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Grimmen Forstleute bereiten sich in Abtshagen auf Deutsche Meisterschaft vor
Vorpommern Grimmen Forstleute bereiten sich in Abtshagen auf Deutsche Meisterschaft vor
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15:22 30.04.2019
Forstwirtschaftsmeister Ralf Sodmann vom Forstamt Poggendorf, hier bei der Sägenkettenmontage, startet zum fünften Mal bei den Deutschen Waldarbeitsmeisterschaften. Quelle: Anja Krüger
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Abtshagen

Schrauben lösen, Abdeckung und Sägeschiene ab, Kette wechsel, Kettensäge zusammenbauen – nach etwas mehr als 20 Sekunden hat Ralf Sodmann, Forstwirtschaftsmeister und Ausbilder im Forstamt Poggendorf die Sägenkettenmontage bewältigt. Zufrieden ist der damit nicht. „Ich habe mich mit der Kette verhaspelt“, ärgert er sich. „Aber besser heute, als bei den Deutschen Waldarbeitsmeisterschaften“, fügt er hinzu. Es war nur eine Übung. Zwei Tage lang bereiten sich er und sieben junge Forstleute aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in Abtshagen auf den großen Wettkampf – die Deutsche Waldarbeitsmeisterschaft in Hannover – vor.

Sechs der jungen Männer sind noch Auszubildende, mit Felix Stelter und Johannes Grabbert zwei vom Forstamt Poggendorf. Sie starten in der Altersklasse U(nter)24. Ralf Sodmann selbst und John Martens vom Forstamt Grabow gehen in Hannover in der Profiklasse an den Start. „Insgesamt wird unser Land mit elf Forstleuten bei dem Wettkampf vertreten sein“, berichtet Sodmann.

Disziplinen nach internationalem Standard

Die eigens dafür anberaumte Vorbereitung hat die Landesforstanstalt den Nachwuchskräften erstmals gewährt. Dass fürs Üben der Forstamtswirtschaftshof in Abtshagen auserkoren wurde, macht Ausbilder Sodmann schon etwas stolz. Und auch die Teilnehmer wissen diese Geste zu schätzen, nehmen die beiden Tage ernst. Die Sägenkettenmontage ist nur eine Disziplin von insgesamt fünf die auf dem Ablaufplan für den Wettkampf stehen. Kombinations- und Präzisionsschnitt, Entasten und das Fällen eines Baumes – sämtliche Aufgaben werden an den beiden Tagen geübt. „Die Disziplinen sind internationaler Standard und an der praktischen Arbeit im Wald angelehnt“, berichtet Sodmann. Nur jedes zweite Jahr findet die Deutsche Meisterschaft statt.

Vom 27. bis zum 30. Mai finden in Hannover die Deutschen Waldarbeitsmeisterschaften statt. Insgesamt elf Forstleute aus MV haben sich dafür qualifiziert. In Poggendorf trafen sich die jüngsten Qualifizierten – größtenteils noch Azubis – zur Vorbereitung.

Der Azubi zeigt’s dem Meister

Qualifiziert haben sich die Teilnehmer bei der Landesmeisterschaft – auch diese findet nur jedes zweite Jahr statt – innerhalb der Landwirtschaftsmesse MeLa im vergangenen Jahr. Johannes Grabbert belegte dort den dritten, Felix Stelter den vierten Platz in der U24. Ihr Ausbilder Ralf Sodmann wurde Vierter in der Profiklasse. „NUR Vierter“, sagt er. Aber es hat gereicht für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft, zu der er nun schon zum fünften Mal reist. Seine beste Platzierung dort: Zwanzigster. „Im Gegensatz zu der U24 ist das Teilnehmerfeld in der Profiklasse recht groß. Insgesamt gehen dort rund 100 Teilnehmer an den Start“, berichtet er. Die Zeit von über 20 Sekunden bei der Sägenkettenmontage kann er sich dort nicht leisten. Weder für die Wertung noch fürs Ego. Denn sein Schützling Felix Stelter schafft diese Disziplin in 16,1 Sekunden.

Am 27. Mai wird’s ernst

Noch vier Wochen bleiben den Forstleuten für die Vorbereitung. Am 27. Mai beginnen die Deutschen Waldarbeitsmeisterschaften. Sie sind Bestandteil der LIGNA, einer Fachmesse zum Thema Holzverarbeitung und Holzbearbeitung, in Hannover. „Ich denke, wir aus MV sind dort die Underdogs. Mein Ziel ist es, eine gute Platzierung zu erreichen, möglichst im oberen Mittelfeld“, sagt U24-Landesmeister Martin Brömme.

Anja Krüger

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