Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Grimmen bekommt ein modernes Notariat
Vorpommern Grimmen Grimmen bekommt ein modernes Notariat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:29 11.06.2019
Martina und Martin Scheitor als Bauherren, Michael Rusch von der bauausführenden Firma Müller Bau und Mitinvestor Volker Schöch beim Richtfest. Quelle: Anja Krüger
Grimmen

Erst zaghaft mit beiden Händen den Hammer festhaltend, dann aber doch mit beherzten Hieben schlägt Martina Scheitor den Zimmermannsnagel in den Balken. Sie und ihr Mann Martin sind die Bauherren des neuen Notariats in der Von-Homeyer-Straße in Grimmen. Viele Jahre war dies einige Meter weiter. Nun plant Grimmens amtierende Notarin Anja Meisel für den Spätherbst den Umzug in die neuen Räume.

Vor zwei Jahren – am 1. Juli auf den Tag genau – übernahm Anja Meisel das Büro von Ilse-Marie Kunze, die zuvor mehr als 20 Jahre als Notarin in der Trebelstadt tätig war. „Dass ich nur übergangsweise die Büroräume meiner Vorgängerin nutze, war von Beginn an klar“, erzählt Anja Meisel. Nur die Suche nach einem geeigneten Objekt habe sich als etwas schwierig erwiesen.

Schon als sie das Notariat übernahm, reichte der Platz bei Weitem nicht aus. Archivierte Unterlagen mussten beispielsweise ausgelagert werden. „Wir haben mittlerweile zwei Außenarchive“, erzählt die sympathische Frau. Diese werden nun mit Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten wieder aufgelöst. Schließlich können sie, ihre acht Mitarbeiter und die Akten sich dann auf 380 Quadratmetern – verteilt über zwei Etagen und inklusive sanitärer Anlagen und einer Küche – breit machen.

Noch ist das neue Notariat ein Rohbau. Die Mitarbeiterinnen von Notarin Anja Meisel (r.) freuen sich aber schon jetzt auf ihre neue Wirkungsstätte. Quelle: Anja Krüger

Auch eine Küche für gemeinsame Pausen habe ihr und ihrem Team gefehlt, weil Ilse-Marie Kunze, die zuvor in der Von-Homeyer-Straße das Notariat hatte, dort auch wohnt. „Und ihre Küche nun verständlicherweise gern für sich allein hat“, erklärt die junge Notarin. Für die 35-Jährige kommt dieses Modell – in einem Haus wohnen und arbeiten – nicht in Frage, erzählt sie. Sie brauche den Abstand, begründet sie. Gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern lebt sie in Rakow.

Im Frühjahr ist mit dem Bau des neuen Notariats begonnen worden. Wichtig ist den Scheitors als Bauherren gewesen, heimische Firmen für dieses Projekt zu gewinnen. Und das ist ihnen ausnahmslos geglückt. Neben der Firma Müller Bau, die den Rohbau errichtet hat, sind die Firmen Resd, Haase und Lebing an dem zukünftigen sogenannten Plusenergiehaus beteiligt. Plusenergiehaus, so erklärt Scheitor, sei ein Haus, mit dem mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. „Durch Fotovoltaik und eine hocheffiziente Dämmung“, erklärt der Unternehmer. Das Ergebnis, dass die Notarin und ihr Frauenteam aber jetzt noch nicht so recht glauben können: „Im Winter wird die Wärme, die durch die Technik im Haus entsteht, so gut in den Räumen gehalten, dass kaum die Heizung eingeschaltet werden muss“, berichtet Martin Scheitor beim Rundgang.

Noch steht das Haus als Rohbau da. Aber schon jetzt freuen sich Anja Meisel und ihr Team auf ihre neue Wirkungsstätte. Demnächst soll mit dem Innenausbau begonnen werden. Ein Konzept für die Gestaltung der Räume gebe es bereits. „Hell, freundlich und modern“, erzählt die Notarin. Ab dem Spätherbst können dann im neuen Notariat mit barrierefreiem Zugang Urkunden beglaubigt, Grundstücks- oder Hauskäufe „besiegelt“ werden oder Beratungsgespräche zu Erbangelegenheiten stattfinden.

Anja Krüger

Am Pfingstwochenende fand in Elmenhorst das 56. Reit- und Springturnier statt. Ein besonderes Highlight war das traditionelle Flutlichtspringen. In diesem Jahr sicherte sich Daniel Grawe den Sieg.

10.06.2019

Gesichter der Region: Viele ältere Menschen führte die Flucht nach dem 2.Weltkrieg in unsere Region.So auch Fred Peglow (81), der aus Stettin zuerst ins damalige Marinelager nach Grimmen kam.

09.06.2019

Zahlreiche Künstler aus der Region öffneten am Pfingstwochenende ihre Ateliers. Sie beteiligten sich an der Aktion „Kunst Offen“. Die Besucher erfuhren so sehr viel über die verschiedenen Arbeitsweisen der Künstler.

09.06.2019