Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Fürstliche Besuche in Grimmen
Vorpommern Grimmen

Fürstliche Besuche in Grimmen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:08 06.01.2020
Pastor Wolfgang Schmidt schenkte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel das Buch über kirchliches Leben in Vorpommern. Quelle: OZ-Grimmen
Anzeige
Grimmen

Knapp 850 Seiten umfasst der gewichtige Band von Haik Porada und Wolfgang Schmidt als Herausgeber, der in diesem Jahr unter dem Titel „Kirchliches Leben zwischen Trebel und Strelasund“ veröffentlicht wurde. Beiträge zur Geschichte des Kirchspiels und der Synode Grimmen aus mehreren Jahrhunderten spiegeln das Leben im ehemaligen Kirchenkreis Grimmen in 40 Beiträgen wider, der ab Mitte des 16. Jahrhunderts der Mittelpunkt des geistigen Lebens zwischen Stralsund, Greifswald und Tribsees war.

Die Geschichte der Grimmener Synode, die einzelnen Pfarrkirchen sowie ihre Ausstattungen nehmen mehrere Beiträge des Werkes ein. Dabei geht es unter anderem um die Reinkenhäger Achatkanne, Glasmalereien und heraldische Spuren. Baugeschichte, Landesgeschichte - inklusive fürstlicher Besuche in Grimmen – sowie ausführliche Beiträge zur regionalen Kirchengeschichte füllen den Band.

Fürstliche Besuche gab es einige in Grimmen, beschreibt Joachim Krüger in seinem Beitrag zum Buch. Allerdings scheint der berühmte schwedische König Gustav II Adolf nie in der Trebelstadt gewesen sein, obwohl auch Grimmen 1631 auf einem Flugblatt als eine der 103 von ihm eroberten Städte aufgeführt wird. In Barth, Wustrow, Wolgast, Stralsund, Demmin und Loitz sind königliche Besuche verbrieft. Tribsees und Grimmen werden zwar ebenfalls von den schwedisch-königlichen Truppen eingenommen, allerdings wohl nicht unter Leitung des Königs selbst, heißt es im Beitrag. Und so lasse sich auch kein persönlicher Besuch Gustav II. Adolfs in Grimmen nachweisen.

„Im Zeitraum zwischen 1710 und 1715 sind nicht weniger als sechs Könige inklusive des russischen Zaren auf vorpommerschem Boden nachweisbar“, schreibt Joachim Krüger über die Zeit des Großen Nordischen Krieges. Der schwedische König Karl XII., sein Verbündeter, der vertriebene polnische Gegenkönig zu August II., Stanislaw Leszcynski, der dänisch-norwegische König Friedrich IV., Zar Peter I., August II. als König von Polen-Litauen und Kurfürst von Sachsen und König Friedrich Wilhelm I. von Preußen gehörten dazu.

Im Pommernfeldzug ab 1711 schließlich spielte dann auch Grimmen eine Rolle: „Die schwedischen Truppen wurden von Carl Gustav von Dücker befehligt, der sein Hauptquartier in Loitz aufschlug. Das pommersche Reiterregiment wurde nach Grimmen verlegt“, schreibt Krüger auf Seite 459 des Werkes. Schließlich mussten sich die Armeen zurückziehen, zurückblieb aber ein dänisches Korps mit etwa 15 000 Mann. Der dänische Stab nahm sein Hauptquartier in Grimmen. Vier Bataillone wurden in und um die Stadt verteilt. Auch in Tribsees, Kirch Baggendorf und Grellenberg wurden 1712 Einheiten stationiert.

Kirchliches Leben zwischen Trebel und Strelasund

Das Buch „Kirchliches Leben zwischen Trebel und Strelasund“ der Herausgeber Haik Thomas Porada und Wolfgang Schmidt ist in diesem Jahr erschienen.

 In 40 Beiträgen verschiedener Autoren geht es um die Geschichte des Kirchspiels und der Synode Grimmen.

 Erhältlich ist es unter anderem im Kirchenbüro in der Grimmener Domstraße. ISBN 978-3-86935-356-2,

Preis: 49,90 Euro

Die ständigen Einquartierungen und die Übergriffe der Soldaten hatten in den Jahren 1711/12 zu einer Verelendung der Grimmener Bevölkerung geführt, heißt es im Buch weiter. Einwohner sowie Synodale aus Grimmen und Abtshagen – das Dorf war zu großen Teilen zerstört – flüchteten nach Stralsund. Das Pfarrhaus von Vorland war vollständig geplündert worden.

1715 kam der Pommernfeldzug nach Grimmen zurück, und damit kam es auch zum einzigen nachgewiesenen Besuch eines Königs in Grimmen: Ziel war die endgültige Vertreibung der Schweden vom Reichsboden. Am 11. Juli 1715 erreichte die preußisch-sächsische Armee Grimmen und Friedrich Wilhelm I. ordnete an, bei Grimmen ein Marschlager zu errichten. Joachim Krüger: „Der König selbst zog durch die Stadt.“

Von Almut Jaekel

Klevenow, Rakow, Elmenhorst, Abtshagen, Reinkenhagen und Bartmannshagen: Am Freitag und Sonnabend wird in den Dörfer rings um Grimmen mit Traditionsfeuern für Gemütlichkeit gesorgt.

06.01.2020

Weil ein 32-Jähriger und eine 29-Jährige am Rewe-Markt in der Friedrichstraße in Grimmen Alkohol tranken, wollte ein Wachmann die Beiden am Freitagabend des Platzes verweisen. Die Situation eskalierte.

06.01.2020
Grimmen Ein Highlight für alle Fans des Budenzaubers Zuschauerrekord beim 13. Handelshof-Vorpommern-Cup

Ehemalige Profi-Kicker wie Torsten Mattuschka oder Marco Gebhardt zauberten am Wochenende beim 13. Handelshof-Vorpommern-Cup auf dem Parkett der Grimmener Sporthalle „Südwest“.

05.01.2020