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Grimmen Judo-Projekt am Grimmener Gymnasium
Vorpommern Grimmen Judo-Projekt am Grimmener Gymnasium
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07:00 29.03.2019
Johan Groth und Tobias Sieg begrüßen die Gymnasiasten zur Trainingseinheit. Quelle: Clara Groth
Grimmen

Seit einigen Wochen heißt es in der Sporthalle des Grimmener Gymnasiums jeden Donnerstag: Jacke an, Gürtel binden und Hajime! Es wird gekämpft, geworfen und festgehalten. Geleitet wird dieser fünfwöchige Exkurs in die japanische Kampfkunst „Judo“ von den beiden angehenden Sportlehrern Johan Groth und Tobias Sieg. Das ganze findet im Rahmen ihrer Examensarbeit statt.

„Es macht Spaß, die studentischen Verpflichtungen mit dem persönlichen Interesse zu verbinden", sagt der 24-jährige Johan Groth. Er studiert seit 2013 an der Universität Rostock „Sport und Religion“. Der vier Jahre jüngere Tobias Sieg studiert ebenfalls an der Universität der Hansestadt. Jedoch mit der Fächerkombination „Sport und Geschichte“. Die zwei unterrichten neben ihrem Studium schon seit drei Jahren an der Regionalschule „Robert Koch“. „Ich mache Judo bereits seit meinem sechsten Lebensjahr“, erklärt Tobias Sieg. Beide haben in Grimmen den Kampfsport erlernt, sind Träger des zweiten Meistergrades und kämpften bereits bei den Deutschen Meisterschaften. Momentan treten sie für die Kampfgemeinschaft der Judokas in Mecklenburg-Vorpommern in der zweiten Bundesliga an.

Das Ziel des Projektes am Grimmener Gymnasium ist es, die Leistungsfähigkeit der Schüler beim Judo zu erfassen. Johan Groth erklärt, warum die Leistungserfassung fünf Wochen dauern muss: „Wir stehen vor dem Problem, dass fast kein Schüler je zuvor Judo gemacht hat. Daher müssen wir ihnen vier Wochen lang die Grundkenntnisse beibringen, damit wir in der letzten Woche überhaupt erst einen Test durchführen können.“

Die abschließende Prüfung wird dann aus einer Reihe von Würfen, Festhalte-Griffen und Fallübungen bestehen, die zum einen besonders schnell und zum anderen technisch sauber vorgezeigt werden müssen. „Wir versuchen die Techniken möglichst spielerisch und für die Schüler gut nachvollziehbar zu vermitteln. Dabei ist uns wichtig, dass sich niemand verletzt. Trotzdem soll der kämpferische Aspekt nicht zu kurz kommen“, betont Tobias Sieg. Nach den ersten zwei Trainingswochen beherrschen die Schüler der siebenten bis zehnten Klassen bereits alle Fallübungen, zwei Festhalte-Griffe, das Befreien aus einem Bodenkampf und einen Wurf. „Ich habe erst gedacht, dass es mir nicht gefallen wird, aber ich hatte sofort in der ersten Stunde sehr viel Spaß. Ich finde es auch sehr gut, dass unsere Testergebnisse möglicherweise an anderen Schulen als Bewertungsmaßstab genutzt werden, da es bisher keinen für die Sportart Judo gibt", sagte die 14-jährige Sarah Wittig.

Clara Groth

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