Grimmen: Tafel bekommt neue Eingangstreppe
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Grimmen: Tafel bekommt neue Eingangstreppe

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15:00 28.05.2021
Vorort-Besichtigung der baufälligen Treppe. Es konnte eine Lösung gefunden werden.
Vorort-Besichtigung der baufälligen Treppe. Es konnte eine Lösung gefunden werden. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

Die Grimmener Tafel nutzen wöchentlich mehr als 600 Leute. Zweifelsohne kann man dadurch von einer hohen Frequenz sprechen. In Corona-Zeiten geschieht die Ausgabe der Lebensmittel einzeln und durch ein Fenster an der Seitenfront des Gebäudes im Heidebrinker Weg.

Zum Glück mag man in diesen Tagen sagen, denn die Eingangstreppe zur Tafel verdient diesen Namen schon seit Jahren nicht mehr. Nun schaltete sich der Arbeitsschutz ein und betonte: Diese Treppe ist so nicht mehr tragbar. In dieser Woche gab es nun einen Vorort-Termin mit Vertretern der Stadt, des Arbeitsschutzes und des Gebäudeeigentümers – der HaGe Nordland.

Tafelgebäude ist in einem sehr schlechten Zustand

Zur Vorgeschichte: Die HaGe Nordland vermietet das Objekt und einige Lagerräume preisgünstig an die Grimmener Tafel. Im Gegenzug übernehmen die Mitarbeiter der Tafel kleinere Reparaturen selber. Nun muss aber die komplette Eingangstreppe vor dem Gebäude abgerissen und neu gebaut werden. Ein erstes Angebot für diesen Sanierungsschritt sah eine Investitionssumme von mehr als 10 000 Euro vor. Ein Betrag, der so von der Tafel nicht geleistet werden kann. Fakt ist aber auch: Die losen Stufen und das wackelige Grundgerüst sind sicheren Fußes nicht mehr betretbar – schon gar nicht von über 600 Tafel-Besuchern pro Woche.

Die marode Treppe vor der Tafel im Heidebrinker Weg. Quelle: Raik Mielke

Mit einem Hilferuf wandte sich das Team der Tafel – um Leiterin Susanne Taraschinski – nun an die Stadt Grimmen und bat zugleich um einen Besichtigungstermin der maroden Treppe. „Der Zustand ist zweifelsohne unzumutbar. Normalerweise würde ich sagen, dass die Instandsetzung eine Aufgabe des Vermieters ist. Uns wurde aber erklärt, dass dieser mit der Tafel – aufgrund einer geringen Miete – eine Vereinbarung hat, die Investitionen in das Gebäude nicht vorsieht“, erklärt Grimmens stellvertretende Bürgermeisterin Heike Hübner. Die Räumlichkeiten sind definitiv in einem sehr schlechten Zustand. Es gibt nicht einmal eine Heizung. Heißt also: Im Winter müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frieren. Da ist es doch verständlich, dass man wenigstens gefahrenlos in die, in die Jahre gekommenen Räume, gelangen möchte.

Vermieter, Tafel und Stadt Grimmen finden gemeinsame Lösung

Eine Lösung musste also gefunden werden. „Die Stadtverwaltung hat mich als Stadtvertreter beauftragt, den Sachverhalt zu prüfen“, sagt Marco Jahns und erklärt: „Ich habe mir daraufhin die marode Treppe angesehen und bin mit regionalen Firmen ins Gespräch gekommen. Letztendlich konnte mir die Grimmener Firma Metallbau Reichenbach ein Angebot machen, welches nur ein Drittel der zuvor angenommenen Ausgangssumme betrug.“

Die Stadt Grimmen bezuschusst die Installation mit einer Summe von 5000 Euro. Der Eigentümer sicherte zudem beim Vorort-Termin zu, den Rückbau der alten Treppe durchzuführen. „Wir konnten durch gute Gespräche eine unkomplizierte und zugleich kostengünstigere Lösung finden“, freut sich Marco Jahns.

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In dem Gespräch wurde durch Stadtvertreter Marco Jahns und Grimmens stellvertretende Bürgermeisterin zudem ein weiteres Thema angesprochen. „Vielleicht macht es in einigen Jahren doch Sinn, den Standort der Tafel zu wechseln“, meint Heike Hübner. Wie Susanne Taraschinski erklärt, gab es in den vergangenen Jahren bereits einige Besichtigungstermine. Ein passendes Objekt wurde bis dato jedoch nicht gefunden. „Entweder waren die Mietpreise zu hoch oder die Räumlichkeiten besaßen zu wenig Lagerfläche“, erklärt die Tafel-Leiterin. Die anwesenden Vertreter der Stadt versprachen das Thema im Auge zu behalten.

Von Raik Mielke