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Grimmen Gutshof Hildebrandshagen: Drei Generationen unter einem Dach
Vorpommern Grimmen Gutshof Hildebrandshagen: Drei Generationen unter einem Dach
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13:41 26.07.2019
Familie Hünnekens wohnt auf dem Gutshof Nordhof in Hildebrandshagen. auf dem Foto: Karoline (v.l.) und Sebastian Hünnekens, seine Eltern Bernhard und Beate Hünnekens sowie Moritz und Sophie.
Familie Hünnekens wohnt auf dem Gutshof Nordhof in Hildebrandshagen. auf dem Foto: Karoline (v.l.) und Sebastian Hünnekens, seine Eltern Bernhard und Beate Hünnekens sowie Moritz und Sophie. Quelle: Rolf Niemeyer
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Hildebrandshagen

 Seit April 2014 leben Hünnekens im Gutshaus auf dem ehemaligen Nordhof in Hildebrandshagen. Drei Generationen unter einem Dach: Beate Hünnekens und ihr Mann Bernhard, der zwar eigentlich sein Rentnerdasein genießt, aber noch ein wenig als Rechtsanwalt arbeitet. Ihr Sohn Sebastian mit seiner Frau Karoline, die im Haus ein Kosmetikinstitut betreibt, ihre Tochter Mia (13) und der gemeinsame dreijährige Sohn Moritz. Sie alle vereinen das Reiten, die Jagd und die Hundezucht. Hünnekens stammen aus dem Münsterland, die Schwiegertochter aus der Nähe von Berlin.

Objekt gesucht und in Hildebrandshagen gefunden

Sebastian Hünnekens hatte sich beruflich nach Stralsund orientiert und der Familie irgendwann mitgeteilt: „Ich komme nicht zurück.“ Wir kannten die Landschaft, die Menschen hier und die Region“, erzählen Bernhard und Beate Hünnekens. Und so hätten sie sich entschlossen, dem Münsterland ebenfalls den Rücken zu kehren und ins Vorpommersche zu wechseln. Schnell hätte festgestanden: „Wir wollen etwas zusammen machen. Wir haben ein Objekt gesucht, in dem wir zusammen leben können, jeder seinen Bereich hat, wir genügend Platz für unsere Pferde, den Pferdesport und die Hunde finden und gute Jagdbedingungen haben“, sagt Bernhard Hünnekens. Gefunden haben sie das alles in Hildebrandshagen.

Früher gab es im langgestreckten Dorf Hildebrandshagen drei Teile. Heute konzentriert sich der Ort um das Gutshaus, dass der Familie Hünnekens gehört. Berthold Zoch ist als Taubenzüchter über die Gemeinde hinaus bekannt.

Auf dem Hof ist immer viel zu tun

Das Gutshaus sei schon von ihrem Vorgänger saniert gewesen. „Aber wir hatten trotzdem noch einiges zu tun“, erzählen sie. Alle Böden wurden erneuert, eine Holzvergaserheizung eingebaut, die Fenster müssen noch gewechselt werden. „Etwa 200000 Euro müssen wir wohl noch mal investieren“, plant Bernhard Hünnekens.

Vorpommern nach 40 Jahren Münsterland

„Wir freuen uns, so dicht bei Kindern und Enkeln zu sein“, sagt Beate Hünnekens. Im Moment gehört dazu auch Ferienkind Sophie. „Sie ist die Tochter eines unserer fünf ehemaligen Pflegekinder und wie ein eigenes Enkelkind“, erzählt sie. Jetzt seien die Älteren vielleicht etwas mehr da, um die Jüngeren zu unterstützen, und später werde sich das bestimmt drehen“, sind sich die beiden Senioren sicher.

Hünnekens leben gern in Hildebrandshagen, in Vorpommern. Freunde, die es ernst mit ihnen meinen, würden verstehen, dass sie dafür sogar das Münsterland nach 40 Jahren aufgegeben haben. Beate Hünnekens liebt die Natur, bietet ihr Obst beispielsweise von der Streuobstwiese am Haus gerne Interessierten an. Der Teich vorm Gutshaus ist ein echtes Biotop, nur der Staketenzaun schützt davor, dass der dreijährige Moritz hineinläuft. Und gleich nebenan hat jetzt sogar eine Schwester von Bernhard Hünnekens ein Haus gekauft, nutzt es zur Zeit als Feriendomizil. Aber wer weiß?

Erfolgreich im Westernreitsport

2,8 Hektar Land gehören direkt zum Gutshaus und seinen vielen Nebengebäuden. „Da haben wir noch allerhand zu tun. Wir versuchen, vieles zu erhalten“, sagt Bernhard Hünnekens. Für die Pferde haben sie Wiese dazu gepachtet. Sebastian Hünnekens ist mehrfacher Deutscher- und Europameister im Westernreiten. Besonders die Arbeit zu Pferde mit Rindern begeistert ihn. Sein Vater war viele Jahre Präsident der Deutschen Quarterhorse Association (DQHA) und Manager für Reining bei den Weltreiterspielen in Aachen. Und so sollen auch der Pferdesport und die Zucht in Hildebrandshagen wieder eine größere Rolle spielen.

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Almut Jaekel