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Grimmen 88-Jährige aus Grimmen um 14 000 Euro betrogen
Vorpommern Grimmen 88-Jährige aus Grimmen um 14 000 Euro betrogen
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16:10 30.09.2019
Polizei bittet: Ältere Mitmenschen immer wieder warnen und aufklären (Symbolbild). Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Grimmen

Schon wieder ist der sogenannte Enekltrick in der Region geglückt: Die Betrüger brachten eine 88-Jährige um 14 000 Euro. Wie die Polizei am Montag meldet, rief bereits am 24. September der „Enkelsohn“ das erste Mal bei der Frau an. Er gab seiner angeblichen Oma zu verstehen, dass er an einem Verkehrsunfall beteiligt gewesen sei und damit er keinen Ärger bekäme, würde er 14 000 Euro benötigen. Nach einigen weiteren Anrufen besorgte die Seniorin schließlich das Geld.

Anrufe im Minutentakt

 Am 25. September vergewisserten sich die Betrüger am Telefon, dass die 88-Jährige tatsächlich im Besitz des Geldes ist. Dazu rief unter anderem auch eine angebliche „Mitarbeiterin eines Autohauses“ an.

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 Schließlich vereinbarten sie am Nachmittag des 25. Septembers die Übergabe des Geldes. Eine unbekannte Frau erschien am vereinbarten Ort und reichte der Seniorin ein Handy, über das sie mit ihrem „Enkel“ sprechen konnte. Schließlich übergab die gutmütige Dame der Frau das Geld. Die Abholerin beschrieb sie als etwa 30 bis 40 Jahre alt, 150 bis 160 Zentimeter groß, braunes Haar zu einem langen Zopf gebunden. Der Phänotypus wurde als mitteleuropäisch beschrieben. Gesprochen habe diese Frau nicht.

Erst am vergangenen Sonnabend fiel der Betrug auf, als echte Verwandte der Frau zu Besuch waren. Sie informierten die Polizei. Die eingesetzten Beamten stellten fest, dass die Geschädigte in den beiden Tagen insgesamt 19 Mal von einer anonymen Nummer - teilweise im Minutentakt - angerufen wurde. Das zeige, wir perfide die Betrüger vorgehen und welchen Druck sie dabei ausüben, teilt die Polizei mit. Sie rät: „Bitte sprechen Sie mit Ihren älteren Angehörigen über die verschiedenen Maschen und warnen Sie sie vor dem Betrug.“

Von Carolin Riemer

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