Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Hansestadt will Verkehrschaos zur Ferienzeit verhindern
Vorpommern Grimmen Hansestadt will Verkehrschaos zur Ferienzeit verhindern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:05 16.07.2014
Die Baustelle am Frankenwall ist die größte in Stralsund. Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Quelle: Alexander Müller
Anzeige
Stralsund

Baustelle Stralsund: Vielerorts aufgerissene Straßen, ratternde Presslufthammer, genervte Autofahrer. Und jetzt steht auch noch der Urlauberverkehr vor der Tür! Angesichts der anrollenden Massen in der Ferienzeit bittet die Stadtverwaltung schon jetzt die Bewohner um Nachsicht. „Die Stadt wird voll sein und es wird auch Beeinträchtigungen geben. Wir bitten um Geduld“, sagt Stephan Bogusch, Leiter der Abteilung Straßen und Stadtgrün im Bauamt.

Doch trotz vieler Sperrungen sieht sich die Stadtverwaltung für die anrollenden Massen gewappnet. Mit der neuen Tiefgarage unter dem Quartier 17 stehen in diesem Jahr mehr Parkplätze als in der Vergangenheit zur Verfügung. Insgesamt sind es jetzt sechs Parkhäuser mit rund 2000 Stellplätzen. Neu ist auch ein Leitsystem in der Innenstadt. Damit sollen jene Leute geführt werden, die mit ihrem Navi mitten in die Stadt fahren und auf dem Weg dahin alle Schilder ignorieren. Auf der B96 gibt es sogar ein dynamisches System, dessen Schilder der Verkehrslage angepasst werden können. „Wir sind vorbereitet“, sagt Bogusch.

Anzeige

Derzeit gibt es in Stralsund vier große Bauprojekte, die die Verkehrsströme über Monate hinweg stark behindern: Frankenwall, Knieperwall, Carl-Heydemann-Ring und Große Parower Straße. Bei allen Maßnahmen werden Straßen, Radwege und Bürgersteige erneuert. Gleichzeitig nutzen die Versorgungsbetriebe die Gelegenheit, um beispielsweise marode Gas- und Wasserleitungen auszutauschen. „Die Rohre sind an einigen Stellen mehr als 100 Jahre alt“, sagt Stadtsprecher Peter Koslik. Das Problem an diesen Großbaustellen: Bei fast allen müssen die Straßen wochenlang voll gesperrt werden. „Das geht nicht anders. Es fehlt der Platz, um dort einseitig zu bauen“, erklärt Solveig Wieck, Projektleiterin bei der Stadterneuerungsgesellschaft.


Interaktive Grafik: Baustellen in der Innenstadt Stralsund



Alexander Müller

15.07.2014
15.07.2014
15.07.2014