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Grimmen „Für mich war es immer eine Wohlfühloase“
Vorpommern Grimmen „Für mich war es immer eine Wohlfühloase“
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10:12 12.07.2019
Annelies Schleicher (79) bewirtschaftet seit 47 Jahren einen Garten im Kleingartenverein "Am Wasserwerk". Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

Auf 600 Quadratmetern hat sich Annelies Schleicher in den vergangenen 47 Jahre eine blühende Wohlfühl-Oase erschaffen. In ihrer Parzelle im Kleingartenverein „Am Wasserwerk“ trifft man die 79-jährige Trebelstädterin täglich an. „Es macht mich einfach glücklich, hier mitten in der Natur die Zeit zu genießen“, sagt sie.

„Es gab Zeiten in Grimmen, da waren Gärten eine Rarität“

Vor fast fünfzig Jahren waren Annelies Schleicher und ihr bereits verstorbener Ehemann auf der Suche nach einem Garten in der Trebelstadt. „Damals war es gar nicht so einfach eine Parzelle zu bekommen. Jeder wollte einen grünen Wohlfühlort und so wurden freie Flächen zur Rarität“, erinnert sich die Naturliebhaberin. Doch mit ein bisschen Glück findet das Paar einen schönen Garten im heutigen Kleingartenverein „Am Wasserwerk“. „Ich hatte mich sofort in die Arbeit im Garten verliebt. Wir haben drei Kinder und als Familie haben wir schon damals die Zeit in der Natur genossen“, beschreibt Annelies Schleicher.

„Alles was angebaut wurde, haben wir auch verarbeitet“

Doch natürlich war es mit drei Kindern und zwei berufstätigen Erwachsenen eine zusätzliche Belastung. „Dies hat man damals aber nicht so gesehen. Die Gartenarbeit hat ganz einfach sehr viel Spaß gemacht“, betont die sympathische Rentnerin. Wie Annelies Schleicher erzählt, kam es so nicht selten vor, dass es nach getaner Arbeit im Job, in den Abendstunden mit Taschenlampe „bewaffnet“ in die Beete ging. „Es wurde ja insbesondere zu DDR-Zeiten alles verarbeitet. Alles was wir angebaut haben, wurde gemostet, eingekocht oder eben frisch gegessen“, beschreibt sie und sagt: „Dies habe ich mir bis heute auch so beibehalten. Was angebaut wird, wird auch verarbeitet. So einen Geschmack wie im eigenen Garten, bekommt man im Supermarkt nicht zu kaufen.“

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In der Redaktion in der Bahnhofsstraße 11 können Sie zudem gerne am Montag von 10 Uhr bis 14 Uhr und am Donnerstag von 14 Uhr bis 16 Uhr vorbeischauen und uns Ihre „Garten-Giganten“ 2019 präsentieren.

„Sprung in den Garten-Pool war beinahe wie Urlaub“

Doch ein Garten ist nicht nur zum Arbeiten da! „Ich habe auch gerne einfach mal die Seele baumeln lassen“, sagt die Trebelstädterin. Am besten ging dies mit einem Sprung in den eigenen Pool. „Wir haben uns gleich nach der Wende ein Becken eingraben lassen. Zu dieser Zeit haben wir in den Sommermonaten gerne auch Mal eine Nacht in der Laube verbracht. Wenn einem morgens dann die Sonne geweckt hat, und der erste Weg des Tages in den Pool führte, war dies beinahe wie Urlaub“, beschreibt Annelies Schleicher ausführlich.

„Auch die schönste Zeit hat irgendwann ein Ende“

Wenn die 79-Jährige von ihrem Garten erzählt, hat sie ein Lächeln im Gesicht. Die 600 Quadratmeter große Fläche ist super gepflegt. Neben Hunderten Blumen, ist die Anbaufläche immer noch komplett bepflanzt. Kartoffeln, Erdbeeren, Bohnen, Möhren, Zwiebel und alles was das Gärtner-Herz liebt, wachsen so auf ihren Beeten. „Aber es fällt einem immer schwerer. Ich bin so dankbar, dass es hier Leute gibt die einem helfen“, freut sie sich und sagt: „Ich bin schon ein wenig traurig, dass dies nun die letzte Saison ist.“ Zum Jahresende hat Annelies Schleicher ihren Pachtvertrag nämlich gekündigt. „Auch die schönste Zeit hat irgendwann ein Ende. Auch wenn ich aktuell noch ein wenig Angst vor diesem Schritt habe und mich frage, wie ich mich ab dem kommenden Jahr beschäftige. Ich möchte meinen Garten abgeben, wo er noch sehr gepflegt ist“, betont sie. Doch ganz ohne eigens angebautes Gemüse wird es nicht gehen. „Ich habe mir schon überlegt, was ich alles auf meinem Balkon anbauen kann“, sagt sie schmunzelnd.

Dies sind die Kategorien der OZ-Gartenolympiade 2019:

Kategorien der OZ-Gartenolympiade

Raik Mielke

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