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Grimmen Höfe in Jager noch heute erhalten
Vorpommern Grimmen Höfe in Jager noch heute erhalten
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10:47 02.08.2019
Jager
Jager Quelle: Almut Jaekel
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Jager

Um die 60 Einwohner zählt der kleine Ort Jager in der großen Gemeinde Sundhagen. Bis zum 7. Juni 2009 gehörte Jager zur Gemeinde Horst, zu dessen Kirchgemeinde der Ort auch heute noch zählt.

Schon 1418 bestätigte Herzog Wartislaw IX. der Stadt Greifswald und dem Heilig-Geist-Hospital den Besitz am Dorf. Aus noch früherer Zeit (1230 bis 1400) ist bei Jager eine Turmhügelburganlage erhalten.

Das kleine Dorf Jager wird geprägt von der Kapelle, der Opernale und dem Zusammengehörigkeitsgefühl.

1570 gab es laut uralter Statistik in Jager sechs Bauern und vier Kossaten (Kleinbauern). Durch den Schwedisch-Brandenburgischen Krieg wurden einige Höfe total ruiniert, aber auch 1683 waren vier Bauern und vier Kossaten aktiv. 1763 waren sieben Vollbauern registriert, die je 25 Taler Dienstgeld zahlen mussten. Die Einnahmen gingen zu Zweidrittel an die Stadt und einem Drittel an das Hospital in Greifswald.

1822 wurde nach Vermessungen eine Separation angeordnet und die Höfe wurden sternförmig außerhalb des Dorfes verteilt angelegt, mitten in ihren jeweiligen Feldern. Gemeinschaftlich wurden ein Lehmstich, eine Sandgrube und ein Torfmoorgebiet mit Torfstichen betrieben.

1862 hatte der Ort 166 Einwohner. Es war ein reines Bauerndorf und Kapellenort mit einem Schulzen. Der Kernort bestand - wie bis heute erhalten - aus einer einseitigen Straßenzeile.

Bis 1866 wurde der Hof IV in ein Forstgehöft gewandelt. Damit gab es in Jager vier Höfe, eine Schule, ein Forsthaus, 18 Wirtschaftsgebäude und vier Katen mit zugehörigen kleinen Ställen. Alle Höfe sind auch heute noch vorhanden.

Lesen Sie weiter in Dorfgeschichten Jager:

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* Opernale ist in Jager zu Hause

Almut Jaekel