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14:28 11.10.2019
Hans-Joachim Richter und Ines Fröhlian: In der Praxis von Frank-Peter Giers wird die Grippe-Schutzimpfung gut angenommen. Quelle: Carolin Riemer
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Grimmen

Als Hans-Joachim Richter (65) und seine Frau vor zwei Jahren aus ihrem Dubai-Urlaub kehrten, raffte eine schwere Grippe das Paar aus Grimmen dahin. Seitdem gehört die jährliche Grippeimpfung für sie zum Herbst wie der Reifenwechsel an ihrem Auto. Im Herbst, am besten im Oktober oder November, holen sie sich die Spritze bei ihrem Hausarzt Frank-Peter Giers. „Seitdem hatten wir beide keine Grippe mehr. Und die Spritze tut auch gar nicht weh“, sagt Hans-Joachim Richter augenzwinkernd.

Volles Wartezimmer in Grimmen

Der Mediziner hat derzeit viel Arbeit in Grimmen. Sein Wartezimmer ist voll. Er rät vor allem Menschen über 60 Jahren zu der Grippe-Impfung. „Auch alle Risikogruppen sollten sich impfen lassen.“ Mit Risikogruppen meint er chronisch kranke Menschen, Kinder und bestimmte Berufsgruppen. Menschen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, sollten sich nicht vor dem vorbeugenden Pieks scheuen: Erzieherinnen, Lehrer, Altenpfleger und alle, die im medizinischen Bereich tätig sind, gehören dazu. Für Kinder gibt es die Impfung auch in Form eines Nasen-Sprays. „Vor allem, wenn die Kleinen gerade in Kita oder Krippe kommen, stecken sie sich schnell bei anderen Kindern an. Dem beugt die Impfung natürlich vor“, sagt Frank-Peter Giers,

Schwester Ines Fröhlian (52) macht es den Patienten vor. Sobald der neue Impfstoff eingetroffen ist, lässt sich die Mitarbeiterin von Frank-Peter Giers impfen. Der Doktor setzt sich die Spritze allein.

Etwa 600 Impfstoffe vorrätig

Im vergangenen Jahr holten sich 450 Grimmener in der Praxis die Impfung. In diesem Jahr rechnet der Mediziner mit mehr Patienten, da sie im Allgemeinen mehr Patienten versorgen. „Wir sind gut vorbereitet und haben genug Impfstoff vorrätig“ , sagt Schwester Ines und schätzt, dass sie knapp 600 Impfstoffe in der Praxis vorrätig hat. Es handelt sich in diesem Jahr um einen Vierfach-Impfstoff, der gegen die vier häufigsten Virenstämme wirkt. Im vergangenen Jahr gab es hingegen einen Dreifach-Impfstoff.

Vier Monate wirkt die Spritze. Da die Grippe-Hochzeit erwartungsgemäß im Januar und Februar eintritt, raten die Mediziner zu der Impfung im Oktober oder November. Nach zwei Wochen hat sich der Schutz vollkommen entfaltet. In der Regel sei es so, dass sich die Grippe aus asiatischen Ländern langsam ausbreitet und dann am Anfang des Jahres in Deutschland eintrifft. Dann ist es dunkel und kalt und das Immunsystem ist geschwächt und in der Regel anfälliger für Krankheiten. Doch Menschen, die sich bereits erkältet fühlen und sich einen kleinen Infekt zugezogen haben, sollten sich erst nach ihrer vollständigen Genesung für eine Grippe-Impfung entscheiden. „Sonst kann das nach hinten losgehen“, warnt Mediziner Frank-Peter Giers. Ansonsten sei der Impfstoff aber sehr gut verträglich und wird von den Menschen aus Grimmen auch seit Jahren sehr gut angenommen.

Von Carolin Riemer

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