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Grimmen Glashagen: Pfadfinder beleben seit 20 Jahren das Gutshaus
Vorpommern Grimmen Glashagen: Pfadfinder beleben seit 20 Jahren das Gutshaus
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16:25 31.07.2019
Claudia Gaschler (29), Hauptamtliche vom Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern vor dem Gutshaus in Glashagen. Dieses nutzen die Pfadfinder inzwischen seit 20 Jahren. Quelle: Raik Mielke
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Glashagen

Stolz zeigt Claudia Gaschler die Räume des Gutshauses in Glashagen. Die hauptamtliche Mitarbeiterin des Vereins „Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern“ freut sich, dass es in dem kleinen Ort nahe Grimmen seit nunmehr 20 Jahren einen zentralen Anlaufpunkt für alle Pfadfinder des Bundeslandes gibt.

Von der Idee eines Pfadfinderzentrums zum Gutshaus in Glashagen

„Die Mitglieder unseres Pfadfinderbundes verteilen sich von Ückermünde bis Zarrentin und von Wiek bis Mirow und haben seit jeher den Wunsch gemeinsam zu lesen, zu arbeiten, zu bauen, zu spielen, zu musizieren und Spaß zu haben“, erklärt Claudia Gaschler und erklärt: „Um dies realisieren zu können, waren unsere Treffpunkte früher Jugendherbergen. Dabei haben wir oft feststellen müssen, dass diese sich in Preis und Freizeitgestaltung nicht an Jugendlichen orientieren können. Dadurch entstand bei uns der Wunsch, auch ein Haus zu haben, wo wir Gastgeber sein können.“

Durch die Hilfe einiger Eltern wurde so vor genau 20 Jahren das Gutshaus in Glashagen bei Grimmen gefunden.

In Glashagen bei Grimmen haben die Pfadfinder des Landes Mecklenburg-Vorpommern hier Heim gefunden. Im Gutshaus finden immer wieder tolle Aktionen statt.

Perfekte Bedingungen für große Treffen

Das aus Backstein gemauerte Haus und seine Anbauten standen jedoch viele Jahre leer. „Die Bausubstanz war aber noch in einem guten Zustand. In vielen Zimmern befanden sich noch alte Öfen. Von hieraus starteten die Aktionen zur Rekonstruktion der restlichen Räume“, erinnert sich Claudia Gaschler zurück.

Im Erdgeschoss entstanden Werkstätten und Lagerräume. Außerdem befinden sich hier die neuen Sanitärräume und die Sauna.Im ersten Stock liegen der große Saal, das Polarfahrerzimmer, die Bibliothek, der Orient-Raum und die Küche. Im zweiten Stock sind sieben Schlafräume mit rund 40 Betten eingerichtetUm das Gutshaus herum gibt es eine Wiese zum Zelten, ein Backhaus, eine Schmiede, einen Pavillon und eine große Holzbühne.

„Unser Gutshaus sehen wir Pfadfinder auch deshalb als unser Gutshaus, weil wir auch immer wieder am Ausbau und der Instandhaltung des Gutshauses mitwirken. So weit dies möglich ist, werden alle Arbeiten von und mit Jugendlichen erledigt. Besonders hilfreich war hierbei das Jahr 2002. Damals besuchten uns sehr viele Wandergesellen aus den verschiedensten handwerklichen Bereichen. Dies war ein absoluter Glücksfall von dem wir noch heute profitieren“, beschreibt Claudia Gaschler ausführlich.

Ein Ort für junge Leute

Doch in den Sommermonaten ist in Glashagen gar nicht so viel los. „Wir Pfadfinder sind in der Sommerzeit oft unterwegs. Unsere Sippen, die aus jeweils acht Leuten bestehen, besuchen in den ersten drei Ferienwochen immer die verschiedensten Länder der Welt. Ausgerüstet sind sie hierbei lediglich mit einem Zelt. So kann man viel mehr vom jeweiligen Land erkunden“, findet die hauptamtliche Mitarbeiterin des Pfadfinderbundes.

„Das Gutshaus ist aber immer wieder unser zentraler Anlaufpunkt. Hier treffen sich die Jugendlichen im Alter von zehn bis Anfang 20 Jahre“, sagt Claudia Gaschler.

Immer wieder auf Wanderschaft

Regelmäßig gehen die einzelnen Sippen dann auf Erkundungstour. „Sie verpacken alles Notwendige in einen Rucksack und schlafen, essen, singen und leben dann in der Kohte, einem lappländischen Zelt, in dem man Feuer machen kann. Die Natur wird wandernd entdeckt. Der Reiz darin besteht, unabhängig und mit wenigen Dingen immer wieder neue Situationen, Gegenden und Menschen zu erleben“, erklärt Claudia Gaschler.

Der nächste größere Ausflug ist in den Herbstferien geplant. Dann geht es mit 120 Leuten ab in die Alpen.

Das Gutshaus in Glashagen

Glashagen war eine Domäne des Preußischen Staates. Ab 1894 war Ernst Kroos Pächter.

Im gleichen Jahr brannte das alte Gutshaus ab und es wurde bis 1895 das neue Gutshaus in seiner heutigen Form erbaut.

Nachdem Ernst Kroos 1924 verstarb, führte vorerst seine Frau das Gut weiter, später übernahm sein Sohn den Betrieb.

1945 musste die Familie das Gut verlassen.

Während der DDR-Zeit waren im Gutshaus 7 Wohnungen und eine Verkaufsstelle eingerichtet.

Raik Mielke

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