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Grimmen Heuballen aus dem Wasser gerettet
Vorpommern Grimmen Heuballen aus dem Wasser gerettet
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17:20 14.05.2019
Der Radlader zog den Ballen aus dem Naturbad. Quelle: Carolin Riemer
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Grimmen

Rettungsaktion für einen Heuballen: Am Dienstagvormittag rückt ein Radlader im Naturbad Grimmen an. Andreas Alms lenkt das schwere Gerät sicher ans Ufer. „So einen Einsatz hatten wir ja noch nie“, sagt der Mitarbeiter des Stadtbauhofs.

Unbekannte hatten einen 500 Kilogramm schweren Heuballen ins Wasser gerollt, der nun bis zur Badestelle getrieben war und einen unangenehmen Geruch verströmt (die OZ berichtete). Mit Wasser vollgesogen, wiegt er mittlerweile etwa eineinhalb Tonnen –schweres Gerät ist nötig, um ihn aus dem Wasser zu ziehen. Und die bekommt Mario Gohs, Chef im Naturbad, nun von den Mitarbeitern des Bauhofs.

In den frühen Morgenstunden verschafften sich die Männer einen Überblick und schmiedeten gemeinsam einen Plan. Ungewöhnliche Ereignisse erfordern eben ungewöhnliche Aktionen.

Schweres Gerät war nötig

Rettungsschwimmer David Michalowski steht im roten Neoprenanzug im Wasser und hüllt den Ballen in ein Netz. Holzbohlen stützen die Konstruktion und sichern, dass das Netz nicht davon treibt. Er befestigt ein Stahlseil und ruft Andreas Alms zu: „Vorsichtig anziehen, nicht dass er auseinanderfällt.“ Alms betätigt vorsichtig das Gaspedal, der Radlader fährt rückwärts durch den Kies an der Badestelle und flugs wird der ungebetene Gast aus dem Wasser des Freibads befördert.

Ein Radlader musste anrücken, um den schweren Heuballen aus dem Wasser zu ziehen. Quelle: Carolin Riemer

„Na, das hat ja wunderbar geklappt“, sagt Martin Voss vom Stadtbauhof: „Wir hatten große Befürchtungen, dass er auseinandergerissen wird und wir Halm für Halm aus dem Wasser sammeln müssen.“ Die Männer lachen. Sie sind froh, die ungewöhnliche Aufgabe gelöst zu haben. Obwohl dieser Jungenstreich eigentlich gar nicht zum Lachen ist.

Am 4. Juni eröffnet das Naturbad. Die drei ehrenamtlichen Mitarbeiter um Mario Gohs haben, auch ohne die Entfernung eines tonnenschweren Heuballens, genug zu tun, damit sich die Gäste in der schönsten Zeit des Jahres im Freibad wohlfühlen. Zwischen 5000 und 7000 Badegäste pilgern in einer Saison ins Naturbad. Der Heuballen wird derweil auf einen Transporter geladen und von den Mitarbeitern des Stadtbauhofs entsorgt.

Carolin Riemer

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