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Grimmen Mindestens sieben Windräder in Papenhagen: Innogy treibt Pläne voran
Vorpommern Grimmen Mindestens sieben Windräder in Papenhagen: Innogy treibt Pläne voran
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13:47 30.11.2019
2018 entstanden neue Windkraftanlagen südlich von Glashagen. Die Gemeinde Wittenhagen klagte zunächst und einigte sich später mit dem Betreiber. Quelle: Anja Krüger
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Papenhagen

Eigentlich sind es gute Nachrichten für Papenhagen: Die Gemeinde ist bald um 4 000 Euro reicher. Doch für das, was da im hohen Tempo auf sie zurollt, wird dieser Betrag nicht reichen.

Doch von vorn: Im Jahr 2018 hatte die Gemeinde Papenhagen 4 000 Euro als Unterstützung an die Gemeinde Wittenhagen überwiesen. Das Geld sollte für das Gerichtsverfahren verwendet werden, bei dem sich Wittenhagen gegen die Baugenehmigung von Windrädern zur Wehr gesetzt hat.

Wittenhagen zog die Klage später zurück und einigte sich mit dem Betreiber der Windräder außergerichtlich. Teil der Vereinbarung war eine Erstattung von 25 000 Euro für die Gerichtskosten durch den Betreiber an die Gemeinde Wittenhagen.

Papenhagen: Von Vergleich aus Zeitung erfahren

Davon habe sie im September aus der OSTSEE-ZEITUNG erfahren, sagt Papenhagens Bürgermeisterin Kerstin Rossberg (parteilos): „Wir fanden es nur fair, dass Wittenhagen der Gemeinde Papenhagen die 4 000 Euro zurück überweist.“ Ihrem Antrag stimmte die Gemeinde Wittenhagen am Montag zu.

Dazu erläutert Bürgermeister Frederic Beeskow: Grundsätzlich wurde das Geld zwar so eingesetzt, wie es gewünscht war, dennoch habe man sich entschieden, den Betrag zurückzuzahlen. Man arbeite mit Papenhagen eng zusammen und: „Auch dort droht der Bau von Windrädern. Sie werden das Geld brauchen, wenn sie dagegen klagen wollen.“

Zwei Termine der E.ON-Tochter Innogy in Papenhagen

Nach OZ-Informationen haben kürzlich gleich zwei Vorort-Termine mit dem Unternehmen Innogy stattgefunden. Die Tochter des Energiekonzerns E.ON plant mindestens 7 Windräder auf dem Gebiet der Gemeinde Papenhagen zu errichten – auf Flächen, die dem Land und mindestens zwei Landwirten gehören. Der Bauantrag liegt vor.

Am 11. November trafen sich ein Mitarbeiter des Amtes Franzburg-Richtenberg, Bürgermeister Frederic Beeskow und ein Vermessungsingenieur von Innogy. Bei diesem Grenztermin ging es um die Frage von Grundstücksverläufen.

Bereits am 7. November wurde das konkrete Vorhaben Bürgermeisterin Rossberg vorgestellt. Sie betont, dass es bei dem Gespräch nicht um Verhandlungen gegangen sei: „Wir werden nicht kampflos aufgeben. Noch habe das Unternehmen keine Baugenehmigung.“ Und natürlich werde man gegen die Windräder klagen.

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Von Juliane Schultz

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