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Vorpommern Grimmen Grimmen: Internationaler Bund öffnet Außenstelle
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15:19 30.07.2019
Das Team des Internationalen Bunds (IB) in Grimmen: Jens Hiemann, Silvana Wittmis, Frank Lewerenz und Rayk Rothe (v.l.n.r.). Quelle: Raik Mielke
Grimmen

In der Grimmener Bahnhofsstraße hat der Internationale Bund (IB) eine neue Außenstelle eröffnet. „Wir wollen künftig auch in Grimmen und den umliegenden Gemeinde ’ambulante Hilfen zur Erziehung’ anbieten“, erklärt Sachgebietsleiter Frank Lewerenz.

Was genau sind ambulante Hilfen zur Erziehung?

Künftig werden mit Rayk Rothe, Silvana Wittmis und Jens Hiemann drei Sozialpädagogen Kinder, Jugendliche und Familien bei Erziehungsfragen und der Bewältigung von Alltagsaufgaben unterstützen. „Wir verfolgen einen systemischen Arbeitsansatz und ergänzen unsere Leistungen durch spezielle, an den Einzelfall angepasste Methoden. Zusätzlich nutzen wir vorhandene Ressourcen der Familien“, erklärt Frank Lewerenz und sagt: „Alle Mitarbeiter sind mobil. Dadurch wird es Termine in den Häuslichkeiten, aber auch an den verschiedensten Orten der Region.“

Die Hilfsangebote für Familien werden vom Jugendamt koordiniert. „Das Jugendamt vergibt dann an einen Träger diesen Auftrag“, sagt Rayk Rothe, der in den vergangenen Wochen den Standort in Grimmen aufgebaut hat und erklärt: „In privaten Gesprächen lernen wir die Familien dann kennen, finden heraus woran es derzeit hapert und erarbeiten dann einen Plan zur Problemlösung. Dies alles beruht auf einer Vertrauensbasis und auf Augenhöhe.“

Denn leider sind solche Angebote insbesondere im ländlichen Bereich häufig immer noch ein Tabu-Thema. Dabei, so erklärt Frank Lewerenz, ist es genau der richtige Weg sich Hilfe zu holen. „Dadurch, dass der Internationalen Bund durch seine lange Erfahrung und diverse Außenstellen in ganz Deutschland optimal vernetzt ist, können wir durch verschiedenste Angebote den Familien helfen“, sagt er.

Der Internationale Bund in Zahlen

Seit 70 Jahren gibt es den Internationalen Bund (IB). Er wurde 1949 gegründet.

Bundesweit ist der IB inzwischen an 1000 Standorten mit mehr als 2400 Angeboten präsent.

350 000 Menschen nutzen insgesamt die Angebote des Internationalen Bundes.

Der IB hat 14 000 Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachbereichen.

In drei Kernbereichen ist der IB aktiv. Dies sind die Bereiche „Soziale Arbeit“, „Arbeit und Beruf“, sowie „Freiwilligendienste und Internationales“.

Im IB Nord, der sich aus den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald zusammensetzt, sind 350 Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen tätig.

In der neuen Außenstelle in Grimmen startet der Träger vorerst mit drei Mitarbeitern. Neben Rayk Klette sind dies Silvana Wittmis und Jens Hiemann.

Ein breitgefächertes Leistungsspektrum

Die Angebotspalette reicht hierbei von der „Sozialpädagogischen Familienhilfe“, über „Erziehungsbeistand“, „Sozialpädagogische Einzelbetreuung“, „Familienpflege“, „Begleiteten Umgang“, „Sozialraumorientierten Angeboten“ bis hin zu diversen „Ergänzenden Spezialangeboten“.

„Ich freue mich sehr, dass wir für unseren Standort in Grimmen auch zwei männliche Mitarbeiter gewinnen konnten“, sagt Frank Lewerenz und erklärt: „Häufig haben wir mit allein-erziehenden Müttern zu tun. Es ist sehr hilfreich, wenn die Kinder und insbesondere Jungs, dann auch mal von einem Mann einen Ratschlag bekommen.“

„Allgemein ausgedrückt geht es immer darum zu diagnostizieren welche Probleme es gibt und was die Ursachen dafür sind, um dann mit einer unserer speziellen sozialpädagogischen Methoden eine Lösung zu erreichen“, beschreibt Rayk Rothe.

Neben Greifswald, Wolgast, Anklam, Pasewalk, Stralsund und Ueckermünde ist Grimmen nun der nächste Standort des Internationalen Bundes für ambulante Hilfen zur Erziehung. „Vernetzung ist für uns ein wichtiges Thema. Wir sind in der Region sehr gut aufgestellt, was natürlich unseren Klienten zugute kommt“, betont Frank Lewerenz.

Ein toller Empfang und nun voller Tatendrang

Und der Start in Grimmen ist, so äußert sich Frank Lewerenz, äußerst vielversprechend. „Wir hatten bereits erste Gespräche mit dem Jugendamt und sind darüber sehr glücklich. Der Empfang war sehr herzlich und mit hohem gegenseitigen Respekt“, freut sich der Sachgebietsleiter des Internationalen Bundes.

Raik Mielke

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