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Grimmen Sachliche Debatte um Ernst Moritz Arndt in Greifswald
Vorpommern Grimmen Sachliche Debatte um Ernst Moritz Arndt in Greifswald
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08:14 13.09.2019
Gunter Dehnert (Landesmuseum), Kirchenhistoriker Irmfried Garbe und Uniarchivar Dirk Alvermann (Mitglieder der Historischen Kommission für Pommern) vor der Vitrine, sie sich Persönlichkeiten wie Arndt und Schill widmet. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Ernst Moritz Arndt ist nicht nur für Historiker immer noch eine spannende Persönlichkeit. Auf einer Tagung vom 19. bis 21. September werden sich Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus Deutschland und Frankreich im Pommerschen Landesmuseum treffen. Aus Anlass des 250. Geburtstages des ehemaligen Greifswalder Geschichtsprofessors setzen sich Experten aus Deutschland und Frankreich mit dem Thema „Ernst Moritz Arndt in seiner Zeit. Pommern vor, während und nach der napoleonischen Zeit“ auseinander. Sie werden dabei nicht „pommernzentristisch“ vorgehen, sondern auch auf Deutschlands Nachbarn eingehen.

Arndt sei keineswegs ausgeforscht, betonten Dirk Alvermann und Irmfried Garbe, Mitglieder der Historischen Kommission für Pommern, auf einer Pressekonferenz. Der Uniarchivar und der Kirchenhistoriker werden selbst über „Arndt, die Deutschen und die anderen“ bzw. „Arndt und die evangelische Kirche“ vortragen.

Es sei für die sachliche Debatte gut, dass der emotionale Streit um die Weiterführung des Namens Ernst-Moritz-Arndt-Universität der Uni mit sich und ihrer Umwelt beendet sei, schätzt Alvermann ein. „Das war kein Arndt-, sondern ein Namensstreit“, schätzt Garbe. „Das ist nicht unsere Tasse Tee“, so Alvermann. „Wir sollten unverstellt auf die Geschichte schauen.

Mitarbeiter des Historischen Instituts der Uni Greifswald sind nicht unter den Vortragenden. Das habe sich im Laufe der Vorbereitung so ergeben. Unihistoriker sind auch Mitglieder der Historischen Kommission und hätten sich beteiligen können.

„Wir wollen unsere Kenntnisse über eine zentrale pommersche historische Figur versachlichen“, betonte auch Gunter Dehnert für den Mitveranstalter, das Pommersche Landesmuseum.

Die Kiste der Vortragenden ist prominent. Aus Paris reist zum Beispiel zum ersten Vortrag am 20. September um 9 Uhr Indravati Félicité an, um über „Diplomatie und Propaganda. Frankreich, Schweden und Norddeutschland in den Napoleonischen Kriegen“ zu sprechen. Die öffentlichen Abendvorträge von Fritz Petrick zu Schwedisch-Pommern im Geburtsjahr Ernst Moritz Arndts 1769 (19. November) und Pommerns Festungen in der „Franzosenzeit“ (20. September, Gunnar Möller und Felix Biermann) werden sicher das regionale Publikum besonders ansprechen. Das gilt auch für die Exkursion auf Arndts Spuren in Stralsund und dem Barther Land (21. November).

Carte encyprotype de l'Europe. Dediee et presentee a Monsieur. Par H. Brue, Ingenieur-Geographe de S.A. Royale. Dirigee par H. Brue. A Paris, Chez Desray ... (et) Goujon ..., 1816. Quelle: Brue, Adrien Hubert, Kartensammlung der Uni Greifswald

Mehr Infos und Anmeldungen zur Tagung (: https://www.pommersches-landesmuseum.de/aktuelles/veranstaltungen.html)

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Von Eckhard Oberdörfer

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