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Grimmen Geistig Verwirrter lädt am Greifswalder Busbahnhof Kinder zu einem „Abenteuer“ ein
Vorpommern Grimmen Geistig Verwirrter lädt am Greifswalder Busbahnhof Kinder zu einem „Abenteuer“ ein
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15:22 13.09.2019
Ein unbekannter Mann lud am Donnerstagnachmittag am Greifswalder Busbahnhof Süd Schulkinder zu einem „Abenteuer“ ein. Quelle: Tilo Wallrodt
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Grimmen/ Greifswald

Ein besorgter Vater meldete sich am Donnerstagabend telefonisch in der Redaktion der OSTSEE-ZEITUNG: Am Donnerstagnachmittag gegen 13.30 Uhr wurden seine sechsjährige Tochter aus dem Raum Grimmen sowie zwei Jungen im Alter von sechs und zehn Jahren am Greifswalder Busbahnhof Süd von einem unbekannten Mann mittleren Alters angesprochen.

„Wollt ihr mit mir ein Abenteuer erleben?“

Der Mann fragte die Kinder „ob sie schon einmal ein Abenteuer erlebt“ hätten und weiterhin: „Ob sie mal ein Abenteuer mit ihm erleben möchten?“ Die Kinder reagierten richtig und ließen sich auf kein weiteres Gespräch ein.

Der Mann habe dunkle Haare und eine grüne Jacke getragen. Der Vater wird eine Anzeige bei der Polizei erstatten und bittet andere Eltern, ihre Kinder eindringlich zu warnen.

Am Freitagnachmittag berichtet die Polizei, dass Schutz- und Kriminalpolizei allen Hinweisen nachgegangen sei. Sie haben die Hinweisgeber und mehrere Kinder an der Bushaltestelle befragt. Ergebnis der Ermittlungen ist, dass die Kinder wie dargestellt von einem Herrn angesprochen wurden, dieser aber höchstwahrscheinlich verwirrt bzw. geistig eingeschränkt sein könnte. Die Polizei Greifswald wird die Bushaltestelle und den umliegenden Bereich intensiv, vor allem zu Schulbeginn und nach Schulende bestreifen.

Auch in Levenhagen/ Jarmshagen gab es Hinweise

Unabhängig davon meldet das Landeskriminalamt Anklam, dass am gleichen Tag Kinder in Levenhagen/ Jarmshagen von einem Mann im weißen Transporter angesprochen wurden. In den sozialen Netzwerken sei bereits intensiv auf diesen Sachverhalt hingewiesen worden. Dabei wurde auch das amtliche Kennzeichen des Fahrzeuges erwähnt und vor dem Fahrzeug sowie der Person gewarnt. Die Beamten des Polizeihauptreviers Greifswald gingen bereits den ersten Hinweisen intensiv nach und konnten den besagten Mann ermitteln. Dieser konnte den Beamten gegenüber glaubhaft erklären, dass er aus beruflichen Gründen in dem Bereich unterwegs und auf dem Weg zu einem Auftrag war. Da er eine konkrete Adresse nicht finden konnte, sprach er Kinder an.

Keine Gerüchte verbreiten

Ein Anfangsverdacht für eine Straftat sei in dem Fall nicht gegeben. Die polizeilichen Ermittlungen wurden daraufhin eingestellt. Polizei bittet in diesem Zusammenhang, sich nicht an Gerüchten und Spekulationen zu beteiligen. Auch das Verbreiten von Angaben zu Personen, Fahrzeugen, amtlichen Kennzeichen etc. sollte mit Vorsicht vorgenommen werden, da sich die Personen selbst strafbar machen können, wenn sich der Sachverhalt nachweislich als Missverständnis darstellt. Fälle, in denen Kinder verdächtig angesprochen werden, werden durch die Polizei und andere Behörden stets intensiv geprüft. Sollten sich in solchen Fällen Annahmen bestätigt haben, so wird die Polizei die Öffentlichkeit in geeigneter Form darüber informieren.

Von Carolin Riemer

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