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Grimmen Ausstellung gibt Einblick in das Leben in der DDR
Vorpommern Grimmen Ausstellung gibt Einblick in das Leben in der DDR
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08:49 12.01.2019
Am Sonntag wird in Griebenow die Ausstellung "Voll der Osten" eröffnet. Gezeigt werden mehr als 100 Fotos, wie dieses aus dem Jahr 1984, von Harald Hauswald. Quelle: Harald Hauswald
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Grimmen

Eine Foto- und eine Brieftaubenausstellung, zahlreiche Lagerfeuer und das Kirchsteigtreten locken am Wochenende nach Grimmen und in die umliegenden Orte.

Ausstellung gibt Einblick in das Leben in der DDR

Über 100 bekannte und unbekannte Fotografien von Harald Hauswald führen die Besuchr des Barockschlosses in Griebenow ab Sonntag über eine Zeitreise in die 80er-Jahre in die DDR. Der in Radebeul geborene Hauswald zog Ende der 70er nach Ost-Berlin und dokumentierte den sozialistischen Staat aus einem Blickwinkel, der bis dahin nicht sichtbar war. Mit seinen ungestellten Alltagsszenen erregte er die Aufmerksamkeit der Stasi – er wurde „staatsfeindlicher Hetze“ verdächtigt. Harald Hauswalds markante Schwarz­weiß-Fotografien sind künstlerisch anspruchsvolle Gesellschaftsporträts. Sie sind der politische Kommentar eines wachen und ironischen Beobachters und prägend für die Erinnerung an das Leben in der DDR während der 80er Jahre. Eine lohnende Ausstellung, die nach einer Ausstellungsverlängerung noch bis zum 30. März besichtigt werden kann. Die Eröffnung findet am Sonntag um 16 Uhr im Griebenower Schloss statt und dann dannach immer montags bis freitags von 12 bis 16 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 16 Uhr besichtigt werden.

Ausschließlich an diesem Tag wird zusätzlich eine Ausstellung des Grimmeners Walter Scholz zu sehen sein. Seit vielen Jahren sammelt er unter anderem Autogramme und Fotos von ostdeutschen Sportlern, Maskottchen Olympischer Spiele und auch Zeitungsberichte von 1957 an.

Geflügelte Postboten präsentieren sich

Postboten der Lüfte werden Brieftauben auch genannt. Am Wochenende werden in Grimmen die leistungsstärksten gefiederten Sportler des Regionalverbandes Mecklenburg-Vorpommern/Ost präsentiert. Aber nicht nur jene Brieftauben, die an Wettbewerben teilnehmen, werden am Sonnabend und Sonntag im Kultur- und Ausstellungszentrum zu sehen sein, sondern auch sogenannte Schönheitsbrieftauben. Insgesamt werden 210 Tiere ausgestellt.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Sonnabend 10 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 13 Uhr

Tannenbäume lodern vielerorts

In mehreren Orten der Region werden am kommenden Wochenende Tannenbaum-Feuer lodern und zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Kalt- und Warmgetränke sowie kleinen Snacks werden an allen Orten angeboten.

Erstmals veranstaltet der Dorfverein „Dau wat Rakow“ ein Tannenbaumverbrennen. Um 15 Uhr wird am Sonnabend hinter dem Vereinshaus „Zum Torfstecher“ in Rakow das Feuer angezündet.

In Elmenhorst wird es am Sonnabend ab 16 Uhr ein Tannenbaumverbrennen am Festplatz geben. Für jeden selbst mitgebrachten Baum gibt es ein Getränk gratis. Wer seinen Tannenbaum nicht persönlich zum Feuerwehrplatz bringen möchte, kann bis spätestens Sonnabend 12 Uhr seinen Weihnachtsbaum gut sichtbar am Straßenrand ablegen. Er wird dann vom Abholservice eingesammelt.

Die Freiwillige Feuerwehr Abtshagen lädt am Sonnabend um 16.30 Uhr beim Gerätehaus zum 17. Weihnachtsbaumverbrennen ein. Jeder, der seinen Weihnachtsbaum zur Feuerwehr bringt, erhält einen Glühwein. Auch dort gibt es einen Abholservice für die ausgedienten Weihnachtsbäume. Die Kameraden sammeln die Bäume, die gut sichtbar am Straßenrand liegen, am Sonnabend ab 12 Uhr in Abtshagen ein.

Traditionelles Kirchsteigtreten in Horst

Auf historischem Pfad zum Gottesdienst: Dieses Motto setzt die Kirchengemeinde Horst für morgen, auf die Tagesordnung. Die Kirchengemeinde lädt zum Wendorfer Kirchsteigtreten ein. Das hat bereits Tradition. Die Teilnehmer – Gläubige und Interessenten sind dazu um 9.30 Uhr an der Wendorfer Brücke willkommen – werden zu einer Jubiläumstour aufbrechen. Das Kirchsteigtreten erlebt am Sonntag seine 20. Auflage. Von der Brücke aus geht es auf dem historischen Pfad nach Horst zur Kirche. In dem beheizten Sakralbau wird um 10.30 Uhr ein Gottesdienst gefeiert und im Anschluss zum gemeinsamen Mittagessen in das Horster Pfarrhaus geladen. Es gibt Grünkohl und Knacker. Auch das hat Tradition. Danach geht es zurück nach Wendorf, wo es Kaffee, Tee und Kuchen im Garten der Familie Döll-Morgenstern gibt.

Anja Krüger

Inge Krohn aus Grimmen war mehrere Jahre an der Schule für geistig mehrfach behinderte Kinder tätig. Heute leitet sie die Begegnungsstätte „Gemeinsam statt einsam“.

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