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Grimmen Grammendorf: 21 Kandidaten wollen in die Gemeindevertretung
Vorpommern Grimmen Grammendorf: 21 Kandidaten wollen in die Gemeindevertretung
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07:00 24.04.2019
Kommunalwahl 2019 in Grammendorf: 21 Kandidaten buhlen um einen der acht Sitze in der Gemeindevertretung. Quelle: Raik Mielke
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Grammendorf

Die Kandidaten für die am 26. Mai zu wählende 8-köpfige Grammendorfer Gemeindevertretung stehen fest. 21 Kandidaten sind vom Gemeindewahlausschuss bestätigt worden. 11 Frauen und Männer stehen auf der Liste der Christlich Demokratischen Union (CDU), acht auf jener der Wählergemeinschaft Grammendorf. Antreten werden bei der Kommunalwahl in Grammendorf zudem jeweils ein Kandidat der Partei Die LINKE, sowie der Sozialdemokratischen Partei.

„Laut vorläufiger Zahl sind in der Gemeinde Grammendorf, zu der die Ortsteile Grammendorf, Dorow, Keffenbrink, Nehringen und Rodde gehören, 452 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl der neuen Gemeindevertretung aufgerufen“, informiert die stellvertretende Gemeindewahlleiterin vom Amt Recknitz-Trebeltal, Ute Schmidt.

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Udo Peters (CDU): „Das Begonnene zu Ende führen“

In Sachen zukünftiger Bürgermeister, der neben den acht Vertretern als neunte Person in die Gemeindevertretung einziehen wird, gibt es in der Gemeinde nur einen Kandidaten. Der amtierende Bürgermeister Udo Peters möchte das Amt eine weitere Legislaturperiode bekleiden. Wie der Christdemokrat selber erklärt, soll dies seine letzte Amtszeit werden. „Wir haben in den letzten Jahren viele Projekte angestoßen. Diese möchte ich nun auch bis zum Ende begleiten“, sagt der 62-jährige Diplom-Agraringenieur. Konkret geht es dem 62-Jährigen um folgende thematische Schwerpunkte. „Ich möchte die Gemeinde in Sachen Tourismus weiter voranbringen. Wir haben insbesondere durch den Trebel-Standort Nehringen tolle Möglichkeiten. Diese gilt es zu nutzen“, sagt er. Wichtig hierfür sind weitere Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde. „Wir haben mit der Sanierung unserer Straßen bereits begonnen. Dies muss weitergeführt werden. Zudem ist es sehr wichtig auch in Sachen Radwege weiter dranzubleiben, um noch mehr Leute in unsere Region zu locken“, findet Udo Peters. Wie der Christdemokrat betont sei es für die Gemeinde Grammendorf eminent wichtig, immer wieder aufs Neue für den Erhalt der Kindertagesstätte und Schule einzustehen. „Unser Nachwuchs hat diesbezüglich optimale Bedingungen. Es ist insbesondere für junge Leute ein wichtiges Kriterium, um sich für ein Leben in unserer Gemeinde zu entscheiden. Ein erster Meilenstein der kommenden Amtszeit soll für Udo Peters der Neubau der Verkaufsstelle werden. „Dies ist sehr wichtig. Wir brauchen einen schönen Dorfladen um unsere Bewohner zu versorgen und ihnen einen Anlaufpunkt zu schaffen“, findet der Bürgermeister Kandidat.

Udo Peters (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Grammendorf und einziger Kandidat auf das Bürgermeister-Amt. Quelle: Raik Mielke

Ingrid Hoffmann (Die LINKE): „Bedingungen schaffen, damit Leute herziehen“

Seit fünf Jahren engagiert sich Ingrid Hoffmann in der Grammendorfer Gemeindevertretung. Die einzige Kandidatin der Partei Die LINKE wünscht sich eine Dorfmitte. „Hierfür ist der Dorfladen entscheidend. Der Neubau ist notwendig und ein wichtiger Schritt die Gemeinde zusammenzuführen“, findet die 62-Jährige. Damit die älteren Bewohner auch weiterhin in Grammendorf leben können und man junge Leute für den Standort begeistern kann, müssen laut Ingrid Hoffmann weitere Voraussetzungen geschaffen werden. „Es wird in den nächsten Jahren wichtig sein, einen Arzt in unmittelbarer Nähe zu haben. Da zudem die Anbindung in Sachen Busverkehr sehr unzureichend ist, braucht die Gemeinde auch Friseure, Physiotherapeuten und andere Dienstleister vor Ort“, findet sie.

Ingrid Hoffmann (Die LINKE) Quelle: Privat

Zum ersten Mal lässt sich Steffi Hagen aufstellen. Die Kandidatin der Wählergemeinschaft Grammendorf sieht insbesondere in Sachen „Freizeitgestaltung für Jung und Alt“ noch jede Menge Nachholbedarf. „Für unsere Gemeinde würde ich mir beispielsweise einen Gemeinderaum wünschen, in dem man Geburtstage feiern kann, es Skatturniere, Bastelnachmittage und andere Aktivitäten gibt. Einfach gesagt: Mehr Freizeitangebote für alle“, sagt sie. In Sachen Sicherheit für jung und alt, wünscht sich Steffi Hagen im Bereich der Schule eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf das Tempo 30. Zudem sei es enorm wichtig einen Radweg zu schaffen, der die Gemeinde mit dem gut ausgebauten Radwegenetz der Umgebung verbindet.

Steffi Hagen, Wählergemeinschaft Grammendorf Quelle: Privat

„Mir wäre es enorm wichtig, mit der zukünftigen Gemeindevertretung ein Entwicklungskonzept zu erstellen“, sagt Olaf Schnelle. Der Diplom-Ingenieur für Gartenbau sieht dies als wichtigen Schritt an, um die Gemeinde voranzubringen. „Bevor man ein Projekt nach dem anderen anstößt, sollte man genau klären, wohin sich die Gemeinde langfristig entwickeln soll“, sagt er.

Olaf Schnelle (CDU) Quelle: Franke Peter

Kommunalwahl in Grammendorf: Die Kandidaten

Christlich Demokratische Union Deutschlands

Udo Peters, Diplom Agraringenieur

Werner Kroll, Landwirt

Olaf Schnelle, Diplom Ingenieur Gartenbau

Angela Matthies, Verkäuferin

Thomas Koch, Fleischermeister

Robert Bernhardt, Fachkraft für Agrarservice

Matthias Müller, staatlich geprüfter Techniker

Hans-Joachim Stark, Elektriker

Dietlind Beth, Angestellte Landwirtschaft

Dabine Niebuhr, Rentnerin

Bärbel Hövelmann, Postzustellerin

Die LINKE

Ingrid Hoffmann, Angestellte

Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Henryk-Jerzy Wesolek, Rentner

Wählergemeinschaft Grammendorf

Sigrid Schlutt, Diplom Betriebswirtin

Dr. Linda Seidel-Lass, Agrarökonomin

Steffi Hagen, Agrarökologie

Danielle Kiers, Kita-Leiterin

Mareen Voß, Betreuungskraft

Jens Simon, Kfz-Mechatroniker

Marlies Bohm, Rentnerin

Wolfgang Teubert, Elektromonteur

Raik Mielke