Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Hunderte feiern Bier- und Schlachtefest in Grimmen
Vorpommern Grimmen Hunderte feiern Bier- und Schlachtefest in Grimmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:30 06.10.2019
Hatten Spaß beim Bier- und Schlachtefest: Rudolf und Ursula Felski, Vera Blank und Hans-Jürgen Korn (v.l.). Quelle: Anja Krüger
Anzeige
Grimmen

Eins ist sicher: Die Grimmener stehen den Bayern in kaum etwas nach. Während in München Tausende am Wochenende noch das Oktoberfest gefeiert haben, geht es in der Trebelstadt beim Bier- und Schlachtefest im Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ feuchtfröhlich zu. Sicher: wesentlich kleiner, weniger Tamtam, aber gemütlich – wie es vor allem die älteren Einwohner der Region mögen.

Darauf haben sich die Veranstalter bereits vor ein paar Jahren eingestellt. Ist es, als es vor neun Jahren ins Leben gerufen wurde, noch ein mehrtägiges Event gewesen, begrenzt es sich mittlerweile nur noch auf einen Tag. An diesem aber wird den Gästen – rund 350 sind es am Sonnabend – so einiges geboten: ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, Bierfestspiele und natürlich deftiges Essen.

350 Gäste feierten am Sonnabend im Grimmener Kulturhaus „Treffpunkt Europas“ das Bier- und Schlachtefest. Ein kühles Blondes, deftiges Essen und Bierzeltspiele gehörten genauso dazu, wie die kulturellen „Muntermacher“.

O’zapft is! Und der Spaß kann beginnen

Kur vor 11 Uhr am Samstagvormittag: Beinahe alle Plätze an den langen Tafeln, eingedeckt mit blau-weißen Tischdecken, im großen Kulturhaussaal sind besetzt. Vor der Kulturhausbühne steht bereits das Bierfass zum Anstich bereit – wie beim Oktoberfest auch in Grimmen der „Startschuss“ des Festes. Traditionell schwingt Grimmens Bürgermeister Benno Rüster den Holzhammer, doch diesmal lässt er sich entschuldigen. „Er ist krank. Erkältet“, wie Thorsten Erdmann, Grimmens Stadtsprecher und an diesem Tag gemeinsam mit Mirko Redieck Moderator der Veranstaltung, informiert. Den Anstich des Freibier-Fasses übernimmt stattdessen Kulturhausleiter Morten Kabisch. Drei kräftige Schläge, einen leichteren hinterher und ... „O’zapft is!“, verkündet Erdmann.

Der gelbe Gerstensaft läuft in Strömen aus dem Holzfass. Hans-Jürgen Korn ist einer der ersten in der Schlange, die sich ein Glas des gelben Gerstensaftes holen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Vera Blank und dem befreundeten Ehepaar Ursula und Rudolf Felski stößt er an. Nur wenige Minuten später sind die 30 Liter Freibier ausgeschenkt, da stürmen schon die ersten Gäste die Tanzfläche. Zu Gassenhauern wie „Der schönste Platz ist immer an der Theke“ oder „Schnaps, das war sein letztes Wort“ sorgt Mirko Redieck für Bierfeststimmung. Bis die Grimmener Blasmusik die musikalische Unterhaltung übernimmt.

Eisbein, Grützwurst und Kassler: Deftig muss das Essen sein

Und schließlich öffnen dann auch die Mitarbeiter der Grimmener Fleischerei Petereit die Warmhaltebehälter an der langen Selbstbedienungstheke. Eisbein, Grützwurst, Kassler, Sauerkraut – deftig mögen’s die Gäste, die in langer Schlange anstehen. Ingrid Wodzich freut sich auf Grützwurst. „Das esse ich so gern. Mein Partner leider nicht. Aber hier schmeckt sie immer hervorragend“, sagt sie.

Wer glaubt, das Grimmener Völkchen braucht nach dem deftigen Essen erst mal seine Mittagsruhe, irrt. Bierglasschieben und Wettnageln helfen gegen den drohenden Müßiggang nach der Völlerei. Dass solche Spielchen nicht nur etwas für die Männer sind, will Edith Jäger beim Wettnageln beweisen. Beherzt holt sie aus, verfehlt jedoch den Nagel. Letztlich guckt ihr Nagel am Ende noch am weitesten raus. Sie nimmt es mit Humor. „Spaß hat es trotzdem gemacht“, sagt sie und nimmt von Thorsten Erdmann den Trostpreis, einen kleinen „Muntermacher“ entgegen.

„Nicht-Brüder“ und Bauer Korl tischen kulturelle Muntermacher auf

Muntermacher in Form von Witzen und eigenen Comedysongs schenken dann schließlich „Die Nicht-Brüder“ ein, bevor Bauer Korl mit seinen satirischen Witzen noch einmal so richtig die Lachmuskeln der Bier- und Schlachtefest-Gäste fordert.

Letztlich ziehen sowohl Veranstalter als auch Gäste ein positives Resümee. „Ich habe gut gegessen und wurde gut unterhalten“, sagt Gabriela Mielke, die gemeinsam mit ihrer Freundin Ilse Fink gegen 16 Uhr den Heimweg antritt, während andere noch den Tag beim Tanz ausklingen lassen.

Von Anja Krüger

Der Elternverein „Pöglitzer Kinderhaus“ betreibt in Buchholz erfolgreich eine Kita und unterstützt die Gemeinde bei der Kulturarbeit.

06.10.2019

Der Chefarzt der Geriatrie und Frührehabilitation, Klaus Becher, hat das Helios Hanseklinikum Stralsund verlassen. Sein Nachfolger ist Professor Jörn Peter Sieb, der bereits die Neurologische Klinik leitet.

06.10.2019

Ein Umfang von 141 Zentimetern, 5250 Gramm schwer: Edith Radke aus Grimmen fand in Vorland einen gigantischen Bovist. Sie verrät, wie sich aus dem Pilz eine leckere Mahlzeit zubereiten lässt.

06.10.2019