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Grimmen Erstmals Mehrweg- statt Einwegbecher beim Parkfest
Vorpommern Grimmen Erstmals Mehrweg- statt Einwegbecher beim Parkfest
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14:00 07.06.2019
Michelle Holtz von der Reisegastronomie Holtz. Quelle: Thomas Holtz
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Grimmen

 Grimmen denkt an die Umwelt: Plastik ist derzeit in aller Munde. Und gerade bei öffentlichen Veranstaltungen führen es noch immer viele Menschen zum Mund. In Grimmen wird das nun anders. Die Stadt folgt dem Bestreben von Umweltschützern, denn Bestecke und Einweg-Becher aus Plastik, sowie Strohhalme schafft Gastronom Marco Holtz (30) von der Reisegastronomie Holtz nun ab. Auch seine Pappteller sind ab sofort nicht mehr von einer dünnen Folie ummantelt, sondern aus reiner Pappe – und somit wiederverwertbar.

Strohhalme und Besteck aus Bambus

Strohhalme sind künftig aus Bambus oder harter Pappe, auch das Besteck ist bei Festen, die der Reisegastronom bewirtschaftet, ab sofort aus umweltfreundlichem Bambus. Anfang des Jahres hat die Familie viel Geld in die Hand genommen und umgerüstet. „Wir sehen wohin der Trend geht und dem folgen wir gern“, sagt Marco Holtz. Bereits vor zehn Jahren haben sie ihre Beleuchtung auf energiesparendes LED umgerüstet. „Jetzt haben wir eben ein neues umweltfreundliches Projekt in Angriff genommen.“ Beim Parkfest in Grimmen wird das umweltfreundliche Material zum ersten Mal zum Einsatz kommen.

Bei hausinternen Veranstaltungen innerhalb des Kulturhaustreffs achten die Veranstalter nicht nur allein der Umwelt zuliebe darauf, dass die Gäste aus Gläsern trinken und mit echtem Besteck von Tellern essen. „Der Saal sieht nach Feiern ohne Plastik-Geschirr am nächsten Tag viel sauberer aus und es hat einfach mehr Stil“, sagt Pressesprecher Thorsten Erdmann. Organisieren andere Agenturen Feiern, sieht das oft anders aus: „Dann liegen am Morgen danach zerquetschte Becher auf dem Boden. Darauf haben wir leider keinen Einfluss.“ Auch Gastronom Holtz ist darauf bedacht, dass der Park nach dem Parkfest in Grimmen noch sauber ist.

Plastik hat keinen Stil

Der hauseigene Gastronom Thomas Holtz serviert seinen Gästen im Kulturhaus bereits seit sieben Jahren das Bier lieber in einem Humpen. In diesem Jahr gehen die Veranstalter aus dem Kulturhaus nun noch einen umweltbewussten Schritt weiter. Beim Parkfest setzt Gastronom Holtz erstmalig auch bei der Freiluft-Veranstaltung auf Mehrweg-Geschirr. Die Becher seien dann zwar auch aus Hart-Plastik, werden allerdings öfter benutzt da es sich um Pfandbecher handelt.

Thorsten Erdmann sieht das als ersten Schritt. „Wenn die Menschen Pfand auf ihr Trinkgefäß zahlen müssen, schmeißen sie es nicht einfach in den Park, sondern bringen den Becher zurück.“ Beim Parkfest wird es in diesem Jahr extra eine Hütte geben, an dem nur die Pfandbecher abgegeben werden und kein Stau an den anderen Verkaufsständen und Bierwagen entsteht. „Das machen wir eindeutig der Umwelt zuliebe. Der Park wird am nächsten Tag viel sauberer aussehen“, ist der Pressesprecher sicher. Die neuen Mehrweg-Becher der Gastronomenfamilie Holtz werden dann gesammelt und in einem Jeep zum Kulturhaus gefahren. Dort werden sie gespült und sind wieder einsetzbar. „Das wird in den nächsten Jahren immer mehr Einzug halten. Und wir als Veranstalter achten auch darauf, wie die Händler ihr Essen und Trinken anbieten“, so Erdmann weiter. Marco Holtz weiß, dass Grimmen damit nicht allein steht. Bei Hafenfesten in Stralsund und Rostock stehe es mittlerweile in den Verträgen, dass Einweg-Geschirr unerwünscht sei.

Carolin Riemer

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