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Grimmen GCC vor dem Aus: Großes Finale steigt am 11.11.
Vorpommern Grimmen GCC vor dem Aus: Großes Finale steigt am 11.11.
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14:34 31.08.2017
Der GCC sorgte immer für Stimmung. Im November schlüpfen die Narren zum letzten Mal in ihre Kostüme. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

Ein wahrscheinlich letztes Mal wird am 11.11. der Schlachtruf „Trebel pütt, pütt - hinein“ des Grimmener Carnevalclubs durch das Stadtkulturhaus „Treffpunkt Europas“ schallen. Nach 36 Jahren wird sich der Verein zum 31. Dezember auflösen. Doch vorher soll es ein Finale geben, dass den Grimmenern noch lange in Erinnerung bleiben soll. GCC-Präsident Carsten Komoss und Vorstandsmitglied Thorsten Böttcher verraten im OZ-Interview, worauf sich die Besucher freuen können.

Nach 36 Jahren löst sich der Grimmener Carnevalclub auf. Doch sang- und klanglos treten die Narren der Stadt doch sicher nicht ab – oder?

Carsten Komoss: Auf keinen Fall! Am 11.11.2017 wollen wir es noch ein letztes Mal so richtig krachen lassen. Wir laden dafür alle Grimmener ein, damit es für diesen Traditionsverein, der für so viele tolle Veranstaltungen in den letzten fast vier Jahrzehnten verantwortlich war und mehrere Generationen unterhalten hat, einen würdigen Abschluss gibt.

Wie viel Wehmut schwingt mit und worin sehen Sie die Gründe, dass närrisches Treiben in Grimmen einfach nicht mehr funktioniert?

Thorsten Böttcher: Es gibt verschiedene Gründe. Zum einen gab es einfach einen Interessenwandel. Immer mehr jüngere, aber auch ältere Leute unterhalten sich anders. Carnevalclubs funktionieren heutzutage einfach nur noch da, wo es keine weiteren kulturellen Höhepunkte gibt, wie beispielsweise im ländlichen Raum. Zudem fehlt es uns an neuen Mitgliedern. Wir sind einfach zu wenige geworden, um die aufwändigen Veranstaltungen in der Freizeit stemmen zu können.

Wie sah denn die Entwicklung der letzten Jahre aus?

Carsten Komoss: Wir wollten ja gar nicht mehr an die 1980er-Jahre denken, als bei zwei Veranstaltungen 900 Leute ins Stadtkulturhaus strömten und es Karten nur durch gute Beziehungen gab. Aber, dass zuletzt nur noch 30 Leute im großen Saal waren, ist einfach auch frustierend und einer der Gründe, warum der Verein nun die Konsequenzen daraus zieht und sich auflöst.

Worauf können sich die Besucher denn zum Finale freuen und wie lautet das Motto des letzten Events?

Carsten Komoss: Unter dem Motto ’GCC e.V. ade – Das Beste kommt zum Schluss’ laden wir am 11.11.2017 ab zehn Uhr zum carnevalistischen Frühschoppen in den ’Treffpunkt Europas’ ein. Neben der Grimmener Blasmusik und vielen Sketchen aus den vergangenen Jahren wird es ein kulinarisches Highlight geben. Ähnlich wie bei den Bier- und Schlachtefesten wird Fleischermeister Petereit deftige Gerichte anbieten. Der Eintritt zur Veranstaltung, die bis 14 Uhr geht, ist frei. Wir hoffen, dass an diesem Samstag der Saal sprichwörtlich aus allen Nähten platzt.

Und abends geht es dann weiter?

Thorsten Böttcher: Ab 20 Uhr findet der Nachtwäscheball statt. Die 450 zur Verfügung stehenden Karten sind so gut wie weg. Wer bei unserem Finale noch dabei sein möchte, sollte sich im Stadtkulkturhaus schnell noch ein Ticket sichern. Es lohnt sich, denn wir haben viele Überraschungen vorbereitet.

Almut Jaekel

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