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Hohenwieden: Kühe und Mitarbeiter begeistert vom neuen Stall

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07:03 14.02.2020
Vor einigen Tagen wurden direkt neben dem Stall vier Kälber-Iglus installiert. Antonia Schmidt (19) füttert hier gerade ein Kalb. Quelle: Raik Mielke
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Hohenwieden

Mit einem Lächeln auf den Lippen befüllt Antonia Schmidt die Futterbehälter der Kälber mit Heu. Insgesamt sechs Jungtiere haben ab sofort in sogenannten Kälber-Iglus einen Rückzugsort direkt neben dem neuen Stallgebäude. „Die Iglus wurden erst vor einigen Tagen angeschafft. Sie komplettieren die nun tollen Arbeitsbedingungen, die seit der Inbetriebnahme des neuen Kuhstalls herrschen“, freut sich Christina Drewing, zuständige Landwirtin und Betreuerin in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden. Die OSTSEE-ZEITUNG schaute sich in der neuen und überaus modernen Anlage um.

Am 18. August wurde die erste Kuh gemolken

Am 18. August des vergangen Jahres war es endlich so weit. Nach rund einjähriger Bauphase wurde die Arbeit im neuen Kuhstall der SOS-Dorfgemeinschaft aufgenommen. „Ich bin immer noch von unserem neuen Stallgebäude begeistert“, sagt Christina Drewing und beschreibt: „Der Stall ist hochmodern, erleichtert die Arbeit für uns Mitarbeiter und bietet den Kühen optimale Lebensbedingungen.“

Denn neben einer Mistschiebeanlage hat der Stall einen modernen Melkstand. „Vieles läuft hierbei automatisch. Die Kühe mussten sich in den ersten Tagen natürlich an diesen Ablauf gewöhnen, aber inzwischen laufen sie völlig problemlos zum jeweiligen Melkstand und lassen sich dort ihr Kraftfutter schmecken“, beschreibt die erfahrene Landwirtin. Vier Kühe können so gleichzeitig gemolken werden.

Und auch die aus dem alten Kuhstall praktizierte Anbindehaltung ist nun Geschichte. „Wir haben im Stall für 23 Kühe Platz. Sie können sich frei bewegen, dies ist fantastisch“, meint Christina Drewing und erklärt: „Wenn immer das Wetter es zulässt, sind unsere Tiere aber draußen.“

Und dies gilt nun auch für die Kälber. „Wir haben vier Kälber-Iglus angeschafft. Es ist einfach besser, wenn diese auch im Freien sein können“, sagt die Betreuerin.

Auch der alte Kuhstall wird weiterhin genutzt, so dass deutlich mehr Platz zur Verfügung steht. Mit der Inbetriebnahme wurde so auch der Tierbestand erweitert. Fleckvieh-Färsen sind jetzt in Hohenwieden zu Hause.

„Bislang waren lediglich Schwarzbunte, wie die Rasse heißt, in der SOS-Dorfgemeinschaft gehalten worden“, sagt Christina Drewing.

Christina Drewing, Betreuerin in der Landwirtschaft, ist für die Arbeitsabläufe im Kuhstall zuständig. Quelle: Raik Mielke

14 Betreute kümmernsich um 50 Kühe

Aktuell sind im landwirtschaftlichen Bereich der Dorfgemeinschaft 14 Menschen mit Behinderungen tätig. „Sie sind in alle Arbeitsabläufe eingebunden. Kümmern sich um die anfallenden Arbeiten im Stall, die Fütterung der Tiere und sind auch in den Melkprozess eingebunden“, zählt die Landwirtin auf, die seit 2018 in Hohenwieden tätig ist.

„Ich bin erst seit September des vergangenen Jahres in der SOS-Dorfgemeinschaft“, sagt die Betreute Antonia Schmidt. Doch die 19-Jährige hat bereits einige Vorkenntnisse. „Zuhause hatte ich auch schon mit Tieren zu tun. Die Arbeit mit den Kühen und insbesondere mit den Kälbern macht mir sehr viel Spaß. Die Arbeitsbedingungen sind einfach toll“, beschreibt sie.

Blick in den neuen Kuhstall in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden. Quelle: Raik Mielke

Über 200 Liter Milch gibt es täglich

Täglich werden mehr als 200 Liter Milch gewonnen. „Die Kühe, die bei uns gemolken werden, geben rund 18 Liter pro Tag. Die Milch wird dann zum einen direkt in unsere Dorfkäserei geliefert und dort frisch verarbeitet. Des Weiteren gibt es eine Käserei auf der Insel Usedom, die beliefert wird. Die restliche Milch wird vom Milchtanker abgeholt“, erklärt Christina Drewing.

Der moderne Melkstand im neuen Kuhstall in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden. Vier Kühe können gleichzeitig gemolken werden. Quelle: Raik Mielke

Von Raik Mielke

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