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Grimmen In den Sommerferien auf der Jagd nach Gold
Vorpommern Grimmen In den Sommerferien auf der Jagd nach Gold
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15:05 10.07.2019
Zur Erwärmung machen die Teilnehmer des Schwimmkurses immer spaßige Spiele. Hier das Nudel-Wettrennen. Quelle: Raik Mielke
Grimmen

Wenn die Sommerferien im Grimmener Naturschwimmbad beginnen, dann sieht man mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auch Lilly Groth in die Fluten des Freibads springen. Seit fünf Jahren verbringt die Elfjährige jeweils zwei Wochen ihrer schulfreien Zeit im Naturbad der Trebelstadt.

„Ich habe vor fünf Jahren hier Schwimmen gelernt“, sagt sie und erklärt: „Anschließend habe ich mich jedes Jahr aufs Neue für die Schwimmlager angemeldet und eine nächst höhere Stufe abgelegt.“ In diesem Jahr soll es das Abzeichen in „Gold“ werden. Dafür musst das Ferienkind hart trainieren. „Das Schwimmen macht mir keine großen Probleme. Derzeit arbeite ich mit den Schwimmlehrern daran, lange genug unter Wasser tauchen zu können“, erklärt Lilly Groth. Insgesamt muss sie für das Bestehen des Schwimmabzeichens in „Gold“ 15 Meter unter Wasser zurücklegen. „Genug Luft habe ich für die Strecke. Ich tue mich aktuell noch ein bisschen schwer während des Tauchens dauerhaft unter Wasser zu bleiben“, verrät sie.

Lilly Groth (11): "Ich lege jedes Jahr in den Sommerferien eine neue Schwimmstufe ab. In diesem Jahr möchte ich Gold machen." Quelle: Raik Mielke

Mit dem Ziel das höchste Schwimmabzeichen vor dem Junior-Retter abzulegen, ist Lilly Groth während der ersten beiden Ferienwochen die leistungsstärkste Teilnehmerin des Schwimmlagers. „Eine ganz tolle Leistung. Dies haben wir nicht so oft, dass junge Leute in diesem Alter schon so sicher und gut im Wasser unterwegs sind“, freut sich Mario Goß. Der Leiter des Grimmener Naturschwimmbades hat bereits vor den Sommerferien mit über 150 Jungen und Mädchen der beiden städtischen Grundschulen und des Förderzentrums Schwimmlager durchgeführt. „Der Trend in diesem Jahr zeigt leider, dass lediglich ein Drittel der Teilnehmer bereits eine Schwimmstufe nachweisen konnte“, nennt Mario Goß die erschreckende Zahl.

Rettungsschwimmerin Maria Goß trainiert mit einer Gruppe im Wasser des Grimmener Naturbades. Quelle: Raik Mielke

Umso mehr freut er sich, dass viele Eltern die Chance nutzen und ihren Kinder in den Sommerferien „Schwimmunterricht“ ermöglichen. „Für die ersten beiden Wochen hatten wir 13 Anmeldungen“, erzählt er. Jeweils acht Tage wird dann intensiv trainiert. „Unsere Erfolgsquote, dass die Teilnehmer zumindest das ’Seepferdchen’ ablegen, liegt bei fast 100 Prozent“, nennt er eine beeindruckende Zahl. Während es in ersten Übungen um die Wassergewöhnung geht, wird anschließend die richtige Technik trainiert. „Viele sind anfänglich noch sehr ängstlich. Durch spielerische Übungen im flachen Wasser nehmen wir den Jungen und Mädchen ihre Angst. Dies ist sehr wichtig, damit man anschließend intensiv üben kann“, sagt der erfahrene Rettungsschwimmer.

Trockenübungen an Land. Hier trainieren die Kinder die richtige Bein-Koordination. Quelle: Raik Mielke

Die Teilnehmer dieses ersten Kurse in den Sommerferien sind zwischen sechs und elf Jahren alt. „Es werden bis zum Ende der schulfreien Zeit zwei weitere Schwimmlager folgen. Noch kann man sich für diese direkt im Grimmener Naturbad anmelden“, informiert Mario Goß.

Öffnungszeiten

Das Grimmener Naturbad hat bis zum Ende der Sommerferien von Dienstag bis Freitag von 13 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Am Wochenende können Besucher sogar schon von 10 Uhr und dann bis 19 Uhr den Badespaß genießen.

Montags ist das Naturschwimmbad geschlossen.

Und während Lilly Groth weiter einsam ihre Bahnen im Schwimmerbereich zieht, ist ihr siebenjähriger Bruder Lasse Groth dabei Schwimmen zu lernen. „Wir machen immer ganz coole Übungen im Wasser. Wenn wir mit den anderen Kindern toben können, ist es am besten“, meint der Grundschüler und betont: „Ich möchte noch in dieser Woche das ’Seepferdchen’ schaffen.“ Na dann ihm und allen anderen Teilnehmern viel Erfolg.

Lasse Groth (7): "Ich möchte das Seepferdchen schaffen. Das Schwimmlager macht super viel Spaß." Quelle: Raik Mielke

Raik Mielke

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