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Grimmen Grimmen: von Blumen-Dieben und Beet-Tramplern
Vorpommern Grimmen Grimmen: von Blumen-Dieben und Beet-Tramplern
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13:02 10.07.2019
Heike Räbisch (l.) und Andrea König an einer von vier Blumensäulen, die Grimmens Altstadt verschönern. Quelle: Carolin Riemer
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Grimmen

Der Arbeitstag beginnt bei Andrea König (51) und Heike Räbisch (45) um 6.30 Uhr. Dann lenken die beiden Frauen vom Baubetriebshof der Stadt Grimmen ihr kleines orangefarbenes Fahrzeug meistens in Richtung Innenstadt. Ihr Ziel: die unzähligen Blumenbeete, Blumenkästen und Blumensäulen der Trebelstadt.

Grimmen blüht jedes Jahr in anderen Farb-Varianten

Manchmal verbringen sie den größten Teil ihrer Arbeitszeit auf den Knien. Die Arbeit ist nicht leicht und schier unerschöpflich. „Wir haben natürlich bestimmte Routen, die wir abfahren. Aber oft kommt spontan auch etwas dazwischen“, sagt Heike Räbisch, die gelernte Wirtschaftsassistentin ist und sich in der Verwaltung auch um die Planung und den Ankauf neuer Pflanzen kümmert. Wenn es um die Zusammenstellung der Blumenpracht geht, habe sie auch ein Mitspracherecht. Sie schlage vor, probiere gern neue Varianten aus – aber letztlich entscheide dann doch der Chef, welche Blumen sich beispielsweise die vier Blumensäulen in der Altstadt teilen.

Blumen-Diebe und Beet-Trampler

Zurzeit blühen hier in schönster Pracht Geranien, Zauberschnee und Süßkartoffel. In regelmäßigen Abständen werden diese auch von Dieben „geerntet“. „Das passiert eigentlich in jedem Jahr. Über diese Unehrlichkeit ärgern wir uns sehr“, sagt die Mitarbeiterin des Baubetriebshofes. Diese Diebe und die Menschen, die immer wieder durch die liebevoll angelegten Blumenrabatten laufen und die Pflanzen dadurch beschädigen, die machen den beiden Frauen das Leben nicht einfacher. Hätte Heike Räbisch einen Wunsch frei: „Dann würde ich wollen, dass die Leute endlich damit aufhören.“ Vor allem vor dem „Grimmener Hof“ nutzen die Menschen gern eine Abkürzung quer durch die Rabatten, um die Straße schnell zu überqueren.

Aber es gibt auch diese schönen Momente, denn Heike Räbisch und Andrea König mögen ihren Beruf. In diesem Jahr verschönerten sie auch den Volkspark. Sie pflanzten Holunder, Flieder, Forsythien und Weigelien. „Wir haben versucht, den Park für unsere Einheimischen ansprechender zu gestalten. Vorher gab es mehr Grün, nun blüht es schön bunt“, findet Andrea König, die sich genauso wenig wie ihre Kollegin für eine Lieblingsblume entscheiden kann. „Bei Schnittblumen findet ich Freesien sehr schön. Ansonsten mag ich alles, was blüht“, versucht sich Heike Räbisch schweren Herzens zu entscheiden.

Das Unkraut wächst in diesem Jahr schnell

Im Gegensatz zum vergangenen sehr heißen und langen Sommer gebe es vor allem einen großen Unterschied: In diesem Jahr wachse das Unkraut sehr viel besser und vor allem schneller nach. Das bedeutet: mehr Arbeit für die beiden Frauen, die seit mehr als zehn Jahren in einem Team arbeiten. Mehr wässern als im Vorjahr müssen sie nicht. In der Blumenerde befindet sich ein wasserspeicherndes Granulat.

Doch nicht nur die Blumen fallen in ihren Aufgabenbereich, auch die Pflege der städtischen Spielplätze. Wer in den vergangenen Wochen den Kletterturm und die Rutsche im Volkspark vermisste, kann Heike Räbisch versichern, dass diese bald wieder aufgebaut werden. Da das Spielgerät beim Parkfest beschädigt wurde, musste es zunächst repariert werden. Dann müssen die beiden Frauen schon wieder weiter: In der Bahnhofstraße pflücken sie verblühte Geranien ab, der Efeu müsse noch zurückgeschnitten werden und auch das Rosenbeet am Bahnübergang benötige Pflege, sagen sie, steigen in das kleine orangefarbene Auto und brausen davon.

Carolin Riemer

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