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Grimmen Grimmen: CDU fordert schnellen Ausbau des Radwegenetzes
Vorpommern Grimmen Grimmen: CDU fordert schnellen Ausbau des Radwegenetzes
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13:15 09.09.2019
Die Einheimischen rund um Griebenow kämpften 25 Jahre lang, unter anderem mit Demonstrationen, für den Bau des Radweges zwischen Groß Bisdorf und Greifswald. Im Sommer begann der Bau dann endlich. Quelle: Walter Scholz (Archiv)
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Grimmen

Dem Grimmener Ortsverband der CDU reicht es! „Wir machen jetzt Druck im Kreistag, damit in unserer Region endlich etwas in puncto Radwegebau passiert“, sagt Marco Jahns stellvertretend für seine Fraktion.

Schlusslicht in der Statistik

Dass Vorpommern und vor allem Grimmen, Süderholz und Sundhagen das Schlusslicht in der Statistik sind, möchte sich niemand mehr gefallen lassen. „Nirgendwo sonst ist das Radwegnetz so schlecht, wie bei uns. Wenn in Vorpommern schon nicht auf den Industriezweig gesetzt wird, und uns die Politik zum Tourismus-Land deklariert, dann gehören auch Radwege dazu. Die sind aber auch für unsere Einheimischen sehr wichtig.“

Antworten und Taten gefordert

Die Mitglieder der CDU trafen sich jüngst zu einer Mitgliederversammlung und mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden. Dort arbeiteten sie gemeinsam einen Antrag aus, der nun im Kreistag eingereicht wird. „Wir erwarten Antworten und Taten. Ansonsten sehen noch nicht mal unsere Kinder ein anständig ausgebautes Radwegenetz und niemand möchte, dass sie auf viel befahrenen Landes- und Bundesstraßen radeln müssen“, macht Jahns seinem Ärger Luft.

25 Jahre Kampf für Radweg in Süderholz

Besonders wenn er daran denkt, dass die Gemeinde Süderholz mehr als 25 Jahre lang für einen Radweg zwischen Groß Bisdorf und Greifswald kämpfen musste, platzt ihm der Kragen. Mit Fahrraddemonstrationen und anderen Aktionen machten die Einwohner, besonders nach einem schrecklichen Verkehrsunfall, bei dem ein Radler fast das Leben verlor, auf die Missstände aufmerksam. Seit dem Sommer wird immerhin an dem ersten Abschnitt des verbindenden Radler-Weges gebaut.

Lückenschluss dringend benötigt

Aber es gibt noch andere Gefahren-Stellen, die nicht nur Marco Jahns und den lokalen Politikern, sondern auch Bürgermeistern, besonders unter den Nägeln brennen. „Zwischen Schönwalde und Steinhagen entlang der Bundesstraße 194 und weiter in Richtung Velgast gibt es keinen Radweg“, sagt Jahns. Genauso sehe es zwischen Bisdorf, Kandelin, Poggendorf und Barkow in Richtung des Pommerndreiecks aus. „Und auch für Poggendorf und die Einwohner aus Loitz wäre eine Verbindung sehr wichtig.“ Die Karten mit den markantesten Stellen hat Marco Jahns mit einem Textmarker gekennzeichnet. Mit leeren Worten will sich niemand mehr zufriedengeben. „Dafür haben wir in den vergangenen Jahren schon zu viel Zeit verstreichen lassen. Die Bereiche müssen erfasst und ein Zeitplan aufgestellt werden.“

Immer mehr Radler seitdem es E-Bikes gibt

Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Radler auch zum E-Bike greifen, seien die Maßnahmen wichtiger denn je. „Gefühlt wurde in den vergangenen Jahrzehnten aus vielen Orten ein drei bis vier Kilometer langer Radweg gebaut, aber die sind nicht miteinander verbunden und verlaufen dann im Nirgendwo.“ Marco Jahns war im vergangenen Sommer selbst 900 Kilometer mit seinem E-Bike in der Region unterwegs und stellte fest: „Es werden immer mehr Radler, denn auch ältere oder untrainierte Menschen können mit diesen Rädern große Strecken zurücklegen. Darauf müssen wir reagieren. Wir wollen doch alle weniger CO2 produzieren. Dann müssen wir den Menschen auch die Möglichkeit dazu geben.“

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Von Carolin Riemer

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