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Grimmen Hannes Päplow hat nach ersten nationalen Titelkämpfen „Bock auf mehr“
Vorpommern Grimmen Hannes Päplow hat nach ersten nationalen Titelkämpfen „Bock auf mehr“
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17:38 28.01.2019
Paul Päplow (l.) mit Bruder Hannes kämpfen zum Auftakt der Deutschen Meisterschaft gegen die Titelfavoriten. Quelle: Foto: Horst Schreiber
Stuttgart/Grimmen

Zehn Wochen hatte sich Hannes Päplow intensiv auf die Deutsche Meisterschaft in Stuttgart vorbereitet, während der vergangenen vier teilweise zwei Mal pro Tag trainiert. Morgens Kondition oder Kraft, abends Technik und Schnelligkeitsausdauer. Der Judoka des KSV Grimmen wollte bei seinen ersten Titelkämpfe im Männerbereich die favorisierten Gegner ärgern. In Württemberg mit dabei: Bruder Paul, der sich ebenso für die Meisterschaft im stark besetzten Feld bis 81 Kilogramm qualifiziert hatte.

Beide Päplows mussten sich gleich zu Beginn mit den Turnierfavoriten auseinandersetzen: Hannes gegen den Leipziger Hannes Conrad, Nationalmannschaftskämpfer und Zweiter beim Europacup 2018 in Bratislava. Paul musste gegen den Münchener Niklas Blöchl, ebenfalls in der Nationalmannschaft, ran. „Das war ziemlich hartes Brot für uns als Breitensportler“, bestätigte Hannes Päplow, der sich am Abend zuvor per Videoanalyse auf seinen Gegner eingestimmt hatte.

Während Paul im Kampf dann zwei Wertungen abgegeben hatte, hielt Hannes gut mit. „Ich kam aber nie in eine günstige Position, um ihn zu werfen“, berichtete der ältere Bruder. So wurden Hannes am Ende drei Strafen wegen Passivität zum Verhängnis. „Ich war kampftechnisch und körperlich nicht schlechter als mein Gegner, aber er hat es taktisch cleverer gemacht“, gestand Hannes. So blieb den Päplow-Brüder nur die Trostrunde, während sich ihre Auftaktgegner bis ins Halbfinale (Blöchl) und den Endkampf (Conrad) arbeiteten.

„Nach dem ersten Kampf habe ich mich schon sehr geärgert, dachte, die ganze Vorbereitung war umsonst“, erzählte Hannes, ergänzte aber: „Jetzt habe ich Bock auf mehr!“ Der 24-Jährige will in diesem Jahr wieder angreifen und erneut die Qualifikation zur nationalen Meisterschaft packen. „Wenn der Körper mitmachen, möchte ich mich noch gut vier Jahren auf diesem Niveau messen.“ Bruder Paul fährt sein Judoprogramm nach diesem Highlight hingegen runter.

Auch wenn das Grimmener Duo auch in der Trostrunde früh die Segel streichen musste, haben sie viele positive Eindrücke aus Stuttgart mitgenommen. „Schon das Wiegen im Hotel war beeindruckend. Da standen wir auf einmal neben Athleten, die wir sonst nur vom Fernsehen und Internet kennen. Ich stand zum Beispiel direkt neben Dominic Ressel“, berichtete Hannes. Ressel schnappte sich erneut die Deutsche Krone und wurde vor knapp drei Monaten Fünfter bei der WM in Baku. „Das sind schon Hochkaräter, richtige Judo-Promis.“

Hannes Päplow kennt den Unterschied zur deutschen Elite: „Sie sind taktisch ausgereifter. Da merkt man schon, dass sie viele Trainingslager und Lehrgänge machen. Außerdem sind sie das hohe Kampfniveau gewohnt, wir nicht.“

Hannes, der nicht nur als Athlet sondern auch als Trainer des KSV Grimmen aktiv ist, hat sich zudem einiges von anderen Betreuern bei der Meisterschaft abgeschaut, kann seine Erfahrungen nun weitergeben. So waren die harte Vorbereitung und Reise nach Stuttgart definitiv nicht umsonst.

Horst Schreiber

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