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Grimmen Heute Eisbahn, morgen Mehrzweckhalle? Sellin aktiviert Pläne für einen neuen Gebäudekomplex für verschiedene Nutzungen im Seepark
Vorpommern Grimmen Heute Eisbahn, morgen Mehrzweckhalle? Sellin aktiviert Pläne für einen neuen Gebäudekomplex für verschiedene Nutzungen im Seepark
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00:00 02.02.2017
Stefan Fritz und Hennry Hänsel von der Kurverwaltung sowie Eisbahnbetreiber Thomas Pawlak (v.l.) probieren sich beim Eisstockschießen, zu dem vor allem mehr Firmen angelockt werden sollen. Quelle: Foto: Besch/oz-Archiv
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Sellin

Kunsteisbahn, überdachte Eisbahn, Eisarena, Multifunktionshalle mit Eisbahn – im Selliner Seepark könnte dort, wo sich die Eisbahn befindet, in den nächsten Jahren ein Gebäudekomplex für Sport- und Kulturveranstaltungen entstehen. Zumindest stieß dieser Gedankengang bei den Mitgliedern des Tourismusausschusses der Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Dienstag nicht nur auf offene Ohren, sondern auf helle Begeisterung. Zur Debatte stand eigentlich die erste Auswertung der diesjährigen Eislaufsaison von Dezember bis Februar, die erstmals unter einem Zeltdach stattfindet. Und in diesem Zusammenhang die Frage, ob es nicht finanziell besser ist, das Zelt zu kaufen, als langfristig weiter zu mieten. Die Besucherzahlen und somit die Einnahmen sind im Dezember und Januar deutlich gestiegen, informierte Betreiber Thomas Pawlak, der seit drei Jahren mit der Kurverwaltung einen Vertrag hat. Ein Kauf würde rund 50000 Euro kosten, die Miete jeweils rund 18000 Euro, führte Kurdirektorin Adriana Zawisza aus. Noch bevor Ausschussmitglied Alexander Schulz seinen Fragesatz nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten für das Zelt auch für andere Veranstaltungen im Sommer beenden konnte, legte die Kurchefin neue Konzeptideen auf den Tisch. Die kleine Variante: Eine Eisarena, in die Toilettenanlagen und Gastronomie mit integriert werden. Die jetzige Imbissbretterbude, die seit zehn Jahren dort steht, würde verschwinden, ebenso der WC-Container. Oder gleich der ganz große Wurf: Eine Multifunktionshalle mit Eisbahn, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Veranstaltungssaal, Kino, Bowlen. Zudem könnte dort auch das sommerliche Märchentheater untergebracht werden oder ein Markt mit regionalen Produkten stattfinden.

Dabei ist die Idee nicht ganz neu. Schon vor gut zehn Jahren gab es Pläne für eine Eisarena oder eine Halle. Seinerzeit schien das Vorhaben für die Gemeinde aber eine Nummer zu groß. Auch, weil ihr damals das Grundstück nicht gehörte, sondern der BAG Bankaktiengesellschaft Hamm, die die Schwimmhalle aber in den letzten Jahren abstoßen wollte. „Jetzt gehört die Fläche uns“, verwies Bürgermeister Reinhard Liedtke darauf, dass die Kommune Ende 2015 das Spaßbad „Inselparadies“ samt 45000 Quadratmeter großem Grundstück im Seepark für rund 1,4 Millionen Euro gekauft hat (die OZ berichtete).

Für die Mehrzweckhalle stehe eine Fläche von 7000 Quadratmetern bereit. Auf dem gesamten Areal der Gemeinde sind neben der Erweiterung des Bades (Schwimmbecken, Rutsche) auch der Neubau für die stetig wachsende CJD Christophorusschule im Gespräch. Die Bildungseinrichtung könnte die Halle auch nutzen, so Liedtke, der von einer Gesamtinvestionssumme von 10 Millionen Euro ausgeht. „Wir werden das Projekt in Scheiben schneiden müssen.“ Ein weiteres Problem: Die enormen Folgekosten.

Ausschussvorsitzender Achim Kreß schlug vor, eine Arbeitsgruppe zu bilden und Varianten für die Nutzung, Finanzierung und Förderung auszuloten. „Wir sollten hier ein ordentliches Projekt machen, das auch für Einheimische ist“, befürwortet Ausschussmitglied Kai Ohl das Vorhaben. Einig ist man sich, dass die Lage für die Multifunktionshalle mit Großparkplatz, Kleinbahnhof, Schwimmhalle und (künftigem) Hafen ideal sei und das ganze Jahr über ein großer Anziehungspunkt sein könnte.

Gerit Herold

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