz-Trebeltal.

Nach einer hitzigen Debatte in den zum Wahllokal umfunktionierten Räumen der Familie Hoth (ehemals ZBE) fiel das Ergebnis dann auch äußerst knapp aus. Der 53-jährige Christian Mielke errang 19 Stimmen, während sich sein 31-jähriger Konkurrent mit nur zwei Stimmen weniger geschlagen geben musste.

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Seit 2004 gehören Rekentin, Stremlow sowie Siemersdorf zur Stadt Tribsees und sind damit Ortsteile der Trebelstadt. Um den kleinen Dörfern auch ein Sprachrohr in der Stadtvertretung von Tribsees zu geben, wird dorthin ein Ortsvorsteher entsandt. Dort ist er allerdings nur Gast und besitzt kein Stimmrecht.

Vor der Abstimmung musste sich Kandidat Mario Gruse viele harte Worte der Einwohner anhören. Sie kritisierten eine Entscheidung, die er vor einigen Wochen getroffen hatte. Damals nahm Gruse sein Mandat als gewählter Stadtvertreter in Tribsees nicht an. „Wir haben dich gewählt und dir das Vertrauen geschenkt. Das hast du nun leichtfertig abgegeben", sagte ein Siemersdorfer.



Alexander Müller