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Grimmen Hausbrand in Elmenhorst: Frau und Hund entkommen gerade noch den Flammen
Vorpommern Grimmen Hausbrand in Elmenhorst: Frau und Hund entkommen gerade noch den Flammen
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15:41 03.12.2019
Dichter Rauch quillt aus dem Haus in Elmenhorst. Feuerwehren aus der gesamten Region waren an den Löscharbeiten beteiligt. Quelle: Raik Mielke
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Elmenhorst

Dramatische Szenen am Dienstagnachmittag gegen 12 Uhr in Elmenhorst bei Grimmen. Das Dachgeschoss eines Eigenheims steht in Flammen. Dichter Rauch dringt aus den Fenstern. Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei eilen in das Dorf.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute aus der gesamten Region sitzt eine Frau bereits im Rettungswagen. Ihr ist es gelungen dem dichten Rauch und Flammen zu entkommen und mit ihrem Hund das brennende Haus in Elmenhorst zu verlassen.

Tanklöschfahrzeug bleibt stecken

Zu diesem Zeitpunkt brennt das gesamte Obergeschoss des Eigenheims. Für die zahlreichen Feuerwehrleute gestaltet es sich sehr schwierig, den Einsatz in der engen Dorfstraße zu koordinieren. Das moderne und tonnenschwere Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Grimmen bleibt beim Versuch, es auf dem sandigen Randstreifen zu parken, stecken. Dennoch kann die Wasserversorgung vorerst über das Fahrzeug abgesichert werden.

Bildergalerie vom Großbrand in Elmenhorst bei Grimmen

Feuerwehren aus der gesamten Grimmener Region sind am Dienstag gegen 12 Uhr mit den Löscharbeiten in einem Einfamilienhaus in Elmenhorst beschäftigt. Eine Frau und deren Hund können sich aus dem Eigenheim retten. Die komplette obere Etage des Hauses brennt ab.

Mittels Drehleiter, vom Boden aus und durch Retter, die sich unter Atemschutz ins Haus wagen, beginnen die Löscharbeiten. Fenster müssen eingeschlagen werden, Dachziegel fliegen durch die Gegend. Es gilt, schnell an den Brandherd zu gelangen.

Hunderte Meter Schlauch müssen zum Hydranten an der Hauptstraße des Dorfes verlegt werden, um für Wassernachschub zu sorgen. Mehr als zwei Stunden dauern die Löscharbeiten. Ein Übergreifen der Flammen auf zwei angrenzende Häuser kann verhindert werden. Das Eigenheim ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Der Frau geht es nach ersten Informationen den Umständen entsprechend gut.

Bürgermeister bietet sofort seine Hilfe an

Entsetzt vom Brand ist Elmenhorsts Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU). Er verfolgt die Arbeiten der vielen freiwilligen Wehren vor Ort und schaut, wo und wie er helfen kann. „Der Mann ist inzwischen auch beim zerstörten Wohnhaus angekommen und ich habe kurz Kontakt aufnehmen können. Seine Frau wird noch im Rettungswagen betreut“, erzählt Wendorf.

„Vielleicht können wir die Beiden in unserem „Haus der Begegnung“ unterbringen, bietet der Bürgermeister an. Dort gebe es zumindest eine Küche und sanitäre Anlagen.

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Von Raik Mielke und Almut Jaekel

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